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Tobias Rösemeier
Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  Fachanwalt f. Familienrecht
37896974
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Tobias Rösemeier ist jetzt online.

erbrechte Kinder nach Todschlag

Kundenfrage

guten Morgen folgender Fall 1987 (Alter damals 8,5Jahre) tötete mein Vater meine Mutter nach einem Streit - versenkte sie in einem See und wurde letzendlich zu 8 Jahren wg Todschlags + 1 Jahr später wegen Versicherungsbetrug (kassierte vor Verurteilung 100.000 DM aus der Lebensversicherung meiner Mutter) Außerdem investierte meine Mutter damals mind 200.000 DM als Anteil für den Hausbau, welches für ca 400.000 DM verkauft wurde nach Inhaftierung. Zusätzlich wurden nach Umzug die Kindersparbücher geräumt und zu später noch die Halbwaisenrente anteilig bzw auch einen vierstelligen Sparbetrag vom Vater für dubiose Geschäftsverfahren (Pyramidensystem) falsch investiert. Bis zum Alter (meins) von ca Mitte 20ig war der einige finanzielle Background der Offenbahrungseid meines Vaters und dann die plötzliche Kundgebung Lebensversicherung sei durch eine eigene Lebensversicherung "längst" ausgeglichen worden (zwei Häuser hatte er danach zusätzlich gebaut (1 verkauft 2tes wieder neu gebaut) - tja nach all dem Trauma und dem Mangel an Informationen stellt sich mir nun die Frage, welcher Anteil mir und meinem Bruder zugestanden hätte von Versicherung und Hausverkauf und in wie weit hat man denn heutzutage nocxh das Recht etwas (und was genau davon) nachzufordern. danke XXXXX XXXXX für Ihre Antwort MfG Nicole W


 


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Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Erbrecht
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,

Ihre Frage beantworte ich unter Berücksichtigung Ihrer Schilderung wie folgt:

Der gesetzliche Erbanteil von Ihnen und Ihrem Bruder hat 50% des Nachlasses der Mutter betragen.

Dies gilt unter der Voraussetzung dass die Eltern im Güterstand der Zugewinnsgemeinschaft gelebt haben.

Der Erbanspruch bestand in den Nachlass der Mutter, also in die Vermögenswerte, die zum Zeitpunkt des Todes in deren Eigentum stand. Vermögensmindernd sind naturgemäß aber auch seinerzeit bestehende Verbindlichkeiten (Kredite, Schulden) in Abzug zu bringen.

Da Sie zum Zeitpunkt des Todes der Mutter offensichtlich minderjährig waren, oblag die Vermögensverwaltung dem Vater, soweit dieser das Sorgerecht weiterhin innehatte, und damit auch die Verwaltung Ihrer Erbansprüche.

An und für sich liegt immer noch eine ungeteilte Erbengemeinschaft vor, wenn seinerzeit oder zu einem späteren Zeitpunkt keine Erbauseinandersetzung stattgefunden hat.

Ansprüche aus der Vermögensverwaltung unterliegen der Verjährung. Verjährungsbeginn dürfte spätestens mit Eintritt der Volljährigkeit anzunehmen sein, so dass dann Ansprüche auf Rückerstattung hätten geltend gemacht werden können und müssen.

Aus der Ferne ohne weitere Kenntnis aller Umstände kann nur bedingt eingeschätzt werden, ob vorliegend noch erfolgversprechend Ansprüche geltend gemacht werden können. Hier wäre auf jeden Fall die Verjährung eingehend zu prüfen, aber auch ob und wie wie fern und in welcher Form möglicherweise eine Erbauseinandersetzung stattgefunden hat.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen zunächst eine erste rechtliche Orientierung geben.

Bitte fragen Sie nach, wenn weiterer Klärungsbedarf besteht und nehmen Sie bitte erst nach Klärung eine Bewertung der Beantwortung vor.







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