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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 26844
Erfahrung:  Langjährige Tätigkeit auf dem Gebiet des Zivilrechts
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Unser Haus hatte vor 15 Jahren einen Herstellungwert von co

Kundenfrage

Unser Haus hatte vor 15 Jahren einen Herstellungwert von co 900.000,00€
48% Privat Ehefrau und 52% Ehegatte. ( Zugewinn Situation ) Teileigentum Situation !

angenommen Ehemann stirbt vorher, was muss Ehefrau dem Kind/er als Pflichteil von Vater!
bezahlen ?
Auch angenommen es ist noch Geld da, muss das alles angegeben werden?
Wer prüft das ?
Macht es event Sinn die 52 % zu Schenken ?
Vielen Dank XXXXX XXXXX Antwort!
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Erbrecht
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Darf ich Sie fragen:

Sie sprechen vom Pflichtteil der Kinder:

Existiert ein Testament?

Wenn Geld da ist, befindet sich dies auf einem gemeinsamen Konto?


Mit freundlichen Grüßen


Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Berliner Testament ist seit Jahren da, das Geld ist vom Verkauf eines Hotels nach Abzug der Bankverbindlk. ist " etwas " Geld übrig.
Besitzerin ist die Ehefrau, Soll Ehefrau Geld auf Ihren Namen anlegen, oder gilt hier der Zugewinn ?
zur Zeit noch in Verhandlung mit dem Käufer,
Ja, Pflichtteil der Kinder .
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt:

1. Höhe des Pflichtteils

Wenn der Ehemann vorverstirbt so muss die Ehefrau den Kindern den Pflichtteil bezahlen, § 2303 BGB.

Der Pflichtteilsanspruch beträgt die Hälfte des Wertes des gesetzlichen Erbteils.

Dabei ist die Ehefrau nach § 1931,1371 BGB Erbin zu 1/2 (1/4 Erbe und 1/4 Pauschaler Zugewinn nach § 1371).

Die andere Hälfte des Nachlasses erhält das Kind nach § 1924 BGB als Erbe erster Ordnung. Sind mehrere Kinder vorhanden, so wird diese Hälfte gleichmäßig aufgeteilt.

Da der Pflichtteilsanspruch die Hälfte beträgt, so erhalten die Kinder insgesamt 1/4 des Nachlasses des Ehemanns.

2. Geldvermögen

Wenn noch Geld da ist, so muss dies dann angegeben werden, wenn es dem Ehemann zuzuordnen ist, also wenn es auf einem Konto mit seinem Namen liegt oder (Hälftig) wenn es auf einem gemeinsamen Konto liegt.

3. Überprüfung:

Die Pflichtteilsberechtigten haben gegen die Erbin (Ehefrau) einen Anuskunftsanspruch und einen Anspruch auf Fertigung eines Nachlassverzeichnisses. Anhand dieses Verzeichnisses können die Kinder den Umfang des Nachlasses überprüfen.

4. Schenkung:

Nein, denn die Schenkung führt nach § 2325 BGB zu einem Pflichtteilsergänzungsanspruch. Das bedeutet wenn die 52% der Ehefrau geschenkt werden, so werden sie dem Nachlass fiktiv wieder hinzugerechnet und erhöhen dann wieder den Pflichtteilsanspruch. Bei Eheleuten gilt auch die Begrenzung von 10 Jahren nicht.

5. Geldanlage auf den Namen der Frau

Wenn die Ehefrau vom Verkauf ihres Hotels noch Geld übrig hat, dann sollte sie dies auf ein Konto anlegen, welches ausschließlich auf ihren Namen lautet. Tut sie dies nicht, so besteht die Gefahr, dann das Geld in den Nachlass des Ehemannes fällt (zum Beispiel bei einem gemeinsamen Konto).




Wenn Sie Rückfragen haben, dann fragen Sie gerne nach.

Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten und damit das ausgelobte Honorar freizugeben.




Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt