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RainNitschke
RainNitschke, Rechtsanwältin
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 1416
Erfahrung:  Fachanwaltslehrgang Erbrecht, Steuerrecht und Gesellschaftsrecht
49776616
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RainNitschke ist jetzt online.

Guten Morgen !Meine schwester hat meine Mutter auf Pflegestufe

Kundenfrage

Guten Morgen !Meine schwester hat meine Mutter auf Pflegestufe 1 3 Jahre gepflegt,nun ist meine Mutterverstorben, was steht meiner schwester an Geld extra zu weil sie gepflegt hat ?? sie hat im Monat 210 Euro von der Pfegekasse bekommen , und fordert nun noch 30.000 euro pflegeentschädigung vom erbe. MFG Joerg
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Erbrecht
Experte:  RainNitschke hat geantwortet vor 5 Jahren.

 

 

Sehr geehrter Ratsuchender,

 

leider gibt es keine konkrete Formel, nach der sich der Ausgleichsbetrag für die Pflegeleistung Ihrer Schwester bemisst. Prinzipiell hätte sie einen Anspruch auf eine Entschädigung gemäß § 2057a BGB.

 

Um einen angemessenen Betrag zu finden, muss berücksichtigt werden: die Dauer und der Umfang der Pflegeleistungen, der tägliche Aufwand für Mithilfe im Haushalt etc., die Dauer der reinen Pflegetätigkeit und ggf. damit verbundene Einkommenseinbußen Ihrer Schwester. Zudem muss der Wert des Nachlasses als Bemessungsgrundlage herangezogen werden. Beträgt der Nachlass insgesamt 30.000,00 EUR, darf dieser nicht von der Ausgleichung der Pflegeleistung aufgezehrt werden.

 

Ihre Schwester muss sich auch das Pflegegeld anrechnen lassen. Laut Gesetzt bekommt sie keinen Ausgleich, wenn sie "ein angemessenes Entgelt erhalten hat". Ich wage jedoch doch zu bezweifeln, dass 210 EUR angemessen sind, da das Pflegegeld immer sehr niedrig bemessen ist.

 

Orientieren kann man sich zum Beispiel an dem Preis, den eine professionelle Pfegekraft gekostet hätte. Diese Aufwendung hat Ihre Mutter ja eingespart. Sie könnten sich zum Beispiel bei einem Pflegedienst erkundigen, welche Pflege bei Ihrer Mutter bei Pflegestufe 1 notwendig gewesen wäre und was dies gekostet hätte. Die Kosten dürften ca. bei 4.50,00 EUR -550,00 EUR liegen, bei einer 90 min, täglichen Pflege. Ich kann jedoch von hier aus nicht einschätzen, ob Ihre Mutter weitergehende Hilfe benötigt hat. Dies zu belegen, wäre Aufgabe Ihrer Schwester.

 

Aber wie gesagt: der Ausgleichsbetrag muss auch immer in einem angemessenen Verhältnis zum vorhandenen Nachlass stehen und das Pflegegeld muss abgezogen werden.

 

Um einen teuren Erbstreit zu vermeiden, sollten Sie sich frühzeitig mit Ihrer Schwester auf einen angemessenen Betrag einigen. Sollte Sie tatsächlich 30.000,00 EUR einklagen wollen, dann lägen die Kosten für einen Anwalt allein schon bei ca. 3000,00 EUR , wenn Sie sich am Ende doch vergleichen. Die Rechtsschutzversicherungen zahlen in Erbrechtstreitigkeiten dagegen nicht.

 

 

Sofern Ihre Frage beantwortet ist, darf ich Sie höflich bitten, eine positive Bewertung vorzunehmen, durch welche die Beratung vergütet wird.

Sollten weitere Fragen bestehen oder die Antwort noch nicht den Kern Ihrer Frage trifft, nutzen Sie bitte vor einer möglichen negativen Bewertung zunächst die Nachfragefunktion (= "Frage an den Experten stellen" ).

 

Kostenlose Rechts/ und Steuerberatung ist in Deutschland gesetzlich nicht gestattet, daher bitte ich, auch dann eine positive Bewertung vorzunehmen, wenn die Frage zwar beantwortet wurde, die Antwort aber aus rechtlichen Gründen leider nicht zufriedenstellen ist. Vielen Dank!

 

Mit freundlichen Grüßen,

 

K.Nitschke
Rechtsanwältin

 

Experte:  RainNitschke hat geantwortet vor 5 Jahren.

 

Sehr geehrter Ratsuchender,

 

leider gibt es keine konkrete Formel, nach der sich der Ausgleichsbetrag für die Pflegeleistung Ihrer Schwester bemisst. Prinzipiell hätte sie einen Anspruch auf eine Entschädigung gemäß § 2057a BGB.

 

Um einen angemessenen Betrag zu finden, muss berücksichtigt werden: die Dauer und der Umfang der Pflegeleistungen, der tägliche Aufwand für Mithilfe im Haushalt etc., die Dauer der reinen Pflegetätigkeit und ggf. damit verbundene Einkommenseinbußen Ihrer Schwester. Zudem muss der Wert des Nachlasses als Bemessungsgrundlage herangezogen werden. Beträgt der Nachlass insgesamt 30.000,00 EUR, darf dieser nicht von der Ausgleichung der Pflegeleistung aufgezehrt werden.

 

Ihre Schwester muss sich auch das Pflegegeld anrechnen lassen. Laut Gesetzt bekommt sie keinen Ausgleich, wenn sie "ein angemessenes Entgelt erhalten hat". Ich wage jedoch doch zu bezweifeln, dass 210 EUR angemessen sind, da das Pflegegeld immer sehr niedrig bemessen ist.

 

Orientieren kann man sich zum Beispiel an dem Preis, den eine professionelle Pfegekraft gekostet hätte. Diese Aufwendung hat Ihre Mutter ja eingespart. Sie könnten sich zum Beispiel bei einem Pflegedienst erkundigen, welche Pflege bei Ihrer Mutter bei Pflegestufe 1 notwendig gewesen wäre und was dies gekostet hätte. Die Kosten dürften ca. bei 4.50,00 EUR -550,00 EUR liegen, bei einer 90 min, täglichen Pflege. Ich kann jedoch von hier aus nicht einschätzen, ob Ihre Mutter weitergehende Hilfe benötigt hat. Dies zu belegen, wäre Aufgabe Ihrer Schwester.

 

Aber wie gesagt: der Ausgleichsbetrag muss auch immer in einem angemessenen Verhältnis zum vorhandenen Nachlass stehen und das Pflegegeld muss abgezogen werden.

 

Um einen teuren Erbstreit zu vermeiden, sollten Sie sich frühzeitig mit Ihrer Schwester auf einen angemessenen Betrag einigen. Sollte Sie tatsächlich 30.000,00 EUR einklagen wollen, dann lägen die Kosten für einen Anwalt allein schon bei ca. 3000,00 EUR , wenn Sie sich am Ende doch vergleichen. Die Rechtsschutzversicherungen zahlen in Erbrechtstreitigkeiten dagegen nicht.

 

 

Sofern Ihre Frage beantwortet ist, darf ich Sie höflich bitten, eine positive Bewertung vorzunehmen, durch welche die Beratung vergütet wird.

Sollten weitere Fragen bestehen oder die Antwort noch nicht den Kern Ihrer Frage trifft, nutzen Sie bitte vor einer möglichen negativen Bewertung zunächst die Nachfragefunktion (= "Frage an den Experten stellen" ).

 

Kostenlose Rechts/ und Steuerberatung ist in Deutschland gesetzlich nicht gestattet, daher bitte ich, auch dann eine positive Bewertung vorzunehmen, wenn die Frage zwar beantwortet wurde, die Antwort aber aus rechtlichen Gründen leider nicht zufriedenstellen ist. Vielen Dank!

 

Mit freundlichen Grüßen,

 

K.Nitschke
Rechtsanwältin

Experte:  RainNitschke hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender,

 

leider gibt es keine konkrete Formel, nach der sich der Ausgleichsbetrag für die Pflegeleistung Ihrer Schwester bemisst. Prinzipiell hätte sie einen Anspruch auf eine Entschädigung gemäß § 2057a BGB.

 

Um einen angemessenen Betrag zu finden, muss berücksichtigt werden: die Dauer und der Umfang der Pflegeleistungen, der tägliche Aufwand für Mithilfe im Haushalt etc., die Dauer der reinen Pflegetätigkeit und ggf. damit verbundene Einkommenseinbußen Ihrer Schwester. Zudem muss der Wert des Nachlasses als Bemessungsgrundlage herangezogen werden. Beträgt der Nachlass insgesamt 30.000,00 EUR, darf dieser nicht von der Ausgleichung der Pflegeleistung aufgezehrt werden.

 

Ihre Schwester muss sich auch das Pflegegeld anrechnen lassen. Laut Gesetzt bekommt sie keinen Ausgleich, wenn sie "ein angemessenes Entgelt erhalten hat". Ich wage jedoch doch zu bezweifeln, dass 210 EUR angemessen sind, da das Pflegegeld immer sehr niedrig bemessen ist.

 

Orientieren kann man sich zum Beispiel an dem Preis, den eine professionelle Pfegekraft gekostet hätte. Diese Aufwendung hat Ihre Mutter ja eingespart. Sie könnten sich zum Beispiel bei einem Pflegedienst erkundigen, welche Pflege bei Ihrer Mutter bei Pflegestufe 1 notwendig gewesen wäre und was dies gekostet hätte. Die Kosten dürften ca. bei 4.50,00 EUR -550,00 EUR liegen, bei einer 90 min, täglichen Pflege. Ich kann jedoch von hier aus nicht einschätzen, ob Ihre Mutter weitergehende Hilfe benötigt hat. Dies zu belegen, wäre Aufgabe Ihrer Schwester.

 

Aber wie gesagt: der Ausgleichsbetrag muss auch immer in einem angemessenen Verhältnis zum vorhandenen Nachlass stehen und das Pflegegeld muss abgezogen werden.

 

Um einen teuren Erbstreit zu vermeiden, sollten Sie sich frühzeitig mit Ihrer Schwester auf einen angemessenen Betrag einigen. Sollte Sie tatsächlich 30.000,00 EUR einklagen wollen, dann lägen die Kosten für einen Anwalt allein schon bei ca. 3000,00 EUR , wenn Sie sich am Ende doch vergleichen. Die Rechtsschutzversicherungen zahlen in Erbrechtstreitigkeiten dagegen nicht.

 

 

Sofern Ihre Frage beantwortet ist, darf ich Sie höflich bitten, eine positive Bewertung vorzunehmen, durch welche die Beratung vergütet wird.

Sollten weitere Fragen bestehen oder die Antwort noch nicht den Kern Ihrer Frage trifft, nutzen Sie bitte vor einer möglichen negativen Bewertung zunächst die Nachfragefunktion (= "Frage an den Experten stellen" ).

 

Kostenlose Rechts/ und Steuerberatung ist in Deutschland gesetzlich nicht gestattet, daher bitte ich, auch dann eine positive Bewertung vorzunehmen, wenn die Frage zwar beantwortet wurde, die Antwort aber aus rechtlichen Gründen leider nicht zufriedenstellen ist. Vielen Dank!

 

Mit freundlichen Grüßen,

 

K.Nitschke
Rechtsanwältin