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RAScholz
RAScholz, Rechtsanwalt
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 1976
Erfahrung:  Rechtsanwalt
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RAScholz ist jetzt online.

Hallo, meine Mutter ist im Dezember verstorben und hatte kurz

Kundenfrage

Hallo,
meine Mutter ist im Dezember verstorben und hatte kurz vorher einen Kredit abgeschlossen.
Ich habe mit der Bank gesprochen. Die Bank sagte uns, dass den Rest eine Versicherung zahlen würde.
Nunmehr 8 Monate später stellen die Bank die Forderung zur Zahlung des Restbetrages, denn nur ein Teil soll von der Versicherung gezahlt worden sein.
Wann habe ich vom überschuldeten Nachlass erfahren und wann hätte ich das Erbe ausschlagen sollen oder müssen. Ist es so, dass ich von einem damaligen Irrtum des Nachlasses ausgehen konnte, da mir die Bank ja sagte, dass alles beglichen wird.
Was habe ich heute noch für Möglichkeiten?
Herzlichen Dank für eine Antwort
Torsten Brandis
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Erbrecht
Experte:  RAScholz hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

die Forderung der Bank ging auf Sie als Erben über. Da ist nichts zu machen.

Ausschlagen können Sie nicht mehr, die Frist ist verstrichen.

Wenn Sie sich über den Bestand der Erbschaft unklar sind, sollten Sie die Nachlassinsolvenz/Nachlassverwaltung beantragen, denn dann haften Sie für die Verbindlichkeiten nur mit dem Nachlass und nicht auch mit Ihrem privaten Vermögen. Den Antrag stellen Sie beim Nachlassgericht. Im Rahmen dieses Verfahrens hätten Sie Auskunft über den Bestand des Nachlasses und der Ihnen bekannten Verbindlichkeiten zu machen. Soweit der Nachlass reicht, wird er für die Kosten des Verfahrens und die Schulden verwandt. Was übrig bleibt, bleibt bei Ihnen. Bleibt nichts übrig, haften sie zumindest nicht persönlich für die Schulden.
RAScholz, Rechtsanwalt
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 1976
Erfahrung: Rechtsanwalt
RAScholz und weitere Experten für Erbrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Herzlichen Dank für ihre Antwort.
Zunächst noch eine Frage hierzu:
Handelt es sich nicht um eine Täuschung der Bank, indem zunächst von einem Ausgleich der Forderung gesprochen wird und erst Monate später die Forderung gestellt wird. Insofern war mir der (fordernde oder negative) Erbfall mir ja nicht bekannt. Wie ist das rechtlich zu würdigen?
Aber herzlichen Dank für den Hinweis auf die Nachlassverwaltung/insolvenz. Was heißt aber hier: Bleibt nichts übrig, haften sie zumindest nicht persönlich für die Schulden. Wer haftet dann für die Schulden oder wer bezahlt sie?
Experte:  RAScholz hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

gegen die Bank werden keine Schritte möglich sein. Nach dem Tode der Mutter gehörten Kreditverbindlichkeiten zum Nachlass, für den die Erben grundsätzlich haften. Die Auskunft der Bank mag falsch gewesen sein, das hindert aber nicht den Anspruch, etwas Anderes wäre gewesen, wenn die Bank verzichtet hätte, was aber nicht der Fall gewesen ist. Freilich geht es nicht zu Ihren Lasten, wenn Sie sich auf die Auskunft der Bank verlassen hatten. Nachlassinsolvenz können Sie ja immer noch mit befreiender Wirkung für sich beantragen.

Für die Schulden haftet, um auf Ihre zweite Frage einzugehen, im Falle der Nachlassinsolvenz und der Nachlass als solcher. Wenn der Nachlass nicht ausreicht, hat der Gläubiger das Nachsehen.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Hallo nochmal,
wie wird in der Nachlassinsolvenz mit Beerdigungskosten und den noch austehenden Mieten umgegangen? Wird das vom "Guthaben" abgezogen, weil das ja eng verbunden ist mit dem Nachlass?
Danke
Experte:  RAScholz hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

die Mieten und Beerdigungskosten werden von der Nachlassinsolvenz umfasst, es handelt sich hier auch um Nachlassverbindlichkeiten.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Das war alles sehr gut beantwortet! Vielleicht haben sie noch einen Hinweis, wo diese sog. Masseverbindlichkeiten (Beerdigung, Mieten) im Antrag einzutragen sind. Ich finde dort keine Möglichkeit die passt.
Experte:  RAScholz hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

schreiben Sie die Verbindlichkeiten einfach in den Antrag und etwa in Klammern dahinter, wofür die Verbindlichkeiten sind. Das dürfte ausreichen.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
1. Leider finde ich in dem Antrag, welcher mir als Standard vorliegt keine Möglichkeit Verbindlichkeiten einzutragen. Dort gibt es nur Anlage 3 Gläubiger und Forderungsverzeichnis. da kann ich die Bankforderung eintragen. Oder muss ich ein formloses Beiblatt mit den Restverbindlichkeiten benutzen und anhängen.
2. Muss ich eine Inventarliste der Wohnungsgegenstände beifügen, wenn ich angekreuzt habe: "Sonstiger Hausrat - ja nur im Rahmen bescheidener Lebensführung"?
Ich glaube, dass war dann die letzte Nachfrage und bedanke mich nochmals.
Experte:  RAScholz hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

zu 1. : Legen Sie ein Blatt bei, in dem die Gläubiger mit Ihren Forderungen stehen, damit sind diese dann zu Kenntnis des Gerichts getragen, worauf es auch ankommt.

zu 2. : Zunächst nicht, wenn das Gericht danach fragen sollte, legen Sie eine Liste vor.

Bei Unklarheiten fragen Sie nach.

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