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RAScholz
RAScholz, Rechtsanwalt
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 1982
Erfahrung:  Rechtsanwalt
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Hallo und guten Tag,meine Exfrau und ich sind seit 2 Jahren

Kundenfrage

Hallo und guten Tag,meine Exfrau und ich sind seit 2 Jahren geschieden. Wir haben eine gmeinsame Immoblie.
Mittlerweile möchte ich im August wieder heiraten. Meine Exfrau und ich sind aber einig, dass wir einen bestimmten Betrag von 290 TSD. erzielen möchten.Nach Hinzuziehung mehrer Makler habe ich jetzt festgestellt das diese nur ihren eigenen Profit suchen. Sie sagen marktmöglich wären hier in unserer Gegend 250-260 TSD. drin. Jetzt hat einer der Makler, meiner Exfrau geraten es in die Zwangsversteigerung Ich habe meiner Exfrau gesagt das sie sich selber dann sehr schadet.
Ausserdem das der Preis dann nur noch ca. 220 beträgt, sinkt der Anteil meiner Exfrau sehr .Sie hatte mir damals einen stattlichen Schuldenberg hinter lasse.Seit 2 Jahren trage ich alle Ratenzahlungen für gemeinsame Kredite ab.Da ich das Haus sehr gerne behalten möchte.Können Sie mir bitte einen Rat geben. Ist eine Beantragung der Zwangsversteigerung gegen meinen Willen überhaupt möglich.
Ich möchte mich auf diesem Wege schon einmal bedanken.
mfg.
Dietmar Lübkemann
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Erbrecht
Experte:  RAScholz hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

so schade das auch ist, kann Ihre Frau die Teilungsversteigerung gemäß § 180 ZVG beantragen, auch gegen Ihren Willen.

§ 180 ZVG lässt zwei Rechtsmittel zu:

Abs. 2: " Die einstweilige Einstellung des Verfahrens ist auf Antrag eines Miteigentümers auf die Dauer von längstens sechs Monaten anzuordnen, wenn dies bei Abwägung der widerstreitenden Interessen der mehreren Miteigentümer angemessen erscheint. Die einmalige Wiederholung der Einstellung ist zulässig. § 30b gilt entsprechend."

§ 30b ZVG regelt, dass Sie zwei Wochen ab Zustellung einer Belehrung, dass Sie die einstweilige Einstellung beantragen können, Zeit haben, die Einstellung zu beantragen. Der Antrag wäre zu begründen, die Gründe sind glaubhaft zu machen, also am Besten gleich zu beweisen. Gegenständlich wäre hier die widerstreitende Interessenlagen von der das Gericht den Eindruck gewinnen muss, dass hier eine einstweilige Einstellung geboten ist.

Ein weiteres Rechtsmittel sieht Abs. 3 vor: "Betreibt ein Miteigentümer die Zwangsversteigerung zur Aufhebung einer Gemeinschaft, der außer ihm nur sein Ehegatte oder sein früherer Ehegatte angehört, so ist auf Antrag dieses Ehegatten oder früheren Ehegatten die einstweilige Einstellung des Verfahrens anzuordnen, wenn dies zur Abwendung einer ernsthaften Gefährdung des Wohls eines gemeinschaftlichen Kindes erforderlich ist. Die mehrfache Wiederholung der Einstellung ist zulässig. § 30b gilt entsprechend. Das Gericht hebt seinen Beschluß auf Antrag auf oder ändert ihn, wenn dies mit Rücksicht auf eine Änderung der Sachlage geboten ist."

Diese Variante kommt freilich nur dann in Betracht, wenn Sie ein gemeinsames Kind hätten, das durch die Versteigerung betroffen wäre.