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Tobias Rösemeier
Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 16814
Erfahrung:  Fachanwalt f. Familienrecht
37896974
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Erbrecht hier ein
Tobias Rösemeier ist jetzt online.

hallo, meine frau ist eigentümerin einer wohnung. in dieser

Kundenfrage

hallo,
meine frau ist eigentümerin einer wohnung. in dieser wohnen wir seit 30 jahren.
jetzt hatten wir vor dem sohn (nicht mein leiblicher) die wohnung zu schenken.
wir wollen aber natürlich ein lebenslanges wohnrecht behalten.
der sohn möchte uns trotz der schenkung einen betrag x bezahlen.
nun sagt sein berater ( notar ) das das wohnrecht dem finanzamt gegenüber wie
eine miete anzurechnen ist, das würde bedeuten das er summe x bezahlt + summe y
für das wohnrecht= summe c und zwar rechnen die das auf 10 jahre hoch.
ist das richtig? ich kann nämlich nirgends so etwas finden und habe den verdacht
das das nicht in ordnung ist. außerdem sagt der sohn laut notar das er das wohnrecht nur auf seine mutter übertragen kann weil ich sonst im todesfall meiner frau eine riesige summe an erbschaftsteuer zu bezahlen hätte für dieses wohnrecht.
das kann doch alles nicht stimmen, oder?
könnt ihr mir schon etwas raten oder soll ich gleich einen steueranwalt einschalten und was würde soetwas ungefähr kosten?
für antworten danke XXXXX XXXXX mal im voraus.
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Erbrecht
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank XXXXX XXXXX Anfrage, die ich gerne wie folgt unter Berücksichtigung des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes beantworte.

Wenn Ihre Ehefrau Alleineigentümerin der Immobilie ist, wäre die Eintragung des Wohnrechtes zu Ihren Gunsten tatsächlich eine Schenkung des Stiefsohnes an Sie und unterläge bei Ihnen dann der Schenkungssteuer.

Von daher wäre es sinnvoll, wenn Ihre Ehefrau als Eigentümerin des Hauses Ihnen noch das Wohnrecht einräumt und eine Übertragung an den Sohn dann mit dem Wohnrecht zu Ihren Gunsten im Wege der Teilschenkung erfolgt. Dann schenkt Ihre Frau das Haus bereits mit einem zu Ihrem Gunsten eingetragenen Wohnrecht.

Der Stiefsohn muss dann im Gegenzuge Ihrer Mutter ein Wohnrecht eintragen, was allerdings keine Schenkungssteuer auslöst, sondern auf seiner Seite die Schenkungssteuer mindern würde, weil ja die Immobilie belastet verschenkt wird.

Für die Bemessung des Wohnrechtes wird tatsächlich die ortsübliche Miete für das Objekt und im zweiten Schritt Ihre Lebenserwartung herangezogen.

Zwischen Ihnen und Ihrer Ehefrau haben Sie einen Freibetrag von 500.000 €. Der Stiefsohn einen Freibetrag von 400.000 € nach seiner Mutter und auch nach Ihnen.

Sie sollten aber auch ein Wohnrecht für Sie bestehen, denn ansonsten müssten Sie das Objekt nach dem Tod Ihrer Ehefrau verlassen und hätten keine weiteren Nutzunsansprüche.

Bitte fragen Sie gerne nach, bei weiterem Klärungsbedarf.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

hallo sehr geehrter herr rösemeier,

 

erst einmal vielen dank für ihre info.

wo muß ich denn das wohnrecht für mich von meiner frau eintragen lassen?

muß ich mit ihr zum notar?

ist es ansonsten sinnvoller mich als miteigentümer einzutragen?

denn meine frau hat damit kein problem sie will auf jeden fall vermeiden

das ich irgendwann auf der strasse stehe.

und könnte ich als miteigentümer meinem stiefsohn meinen anteil der

wohnung quasi auch schenken im rahmen von 400000,- euro also sozusagen 2 x 400000,- ( wir als ehepaar) und was würde das bedeuten?

Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

ja Ihre Frau muss Ihnen bei einem Notar das Wohnrecht übertragen und das wird dann in das Grundbuch eingetragen.

Als Mitgeigentümer müssen Sie sich nicht eintragen lassen, das würde nur erhebliche Kosten machen. Durch das Wohnrecht ist gewährleistet, dass Sie die Immobilie bis zu Ihrem Tod nutzen können.

Alternativ könnten Sie aber auch eine Übertragung des Miteigentums vornehmen und dann eine Übertragung an den Stiefsohn im Nachgang auch vornehmen. Auch bei Stiefkindern bleibt es bei dem Freibetrag von 400.000 €.

Zusammen haben Sie mit Ihrer Ehefrau einen Schenkungsfreibetrag von 800.000 € gegenüber dem Sohn/Stiefsohn.

Wenn der Wert des Hauses also über 400.000 € ist, wäre eine Übertragung von Ihrer Ehefrau an Sie und dann von Ihnen beiden an den Stiefsohn sinnvoll.

Bitte fragen Sie gerne nach, wenn Sie noch Fragen haben.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

wenn ich die von ihnen beschriebenen eintragungen machen lasse,

kommen für mich nach dem tode meiner frau irgendwelche erbschaftskosten auf mich zu bezüglich des wohnrechtes oder vielleicht sogar schon früher?

der sohn sagt ich müßte das wohnrecht abzgl. eines freibetrages von 20000,- voll versteuern

Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

nein hiervon ist aufgrund des Freibetrages von 500.000 € gegenüber Ihrer Ehegattin nicht auszugehen. Weder jetzt noch zum Zeitpunkt des Erbfalles.

Die Angabe des Sohnes stimmt insoweit, wenn der Sohn Ihnen das Wohnrecht einräumt. Wenn aber Ihre Ehefrau Ihnen vorher das Wohnrecht einräumt, bevor die Übertragung an den Sohn mit dem Wohnrecht erfolgt, stimmt dies nicht.
Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 16814
Erfahrung: Fachanwalt f. Familienrecht
Tobias Rösemeier und weitere Experten für Erbrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

sehr geehrter herr rösemeier,

 

vielen dank für ihre schnellen und hilfreichen antworten die mir gerne die 75,- euro

wert sind.

 

mit freundlichen grüßen

r. dieckmann

Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

es freut mich sehr, dass ich Ihnen weiterhelfen konnte und wünsche Ihnen noch ein schönes Wochenende.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

hallo herr rösemeier,

 

ich bin es doch noch einmal.

habe ich das richtig verstanden, wenn ich miteigentümer der wohnung bin und ich die wohnung zusammen mit meiner freu an den sohn verschenke muß ich doch nach dem tod meiner frau steuern für das wohnrecht zahlen da die wohnung ja dann meinem stiefsohn gehört. sollte ich mir also lieber von meiner frau das wohnrecht verbriefen lassen und zusätzlich die miteigentümerschaft, mal unabhängig von den kosten.

das müßte doch dann eigentlich das optimale sein, oder.

Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

gerne stehe ich Ihnen weiterhin zur Verfügung.

Es macht rechtlich und auch im Hinblick auf die Steuern keinen Unterschied, ob Sie sich zunächst das Miteigentum von Ihrer Ehefrau übertragen lassen und dann Sie beide die Übertragung an den Sohn vornehmen mit Eintragung des Wohnrechtes.

Es würde sowohl bei der Konstellation, dass Sie als Miteigentümer das Wohnrecht erhalten im Gegenzuge für die Übertragung als auch in dem anderen Fall, dass Ihre Ehefrau Ihnen lediglich vor Übertragung an den Sohn das Wohnrecht einräumt, keine Steuer anfallen.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

kann das ganze prozedere beim finanzamt probleme geben wenn man das jetzt alles kurzfristig in die tat umsetzt (umschreibung ins grundbuch)

das das finanzamt einem da irgendetwas unterstellen kann?!

und die das eventuell nicht anerkennen!

der sohn meint da gibt es eventuell rechtliche probleme!

Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

nein das ist eine durchaus gängige Verfahrensweise, es entstehen da keine Probleme.

Ihre Ehefrau kann hier frei verfügen über ihr Vermögen. Wenn Sie zuvor Ihnen einen Anteil überträgt oder aber das Wohnrecht eintragen lässt, so ist dies rechtlich nicht zu beanstanden.

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

hallo herr rösemeier,

 

der sohn meiner frau schreibt uns jetzt er hätte gehört das alles was innerhalb

von 10 jahren mit der übertragung ( schenkung) zusammenfällt

den sogenannten umgehungstatbestand mit sich führt und das finanzamt

auf den plan ruft.

können sie mir dazu etwas sagen?

kann ich sie auch im büro kontakten (wo sitzen sie?).

ich bin in hamburg und würde da sie mir schon so geholfen haben vielleicht

mit ihnen zusammen vor ort so einen vertrag zusammenstellen.

damit wir den dann dem steuerberater des sohnes vorlegen können

zur genehmigung.

Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

es liegt kein Umgehungstatbestand vor.

Richtig ist dass steuerlich für die Ausschöpfung des Freibetrages ein 10 Jahreszeitraum heranzuziehen ist, sprich alle Schenkungen im 10-Jahreszeitraum werden zusammengerechnet.

Im Übrigen ist jede Schenkung schenkungssteuerpflichtig, soweit der Freibetrag überschritten bzw. innerhalb von 10 Jahren überschritten wird.

Auf das vorliegend geplante Vorhaben, hat dies keine negativen Auswirkungen.


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