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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 26391
Erfahrung:  Langjährige Tätigkeit auf dem Gebiet des Zivilrechts
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Meine Mutter 88 j. lebt im Heim, ihre Ersparnisse sind aufgebraucht.

Kundenfrage

Meine Mutter 88 j. lebt im Heim, ihre Ersparnisse sind aufgebraucht. Meine 2 Brüder wollen nun das Haus verkaufen. Meine Mutter ist Eigentümerin. Meine Brüder setzten meine Mutter unter Druck und sie sagt zu allen ja und amen.
Über Umwege habe ich erfahren, dass meine Brüder sich den Betrag des Hausverkaufs auszahlen lassen werden, um das Heim zu bezahlen.
Wir kann ich sicher stellen, dass mein Erbe nicht verloren geht. Kann ich darauf bestehen, dass das Gericht einen Notar einsetzt um das Geld zu verwalten?
Es existiert ein Testament in dem alle 3 Kinder gleichgestellt sind. Mein jünster Bruder ist jedoch als Testamentsvollstrecker eingesetzt. Damit bin ich aber nicht einverstanden. Ich bekomme keinerlei Informationen und auch keine Abrechnung.
Wie kann ich vorgehen.
Vielen Dank XXXXX XXXXX für Ihre Hilfe.
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Erbrecht
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Darf ich fragen:

Sie sagen Ihre Frau Mutter lebt im Heim.

Ist Sie denn ihrer Ansicht nach noch geschäftsfähig?

Kann das Heim auf anderen Wegen bezahlt werden (zum Beispiel vom Einkommen Ihrer Mutter?).

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Meine Mutter ist schon etwas vergesslich aber hat kein Alzheimer.Sie ist jedoch fast blind. Meine Brüder haben sich Vollmachen unterschreiben lassen, sie weiss jedoch nicht was darin steht.


Das Einkommen meine Mutter ist sehr gering. Sie hat von den Mieteinnahmen des Hauses gelebt. Da die jetztigen Mieter aber ausziehen, sind die Heimkosten nicht mehr gesichert. Eine weitere Vermietung des Hauses lehnen meine Brüder ab.

Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre freundliche Ergänzung:

Wenn Ihre Mutter fast blind ist, so konnte sie die Vollmacht nicht lesen. Ihre Mutter selbst kann daher wenn sie will die Wirksamkeit der Vollmachten anfechten.

Wenn Ihre Mutter ansonsten geistig noch rüstig ist, kann sie natürlich über die Veräußerung des Hauses frei entscheiden.

Was nun Ihren Erbteil anbelangt so müssen Sie folgendes wissen:

Wenn Ihre Mutter die Heimkosten nicht mehr aus dem laufenden Einkommen (sei es Rente oder Miete) bedienen kann, so ist Ihre Mutter verpflichtet das Vermögen zu verwerten.

Ihre Mutter ist dabei in der Entscheidung frei ob Sie das Haus weiter vermietet oder aber verkauft um das Pflegeheim zahlen zu können.

Wenn Einkünfte und Vermögen nicht mehr ausreichen sind nach § 1601 BGB Sie und Ihre Brüder (je nach Leistungsfähigkeit) verpflichtet für die Heimkosten Ihrer Mutter aufzukommen.

Soweit Ihre Mutter noch geschäftsfähig ist, ist Ihre einzige Möglichkeit das Haus zu erhalten mit Ihrer Mutter zu sprechen und versuchen sie zu überreden das Haus weiter zu vermieten und die den Brüdern gegebene Vollmacht zu widerrufen.

Einen Anspruch auf Verwaltung oder Abrechnung von Geldern Ihrer Mutter hat zu Lebzeiten allein Ihre Mutter selbst, wenn sie nicht mehr geschäftsfähig ist der bestellte Betreuer.

Auch wenn Sie im Testament bedacht sind, so haben Sie einen Auskunfts und Rechnungslegungsanspruch erst nach dem Ableben Ihrer Mutter.

Zum jetzigen Zeitpunkt kann nur Ihre Mutter selbst das Vermögen kontrollieren.



Wenn Sie Rückfragen haben, dann fragen Sie gerne nach.

Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten und damit das ausgelobte Honorar freizugeben.




Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt

Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,


haben Sie noch weitere Fragen?

Wenn nein, so möchte ich Sie höflich bitten, mich positiv zu bewerten und dadurch meine Arbeit zu honorieren


Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt

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