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RA_UJSCHWERIN
RA_UJSCHWERIN, Rechtsanwalt
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 2625
Erfahrung:  Rechtsanwältin
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RA_UJSCHWERIN ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen, sehr geehtrte Herren,

Kundenfrage

(von Moderation entfernt) 25. 05. 2012 Sehr geehrte Damen, sehr geehtrte Herren, meine Frau und ich wir haben 1979 ein Testamant verfasst, in dem wir uns gengenseitig als Erben eingesetzt haben Der Überlebende ist jeweils der Vorerbe und unsere drei Kinder sind die Nacherben, wenn der Letztüberlebende verstorben ist. Nun ist meine Frau vor 9 Wochen verstorben und das Nachlassgericht in Höxter hat mich zum alleinigen Erben eingesetzt. Mit Schreiben vom 16. 05. 2012 teilte mir meine älteste Tochter mit, dass sie ihr Erbteil in Anspruch nehmen will. Außerdem verlangt sie von mir, dass ich ihr den gesamten Nachlass mitteilen soll. Für mich stellt sich nunmehr die Frage, muss ich meiner Rochter das ihr zustehende Erbe ihrer Muter in voller Höhe auszahlen oder bekommt sie nur ihren Pflichtanteil ausgezahlt? Wenn sie ihren Pflichtanteil aus dem Erbe ihrer Mutter erhalten hat, scheidet sie dann als Nacherbe aus dem gesamten Erbverfahren aus? Für Ihre Bemühungen bedanke XXXXX XXXXX Mit freundlichen Grüßen Ihr (von Moderation entfernt)
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Erbrecht
Experte:  RA_UJSCHWERIN hat geantwortet vor 5 Jahren.
Werter Fragesteller,

ich möchte Ihnen erst einmal mein Beileid aussprechen.

Erlauben Sie mir bitte nachzufragen, wann das Testament eröffnet worden ist und ob Ihre Tochter die Nacherbschaft ausgeschlagen hat?
Experte:  RA_UJSCHWERIN hat geantwortet vor 5 Jahren.
Werter Fragesteller,

ich möchte Ihnen erst einmal mein Beileid aussprechen.

Erlauben Sie mir bitte nachzufragen, wann das Testament eröffnet worden ist und ob Ihre Tochter die Nacherbschaft ausgeschlagen hat?

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Das Testament wurde am 03. 04. 2012 eröffnet.

 

Mit Schreiben vom 16. 05. 2012 teilt mir meine Tochter Folgendes mit:

"Ich werde Ansprüche gegen das Erbe geltend machen. Ich bitte um eine Aufstellung über den Wert des Nachlasses und erwarte diese bis zum 30. 05. 2012."

 

Mit dieser Einlassung macht doch meine Tochter deutlich, dass sie ihr Erbe beanspruchen bzw. die Nacherbenschaft ausschlagen will.

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Ich habe Ihnen auf Ihre Fragen geantwortet, was mir jetzt fehlt, ist die Antwort auf die von mir gestellten Fragen. Mir kommt es darauf an, wie ich mich bei dieser Ptroblematik zu verhalten habe. Muss ich den Wunsch meiner Tochter respektieren oder kann ich die gesamte Angelegenheit aussitzen.
Experte:  RA_UJSCHWERIN hat geantwortet vor 5 Jahren.
Werter Fragesteller,

bitte entschuldigen Sie die Verzögerung.

Ihre Tochter muss binner der 6wöchigen Frist ab Eröffnung des Testamentes gegenüber dem Nachlassgericht das Erbe förmlich und vor allem fristgemäß ausschlagen, um überhaupt einen Pflichtteilsanspruch geltend machen zu können.

Das Schreiben vom 16.05.2012 war einerseits formell nicht richtig und andererseits verspätet. Die Nacherbschaft hätte bis zum 15.05.2012 gegenüber dem Nachlassgericht ausgeschlagen werden müssen. Ihre Tochter kann daher weder einen Erb- noch einen Pflichtteil geltend machen

Als Vorerbe sind Sie aber verpflichtet, ein Nachlassverzeichnis über den Bestand des Vermögens Ihrer Ehefrau den Nacherben zu erteilen.

Im nächsten Schritt wäre zu prüfen, ob Sie beschränkter Vorerbe oder befreiter Vorerbe sind. Wurden Sie von den Beschränkungen der Vorerbschaft im Testament durch Ihre Ehefrau nicht befreit, so müssen Sie den Vermögensstamm des Nachlasses für die Nacherben erhalten.
RA_UJSCHWERIN und 5 weitere Experten für Erbrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Danke XXXXX XXXXX mir sehr geholfen. Für Ihren weiteren Lebens- und Berufsweg wünsche ich Ihnen alles erdenklich Gute dieser Erde, Gesundheit, Wohlergehen und Gottes Segen.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

(von Moderation entfernt)

Experte:  RA_UJSCHWERIN hat geantwortet vor 5 Jahren.
Werter Fragesteller,

ich bedanke mich herzlich für Ihre Nachricht und freue mich, Ihnen weitergeholfen zu haben. Auch ich wünsche Ihnen von Herzen alles Gute.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Wo erfahre ich, dass ich beschränkter oder befreiter Vorerbe bin?

Herzlichen Dank für Ihre Bemühungen.

Mit freundlichen Grüßen

Experte:  RA_UJSCHWERIN hat geantwortet vor 5 Jahren.
Werter Fragesteller,

dies muss aus dem Testament hervorgehen. Wurden Sie von den Beschränkungen nicht ausdrücklich im Wortlaut des Testamentes befreit, so sind Sie ein unbefreiter Vorerbe mit den gesetzlichen Beschränkungen.

Die Verfügungsrechte des Vorerben sind in §§ 2112 ff. BGB geregelt.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Danke! Ich bin im Testament ausdrücklich von den Beschränkungen befriet
Experte:  RA_UJSCHWERIN hat geantwortet vor 5 Jahren.
Werter Fragesteller,

das sind wirklich gute Nachrichten. Dann können Sie über den Nachlass frei verfügen. Einzige Beschränkung die bleibt ist, dass Sie den Nachlass nicht verschenken dürfen.

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