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Tobias Rösemeier
Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  Fachanwalt f. Familienrecht
37896974
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Tobias Rösemeier ist jetzt online.

Guten Tag, Ich gehöre einer Erbgemeinschaft an einer Hinterlassenschaft

Kundenfrage

Guten Tag,

Ich gehöre einer Erbgemeinschaft an einer Hinterlassenschaft von meiner Tante väterlicherseits. Zur Zeit befinde ich mich im Ausland.

Der zuständige Rechtsanwalt hat nun ein Dokument erstellt indem die Erbverteilung geregelt wird. In diesem Dokument steht, dass meine Mutter Unterschriftsberechtigt ist während meiner Abwesenheit. Diesem Dokument wurde an die ganze Erbgemeinschaft verschickt.

Zwei Dinge sind nun passiert:

1) Ich habe weder dieses Dokument erhalten, noch habe ich je eine Vollmachtserklärung verfasst, noch wurde ich vom Rechtsanwalt jemals befragt, ob ich mit dieser Vorgehensweise einverstanden sei. Der Rechtsanwalt hat nie mit mir Kontakt aufgenommen.

2) Meine Mutter (72 Jährig) wurde von meiner Verwandtschaft massive unter Druck gesetzt und beinahe genötigt dieses Dokument zu Unterschreiben.
Meine Mutter und ich haben ein sehr gutes Verhältnis und ihr war bewusst, dass ich keine Vollmachtserklärung abgegeben habe (ich hätte ihr das mitgeteilt). Sie hat nicht unterschrieben und mich jedoch sofort informiert.


Ich habe mit dem Rechtsanwalt Kontakt aufgenommen und ihn gefragt, wesshalb er auf dieses Dokument schreibt, dass meine Mutter Unterschriftsberechtigt sei.
Seine Antwort war, dass so die Erbverteilung schneller vorangehe.

Nachdem ich ihm erklärt habe, dass meine Mutter massive bedrängt, beleidigt und unter Druck gesetzt wurde wegen dieser Vorgehensweise, meinte er dass ihn dies überhaupt nicht interessiere. Worauf ich ihm mitteilte, dass ich niemandem eine Vollmacht geben werde. Daraufhin hat er Anruf ohne Verabschiedung beendet!!

Ich habe ihn nochmals angerufen und ihn gebeten mir das Dokument ins Ausland zu schicken.

Mein Frage nun an Sie:

- Hat ein Rechtsanwalt das Recht so vorzugehen ohne jemals mit mir gesprochen (weder mündlich noch schriftlich) zu haben? Darf er einfach davon ausgehen, dass meine Mutter ein Vollmacht erhält und dies der ganzen Erbgemeinschaft mitteilen?
Kann ich Beschwerde einlegen?
Mir geht es darum, dass hier eine 72 Jährige Frau extrem emotional belastet wurde.

- Könnte ich beantragen den Anwalt zu wechseln? Und welche Folgen hätte dies?

Vielen Dank XXXXX XXXXX Hilfe.

Mit freundlichen Grüssen,
MG

-
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Erbrecht
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

wenn Sie Ihrer Mutter keine Vollmacht erteilt haben, kann diese keine verbindlichen Erklärungen für Sie abgegeben bzw. sind diese bis zu Ihrer ausdrücklichen Genehmigung unwirksam.

Ein wirksamer Erbverteilungsvertrag ist daher nicht zustande gekommen.

Sie sollten daher auf jeden Fall schriftlich gegenüber dem Anwalt widersprechen und mitteilen, dass Sie den Vertrag nicht genehmigen und vorsorglich anfechten.

Den Anwalt wechseln können Sie nur, wenn Sie die Auftraggeberin sind. Sie sollten aber jedenfalls unbedingt einen eigenen Anwalt hinzuziehen, damit Ihre Rechte gesichert und gewahrt werden können.

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