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Ernesto Grueneberg
Ernesto Grueneberg, Abogado
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 1310
Erfahrung:  Master of Laws
47081509
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Ernesto Grueneberg ist jetzt online.

In einer Erbschaftsauseinandersetzung wurde mir mitgeteilt,

Kundenfrage

In einer Erbschaftsauseinandersetzung wurde mir mitgeteilt, dass man bereit wäre, mir 3000 € zu zahlen. Ich selbst hatte nach den mir mitgeteilten Unterlagen 5500 € ausgerechnet und habe deshalb aus Unsicherheit einen RA und Notar aufgesucht. Dieser riet mir, den Vergleich anzunehmen, da die geringe Differenz die Kosten eines offiziellen Streites decken würde. Wohl oder übel ließ ich mich darauf ein und ganz schnell wurde mir von der gegnerischen Seite eine dreiseitenlange Vereinbarung zugesandt. Ein Abschnitt davon verursacht mir Magenschmerzen. Er lautet:
"Mit der vollständigen Zahlung sind dann sämtliche wechselseitigen Ansprüche zwischen den Beteiligten insbesondere wegen des Nachlasses der verstorbenen Erblasserin vollständig erledigt, seien sie derzeit bekannt oder unbekannt."
Ich fühle mich unwohl damit, dies so zu unterschreiben, aber der RA drängt mich massiv, dies zu tun, er bietet lediglich an, das Wort "insbesondere" streichen zu lassen.
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Erbrecht
Experte:  Ernesto Grueneberg hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrte(r) Fragesteller(in),

danke für Ihre Anfrage, die ich wie folgt beantworte:

in der Regel wird ein Vergleich davon abhängig gemacht, dass man mit der Zahlung der vereinbarten Summe all Ansprüche aus dem streitgegenständlichen Stoff erledigt. Dies ist insoweit "normal".

Sicherlich ist das Streichen des wortes insbesondere zweckdienlich, da ansonstendie Klausel all Ansprüche aus allen Bereichen mitumfassen würde.

Letztendlich ist immer ein solcher Vergleich verhandlungssache. Auf nicht bekannte Ansprüche sollte man nur verzichten, wenn man sicher ist, dass diese nicht bestehen.

Sie gehen also ein gewisses Risiko ein.

Ich hoffe, Ihnen geholfen zu haben.

Ich bedanke mich Voraus für eine Bewertung meiner Antwort. Denn der Expert wird erst vergütet, wenn Sie die Antwort positiv bewerten.

Sollten Sie noch Nachfragen haben, fragen Sie einfach nach, bevor Sie meine Antwort bewerten: ich beantworte umgehend.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Mich stört, dass der Amwalt mich sehr massiv drängt, die Worte: seinen sie derzeit bekannt oder unbekannt lassen bei mir alles Warnglocken klingeln. Bei so einem geringen Betrag finde ich es äußerst merkwürdig, mir so einen Knallervertrag zu unterbreiten.


Was mache ich, wenn sich später herausstellt, dass es noch deutlich mehr zu vererben gab?


Der Anwalt meinte, egal,bei Unwahrheit oder Betrug kann ich ja ne Anzeige machen. Aber bringt die denn noch etwas, wenn ich vertraglich diesen Passus unterschrieben habe?

Experte:  Ernesto Grueneberg hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sie sollten sich nicht darauf verlassen, beim Herausstellen eines höheren Vormögens den Vertrag nicht erfüllen zu müssen.

Wenn Sie solche Zweifeln haben, sollten Sie darauf bestehen, die Klausel entsprechend zu ändern oder den Vergleich nicht abschließen
Experte:  Ernesto Grueneberg hat geantwortet vor 4 Jahren.
Haben Sie ansonsten Nachfragen?
Experte:  Ernesto Grueneberg hat geantwortet vor 4 Jahren.
Wenn Sie keine weiteren Nachfragen haben bitte ich um die entsprechende Bewertung meiner Antwort, damit diese auch vergütet wird. Vielen Dank.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

1. Die Klausel ändern, will der RA nicht. Er hatte zu Anfang den Vorschlag , mit einer Verschwiegenheitsklausel über die gesamte Erbsache mich vor bösartigen Behauptungen zu schützen...??? Ich sah dahingehend keinen Grund, aber herausgekoimmen ist durch den Entwurt des gegnerischen Anwaltes diese für mich unzumutbare Formulierung.


 


2. Durch eine Bekannte hörte ich, dass das Erbrecht gut im BGB nachzulesen ist. Dabei habe ich entdeckt, dass ich von Anfang an mehr Rechte gehabt hätte, nämlich Auskunft und, falls erwünscht, Bestätigung durch Eidesstatt. Versicherung. So hätte ich das Gefühl, o.k., dann werden die Angaben wohl richtig sein. Mehr kann ich als Außenstehender nicht tun.


 


3. Also müsste in den Vertrag ein entsprechender Satz, der ausdrückt, dass ich nur für die mir mitgeteilten Informationen, davon ausgehend, dass diese wahrheitsgemäß sind, eine Unterschrift geben kann.

Experte:  Ernesto Grueneberg hat geantwortet vor 4 Jahren.
zu 1. wie gesagt, es ist eine Verhandlungssache. Zum Vergelich sind Sie nicht verpflichtet;

zu 2. Ja, es ist richtig so, Sie haben all diese Ansprüche. Wenn der Erbe aber nicht nachkommt müssten Sie ja diese Ansprüche gerichtlich geltend machen;

zu 3. ja, es wäre anzuraten, einen solchen Satz aufnehmen zu lassen.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Lt. Aussage RA wurde der Vergleich von uns angenommen. Also kölnnen wir nicht mehr zurück. Den Vertragsentwurf ändern wollte er die ganze Zeit nicht, abwohl ich, genau wie hier dargelegt, nur meine Zweifel zu meiner Absicherung wahrgenommen wissen wollte. Wenn doch alles richtig ist, kann es doch nicht unzumutbar sein, eine entsprechende Veränderung im Text vorzunehmen.


Ich verstehe auch nicht, warum er mich deshalb so unter Druck setzt, sagar andeutet, es nicht mehr weiter machen zu wollen.


Ist denn meine Befürchtung nicht nachvollziehbar?

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Erneut posten: Antwort kam zu spät.
Ich muss mich am Montag bei meinem RA melden, darum sollte ich heute noch Hilfestellung erhalten.
Experte:  Ernesto Grueneberg hat geantwortet vor 4 Jahren.
Wenn über den Vergleich gestritten wird bedeutet das, dass der Vergleich noch nicht abgeschlossen sein sollte.

Ihre Bedenken halte ich auch für angebracht
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Da mein RA es abgelehnt hat, die Worte: seien sie bekannt oder unbekannt zu streichen und der gegn. Anwalt es wahrscheinlich auch gern möchte, würde ich gern eine für mich bessere und neutrale Formulierung anbieten, um möglichst damit zu einem Ende zu kommen.


 


Könnten Sie mir dahingehend etwas vorschlagen?

Experte:  Ernesto Grueneberg hat geantwortet vor 4 Jahren.
Nein, ohne die Gesamtumständen zu kennen kann ich keine Formulierungshilfe anbieten. Ich bitte insoweit um Verständnis
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Was müssen Sie deshalb noch wissen?

Experte:  Ernesto Grueneberg hat geantwortet vor 4 Jahren.
all der Sacheverhalt einschließlich dem vorgeschlagenenen Vergleichstext.

Dies kann ich im Rahmen des Portals aber nicht leisten
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Na Super!


Das heißt, 1 1/2 Tage hin- und hergeschreibe ohne Resultat für mich.


 


Mehr gibts doch nicht zu sagen: Lt. mitgeteilter Informationen rechne ich ein Erbe von 5.500 € aus, mir werden 3.000 € angeboten mit einen Vertragsentwurf, in dem mich ein paar Worte stören, da man glauben könnte, wer so etwas einfügt, hat gelogen und will sich absichern. Beweisen kann ich nichts, nur Kommisar Zufall wäre hilfreich. Aber nwenn es so wäre, bin ich die Gelackmeierte, daich ja unterschrieben habe.


 


Eine Umformulierung muss doch möglich sein, dass ich meine Rechte nicht aufgebe und die Gegenseite es toleriert.

Experte:  Ernesto Grueneberg hat geantwortet vor 4 Jahren.
Wenn Sie dies so machen würden:

"Die Parteien schließen diesen Vergleich unter dem Hintergrund, dass das Nachlassvermögen nicht mehr als 5.500 € beträgt. Den Parteien ist kein Umstand bekannt, die gegen diese Annahme spricht"

Damit können Sie dies ein bisschen absichern.

Experte:  Ernesto Grueneberg hat geantwortet vor 4 Jahren.
Ich darf Sie an die Bewertung meiner Antwort erinnern

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