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ClaudiaMarieSchiessl
ClaudiaMarieSchiessl, Rechtsanwältin
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 17045
Erfahrung:  Seit 20 Jahren als Rechtsanwältin zugelassen, Korrespondenzsprachen: deutsch und englisch, umfangreiche und langjährige Tätigkeit auf dem Gebiet des Erbrechts, zwei Fachanwaltstitel
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ClaudiaMarieSchiessl ist jetzt online.

meine sch wester hat vor 20j für einen hausbau 265.000 mark

Kundenfrage

meine sch wester hat vor 20j für einen hausbau 265.000 mark bekommen von meinen eltern jetzt ist mein vater gestorben in seinem nachlass sin 55.000euro
mein bruder,meine schwester und natürlich meine mutter und ich sind sind erben
muß/kann die damalige summe von 265.000 auf ihr erbe angerechnet werden
danke
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Erbrecht
Experte:  ClaudiaMarieSchiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehretr Ratsuchender,


vielen Dank für Ihre Anfrage bei Just Answer.



Bei der Anrechenbarkeit von Zuwendungen zu Lebzeiten des Erblassers verhält es sich wie folgt.


Ob eine Zuwendung zu Lebzeiten der Erblasser auf das Erbe anzurechnen ist, hängt maßgeblich vom Zweck der Zuwendung ab.



So genannte Ausstattungen (z.B. Aussteuer zur Hochzeit, die Starthilfe für die Aufnahme einer selbständigen Tätigkeit) sind auszugleichen, wenn der Erblasser bei der Zuwendung nicht ein Anderes angeordnet hat.



Zuschüsse, welche die Eltern regelmäßig gewährt haben und die nach ihrem Willen als (zusätzliche) Einkünfte verwendet werden sollten (z.B. Unterhalt während eines Praktikums), sind nur dann ausgleichspflichtig, wenn sie „übermäßig" sind.




Eine Ausgleichspflicht besteht schließlich auch für solche Zuwendungen, welche nicht unter die vorgenannten Kategorien fallen, wenn sie vom Erblasser angeordnet worden ist.





Wenn also das Geld zum Kauf des Hauses dazu diente, dass Ihre Schwester eine wirtschaftliche Selbständigkeit begründet, oder aber wenn der Vater bei der Zuwendung bestimmt hat, dass sie das erhaltene ausgleichen muss ( das kann er mündlich, oder im Testament machen) muss Ihre Schwester es ausgleichen.






Ich hoffe, dass ich die Frage zu Ihrer Zufriedenheit beantworten konnte.


Wenn nicht, fragen Sie bitte so lange nach, bis Sie zufrieden sind.


Wenn ich Ihre Frage beantwortet habe bitte ich höflich darum, mich positiv oder neutral zu bewerten, damit ich bezahlt werde.


Vielen Dank







Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
wieso das auf die selbstständigkeit zutrifft verstehe ich ja aber wenn man für ein haus soviel geld kriegt und das nicht ausgeglichen wird versehe ich nicht.
Experte:  ClaudiaMarieSchiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,



das erklärt sich so, dass im Erbrecht dem Willen des Erblassers eine sehr sehr hohe Bedeutung beigemessen wird.

Wenn er etwas schenkt dann wird davon ausgegangen, dass er nicht will, dass dies ausgeglichen wird, es sei denn er äußert explizit etwas anderes.



Eine Ausnahmen wird bei den Ausstattungen gemacht, bei denen es erforderlich ist, dass der Erblasser bestimmen muss, dass hier kein Ausgleich erfolgt, damit diese dem Beschenkten anrechnugnsfrei verbleibt.