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ClaudiaMarieSchiessl
ClaudiaMarieSchiessl, Rechtsanwältin
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 16354
Erfahrung:  Seit 20 Jahren als Rechtsanwältin zugelassen, Korrespondenzsprachen: deutsch und englisch, umfangreiche und langjährige Tätigkeit auf dem Gebiet des Erbrechts, zwei Fachanwaltstitel
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Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Erbrecht hier ein
ClaudiaMarieSchiessl ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, mein Name ist Renate Mensah.

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren,
mein Name ist Renate Mensah. Ich halte mich zurzeit in Deutschland auf, weil mein Vater am 21.7.2012 (93 jährig) verstorben ist. Ich habe meinen Wohnsitz in Ghana und Deutschland. Ich wurde am 16.09.1944 unehelich geboren und habe die folgenden Jahre bei meiner Mutter gelebt, die mein Vater nicht geheiratet hat. Mein Vater hatte mt seiner späteren Frau ein Berliner Testament gemacht, welches er nach dem Tode seiner Frau geaendert hat. Der Inhalt des Testamentes ist mir im Einzelnen nicht bekannt. Meines Wissens gibt es einen größeren Geldbetrag als Erbmasse. Sein hochwaertiges Haus hat er an meine juengste Stiefschwester vor weniger als 10 Jahren geschenkt. Nun ist meine Frage an Sie, ob ich erbberechtigt bin und eine Anfechtung des Testamentes erfolgreich sein kann.
Senden Sie Ihre Antwort bitte an folgende mir nahestehende E-Mail Adresse:[email protected]
Ich bitte Sie nachdrücklich, diese Anfrage als vertraulich zu behandeln.

gez.: Renate Mensah
12.08.2012
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Erbrecht
Experte:  ClaudiaMarieSchiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,


leider sind Sie nicht erbberechtigt, weil Sie zu früh geboren sind


Es sei denn Ihr Vater hätte sich im Gebiet der ehemaligen DDR aufgehalten hatuch ein nichteheliches Kind, das vor dem 1.7.1949 geboren wurde, hat ein volles Erbrecht wie ein eheliches Kind, wenn der nichteheliche Vater vor dem 3.10.1990 seinen Aufenthalt in der DDR hatte.

Das entscheidende Kriterium für das gesetzliche Erbrecht des vor dem 1.7.1949 geborenen nichtehelichen Kindes ist der gewöhnliche Aufenthalt des Vaters vor dem 3.10.1990.








Ich erkläre es Ihnen:



Ab dem 1.4.1998 tritt das Gesetz zur erbrechtlichen Gleichstellung nichtehelicher Kinder (Erbrechtsgleichstellungsgesetz - ErbGleichG) in Kraft.



Aufgrund dieses Gesetzes werden die §§ 1934a-1934e, 2338a BGB gestrichen.



Der Erbersatzanspruch des nichtehelichen Kindes ist somit für Erbfälle ab dem 1.4.1998 außer Kraft getreten.




Für nichteheliche Kinder, die vor dem 1.7.1949 geboren sind, bleibt es jedoch dabei, dass keinerlei erbrechtliche Ansprüche zwischen ihnen und der väterlichen Familie bestehen.




Entscheidend ist hierbei jedoch, wo der Vater des nichtehelichen Kindes vor dem 3.10.1990 seinen gewöhnlichen Aufenthalt hatte.





Hatte er ihn in der Bundesrepublik Deutschland, gilt oben Gesagtes.


Hatte er seinen gewöhnlichen Aufenthalt vor dem 3.10.1990 in der ehemaligen DDR, so gilt gem. Art. 12 § 10 NEhelG, der nicht der Übergangsregelung des Art. 235 § 1 Abs. 2 des Einführungsgesetzes zum Bürgerlichen Gesetzbuch (EGBGB) unterliegt, das Zivilgesetzbuch (ZGB) der DDR. weist zu Recht darauf hin, das mit der unterschiedlichen Regelung für die vor dem 1.7.1949 geborenen Kinder auf Jahrzehnte hinaus eine abweichende Behandlung solcher Fälle bestehen bleibt.



Diese Zäsur ist durch das Bundesverfassungsgericht für zulässig erklärt worden.




Auch ein nichteheliches Kind, das vor dem 1.7.1949 geboren wurde, hat ein volles Erbrecht wie ein eheliches Kind, wenn der nichteheliche Vater vor dem 3.10.1990 seinen Aufenthalt in der DDR hatte.

Das entscheidende Kriterium für das gesetzliche Erbrecht des vor dem 1.7.1949 geborenen nichtehelichen Kindes ist der gewöhnliche Aufenthalt des Vaters vor dem 3.10.1990















Experte:  ClaudiaMarieSchiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,


haben Sie noch Fragen ? Sehr gerne


Bitte gleich hier fragen und nicht auf habe Rückfragen klicken


Wenn Sie keine Fragen mehr haben bitte ich höflich um positive Bewertung

danke

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