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RA_UJSCHWERIN
RA_UJSCHWERIN, Rechtsanwalt
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 2625
Erfahrung:  Rechtsanwältin
61158677
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Erbrecht hier ein
RA_UJSCHWERIN ist jetzt online.

Hallo, mein Vater ist verstorben. Vor seinem Tod hat er mich,

Kundenfrage

Hallo,
mein Vater ist verstorben. Vor seinem Tod hat er mich, seine Tochter, beauftragt von seinen Konten die möglichen Beträge (Sparbuch 2000 € im Monat & Giro entsprechend Ausgaben, für dieses Konto war ich unterschriftsberechtigt) abzuheben, Zeugen für den Auftrag seine Schwester und sein Schwager. Er hat festgelegt, dass dieses Geld (8000€) seine Enkelkinder (meine Kinder) bekommen sollen. Mit dem Weihnachtsgeschenk von je 1000 € hat jeder der Enkelkinder von ihm persönlich insgesamt 5000 € erhalten. Zeugen das dies so geschehen sollte, sind ebenfalls oben genannte, da er es ihnen unabhängig bei einem Besuch erzählt hat.
Nach seinem Tod behaupten nun meine Brüder, zu je einem Viertel erbberechtigt, die die letzten 20 Jahre keinen! Kontakt zu ihm hatten, ich hätte seine Konten geplündert. Was soll ich tun, müssen meine Kinder das Geld zurück geben. Für alles andere an Buchungen Bestattung ... gibt es ordentliche Belege.
Kann ich einen Betrag für Grabpflege beanspruchen, da ich die einzigste sein werde, die das Grab pflegt?
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Erbrecht
Experte:  RA_UJSCHWERIN hat geantwortet vor 4 Jahren.
Werte Fragestellerin,

ich möchte Ihnen zunächst mein Beileid aussprechen.

Können Sie bitte mitteilen, wann die Abhebungen vom Konto vorgenommen worden sind?

Ihr Vater hat offenbar kein Testament hinterlassen? Wie viele Erben gibt es?
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Hallo Frau Schwerin,

 

der Betrag von 8000 € vor dem Todestag und der Restbetrag von 2000 € in einer Summe von insgesamt 4500 € nach dem Todestag. Die Summe 4500 € setzt sich aus Kosten zusammen, die ich vorab, mit Belegen (Krankenhaustagegeld, Kurkosten Physioth, Einkäufe) und eben aus dem verschenkten Geld für meinen Vater, während seiner Krankheit ausgelegt habe. Er wollte eine größere Summe von seinem Sparbuch kündigen, deshalb war das für mich kein Problem.

Mein Vater hat kein Testament gemacht, wollte dies noch schnellstmöglich tun, nachdem er die Wichtigkeit erkannt hatte, wie schnell etwas passieren kann, hat es aber nicht mehr geschafft. Ich habe den Erbschein beantragt, wir sind 4 Kinder und jeder erbt zu 1/4.

Experte:  RA_UJSCHWERIN hat geantwortet vor 4 Jahren.
Werte Fragestellerin,

vielen Dank XXXXX XXXXX Nachricht.

Es ist leider ungünstig, dass der Vater hier keinen letzten Willen hinterlassen hat.

Soweit Sie hier nach dem Todestag Verfügungen vorgenommen haben, müssen Sie die entsprechenden Kosten die diesem Betrag entgegenstehen, den Geschwistern nachweisen. Selbstverständlich sind Auslagen für das Krankenhaus, Kurkosten und etc.) erst einmal aus dem Nachlass zu erstatten.

Was die Schenkungen aber angeht, so haben hier die Geschwister Pflichtteilsergänzungsansprüche nach § 2325 BGB.

Verschenkt der Erblasser innerhalb von 10 Jahren vor dem Erbfall Geld, so vermindert er damit das Erbe.

Aus den 8.000 € für die Schenkungen haben also die Geschwister Pflichtteilsergänzungsansprüche in Höhe der Hälfte des gesetzlichen Erbteils, also jeweils zu 1/8.

Es tut mir leid, Ihnen keine günstigere Antwort geben zu können.
RA_UJSCHWERIN, Rechtsanwalt
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 2625
Erfahrung: Rechtsanwältin
RA_UJSCHWERIN und 3 weitere Experten für Erbrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Die noch offene Frage war:

Kann ich einen Betrag für Grabpflege beanspruchen, da ich die einzigste sein werde, die das Grab pflegt?

Experte:  RA_UJSCHWERIN hat geantwortet vor 4 Jahren.
Werte Fragestellerin,

bitte entschuldigen Sie, gerne beantworte ich die noch offene Frage.

Es ist rechtlich umstritten, ob die Grabpflege als Nachlassverbindlichkeit in Abzug gebracht werden kann. Hier gab es ein Urteil des Bundesgerichtshofes aus 1973, wonach die Grabpflege keine Nachlassverbindlichkeit darstellt.

Zwischenzeitlich gibt es aktuell aber Urteile niedrigere Gerichte, die aufgrund der steuerlichen Berücksichtigung der Grabpflege diese als Nachlassverbindlichkeit gem. § 1968 BGB zumindest für die Mindestliegezeit als solche bejahen.

Sie können also die Grabpflege für die Mindestzeit der Grabstätte als Nachlassverbindlichkeit in Abzug bringen und sich hier insbesondere auf ein Urteil des Amtsgericht Neuruppin berufen.

http://www.gerichtsentscheidungen.berlin-brandenburg.de/jportal/?quelle=jlink&docid=KORE530142008&psml=sammlung.psml&max=true&bs=10

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