So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten.
    Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an Tobias Rösemeier.
Tobias Rösemeier
Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  Fachanwalt f. Familienrecht
37896974
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Erbrecht hier ein
Tobias Rösemeier ist jetzt online.

Hallo, ich bitte um eine fachliche Auskunft. 2005 verstarb

Kundenfrage

Hallo, ich bitte um eine fachliche Auskunft. 2005 verstarb mein Vater und ich war einziger Erbe. Ich habe beim Nachlassgericht die mir im Testament hinterlassenen Grundstücke und ein Einfamileinhaus auf meinen Namen umschreiben lassen. Das Gericht hat mir ein Formular ausgehändigt, in dem ich die Erbmasse eingetragen habe. Die Überschreibung ist nach einigen Monaten erfolgt, es dauerte etwas länger, weil zwei Liegenschaftsämter beteiligt waren. Bisher habe ich vom Finanzamt, an welches ich auch die Grundsteuer u.s.w. abführe, keine Nachricht über eventuell zu zahlende Erbschaftsteuer bekommen. Mitlerweile sind ca. 7 Jahre vergangen. Wie soll ich mich berhalten?

Vielen Dank XXXXX XXXXX Grüße
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Erbrecht
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank XXXXX XXXXX Anfrage, die ich gerne wie folgt beantworte.

Das Finanzamt fordert in der Regel nicht auf, eine Erbschaftsteuererklärung abzugeben. Grundsätzlich hat der Erbe nämlich den Anfall der Erbschaft binnen 3 Monate ab Anfall der Erbschaft dem Finanzamt, welches für die Verwaltung der Erbschaft, also Ihr Wohnsitzfinanzamt, anzuzeigen und sodann eine Erbschaftsteuererklärung abzugeben.

Die weitere Vorgehensweise hängt davon ab, ob eine Erbschaftsteuer angefallen wäre. Können Sie mir bitte Angaben machen zur Höhe der Erbschaft?
Tobias Rösemeier und 2 weitere Experten für Erbrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Liegenschaftswert ca. 300.000 EURO

Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Mitteilung. Im Jahr 2005, also dem Jahr des Anfalls der Erbschaft hatten Sie einen Steuerfreibetrag in Höhe von 205.000 €.

Dies ist aber der Betrag des bereinigten Nachlasses. Es wäre vorher noch Nachlassverbindlichkeiten in Abzug zu bringen.

Wenn aber der Freibetrag überschritten ist, würde ich empfehlen, eine Selbstanzeige beim Finanzamt zu machen, um strafrechtlich wegen versuchter Steuerhinterziehung nicht belangt zu werden bzw. eine geringe Strafe zu erhalten.

Eine Festsetzungsverjährung für die Erbschaftsteuer wäre nur dann eingetreten, wenn das Finanzamt bereits 4 Jahre Kenntnis von der Erbschaft hatte, was vorliegen leider nicht der Fall ist.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen.

Ähnliche Fragen in der Kategorie Erbrecht