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RA_UJSCHWERIN
RA_UJSCHWERIN, Rechtsanwalt
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 2625
Erfahrung:  Rechtsanwältin
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RA_UJSCHWERIN ist jetzt online.

Wir sind vier Kinder, unsere Eltern besitzen Haus und Grundstück,

Kundenfrage

Wir sind vier Kinder, unsere Eltern besitzen Haus und Grundstück, jedoch kein Barvermögen.
Das Haus soll auf zwei Brüder überschrieben werden, einer davon wohnt bereits darin.
Zwei Schwestern verzichten auf Erbteil, mit einer Klausel bei Verkauf des Anwesens.
Was ist besser:
1. Eltern bleiben Besitzer der eigenen Wohnung.
2. Eltern erhalten Wohnrecht auf Lebenszeit.
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Erbrecht
Experte:  RA_UJSCHWERIN hat geantwortet vor 4 Jahren.
Werter Fragesteller,

zu Ihrem Anliegen möchte ich gern wie folgt ausführen:

Das kommt darauf an, welches Endergebnis erzielt werden soll.

Wenn die Eltern Besitzer der eigenen Wohnung bleiben,muss hier eine Regelung für den Erbfall getroffen werden. Wenn ausschließlich die beiden Söhne als Erben eingesetzt werden sollen, hätten die Schwestern dann Pflichtteilsansprüche gegenüber den Brüdern. Im Falle der Pflege müsste aber unter Umständen die Wohnung der Verwertung zugeführt werden.

Wenn die Eltern bereits jetzt das gesamte Immobilienvermögen auf beide Söhne übertragen und sich ein Wohnrecht eintragen lassen, hätten die Schwestern auch dann Pflichtteilsergänzungsansprüche im Erbfall, wenn kein Pflichtteilsverzicht erklärt wird.

Werden die Eltern innerhalb der nächsten 10 Jahre pflegebedürftig und müssen Sozialleistungen in Anspruch nehmen, müssten die Brüder dann die Kosten der Pflege übernehmen, weil die Schenkung wegen Verarmung des Schenkers durch das Sozialamt angegriffen werden kann.

Bei der jetzigen Übertragung mit einem Pflichtteilsverzicht der Schwestern wäre bereits zu Lebzeiten eine abschließende Regelung herbeigeführt.

Bei weiterem Eigentum der Eltern müssten diese für den Erbfall Vorsorge tragen.

Bitte fragen Sie gerne nach, wenn noch Unklarheiten bestehen. Ich freue mich über eine positive Bewertung von Ihnen, wenn ich Ihre Frage bereits abschließend beantwortet habe.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.


Bei Pflegefall, welchen Unterschied macht es ob die Eltern die Wohnung selber noch besitzen oder nur das Wohnrecht haben

Experte:  RA_UJSCHWERIN hat geantwortet vor 4 Jahren.
Werter Fragesteller,

gerne nehme ich zu Ihrer Nachfrage wie folgt Stellung.

Besitzen die Eltern die Wohnung noch selbst und lebt ein Elternteil weiterhin in der Wohnung, so kann keine Verwertung verlangt werden. Eine Verwertung ist nur beim letztlebenden Elternteil möglich.

Wenn die Wohnung zu Lebzeiten übertragen worden ist und zwischen Übertragung und Pflege nicht bereits 10 Jahre vergangen sind, so kann das Sozialamt Rückgriff auf die Beschenkten nehmen. Diese müssten dann die Pflegekosten erst einmal tragen, bis der Wert der Schenkung verbraucht ist.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen.
RA_UJSCHWERIN und 2 weitere Experten für Erbrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Experte:  RA_UJSCHWERIN hat geantwortet vor 4 Jahren.
Werter Fragesteller,

Sie haben inzwischen meine Antwort gelesen. Bestehen noch Fragen hierzu?
Wenn nicht, darf ich höflich um eine positive Bewertung meiner Antwort bitten. Vielen Dank!
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.


Wenn die Wohnung Eigentum der Eltern bleibt, diese aber Fremdpflege benötigen, mit welchen Kosten müssen wir Kinder rechnen.


Wird das Einkommen unserer Partner auch herangezogen.

Experte:  RA_UJSCHWERIN hat geantwortet vor 4 Jahren.
Werter Fragesteller,

gerne nehme ich zu Ihrer Nachfrage wie folgt Stellung.

Das lässt sich sehr schwer beziffern, weil es von der Einrichtung abhängig ist, wo die Pflege erfolgt und auch vom Leistungsumfang. Bei einer Pflege mit Pflegestufe 3 ist aber immerhin von einem ungedeckten Anteil von 1.500 € nach Abzug des Pflegegeldes zu rechnen.

Wenn Ihre Eltern noch unter 60 Jahre alt sind, können sie durch eine private Pflegezusatzversicherung hier individuell eine Vorsorge treffen

Das Einkommen von Partner wird nicht hinzugerechnet, das Einkommen von Ehegatten jedoch indirekt berücksichtigt. Eheleute haben aber einen Einkommensfreibetrag von 2.700 €. Zuvor werden vom Einkommen noch berufsbedingte Aufwendungen, Kredite, Versicherung etc. abgezogen.

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