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RAKRoth
RAKRoth, Rechtsanwalt
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 3516
Erfahrung:  zertifizierter Testamentsvollstrecker
35468264
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RAKRoth ist jetzt online.

Nachdem meine Ehemann verstorben ist, besteht eine Erbengemeinschaft

Kundenfrage

Nachdem meine Ehemann verstorben ist, besteht eine Erbengemeinschaft aus vier Personen (Mutter und vier Kinder, davon stehen zwei Kinder unter Betreuung). Zur Erbengemeinschaft gehören drei Grundstücke und Geldvermögen (nachstehend üb-riges Nachlassvermögen genannt).

Das Vormundschaftsgericht weigert sich nach einer entsprechenden Belehrung durch den Notar, die ohne Angaben von Gründen erfolgt ist, zwei Teilauseinandersetzungs-verträge nebeneinander zu genehmigen. Es wurde ein privatschriftlicher Vertag über die Erbauseinanderssetzung des "übrigen Nachlassvermögens" und ein notarieller Vertrag über die Auseinandersetzung des "Grundvermögens" zur Genehmigung vor-gelegt.

Nun mein Problem: sind das Vormundschaftsgericht und die Ergänzungsbetreuer be-rechtigt, die seit sieben Jahren laufende Erbauseinandersetzungen zu blockieren, in dem sie unter Berufung auf den Gesamtheitsgrundsatz davon ausgehen, dass die gesamte Erbauseindersetzung in einem "einheitlichen notariellen Vertrag" zu erfolgen hat? Aus dem § 2042 BGB kann ich dies nicht entnehmen. Einen rechtsbehelfsfähi-gen Bescheid habe ich hierüber von Seiten des Vormundschaftsgericht bisher nicht erhalten.
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Erbrecht
Experte:  RAKRoth hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank XXXXX XXXXX Anfrage.

Den Vorschriften des Erbrechts über die Erbengemeinschaft ist immanent, dass jeder Miterbe einen Anspruch auf Vollauseinandersetzung hat.
Im Hinblick auf Teilauseinandersetzung gibt das BGB leider nichts her.

Eine Teilauseinandersetzung kann daher grundsätzlich nicht verlangt werden, es sei denn, dass dies im Rahmen eines Testaments ausdrücklich geregelt ist.

Vor diesem Hintergrund ist das Verhalten der Betreuer sowie des Betreuungsgerichts nachvollziehbar.
RAKRoth und weitere Experten für Erbrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Erneut posten: Ungenaue Antwort.
Auch zwei getrennte Teilerbauseinander-setzungsverträge haben eine Vollauseinander-
setzung zum Ziel.
Der Unterschied besteht nur darin, dass einer der Verträge nur der privatschriftlichen Form bedarf. Dies ist wesentlich billiger als ein notariell be-
urkundeter Gesamtauseinandersetzungsvertrag.
Der Hinweis, dass das Verhalten der Betreuer sowie des Betreuungsgerichts nachvollziehbar sei,
ist keine Antwort auf meine Frage.


Experte:  RAKRoth hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

Ihren Einwand kann ich nicht nachvollziehen.

Ich habe Ihnen die Vorgaben des BGB eindeutig und klar erklärt. Das BGB unterscheidet bei der Frage eines eventuellen Anspruchs auf Teilauseinandersetzung nicht nach Kostengesichtspunkten.

Nochmals, wenn sich aus einem Testament kein Anspruch auf Teilauseinandersetzung ergibt, wäre das Verhalten des Betreuungsgerichts und der Betreuer rechtmäßig. Daran besteht kein rechtlicher Zweifel.

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