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ClaudiaMarieSchiessl
ClaudiaMarieSchiessl, Rechtsanwältin
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 15712
Erfahrung:  Seit 20 Jahren als Rechtsanwältin zugelassen, Korrespondenzsprachen: deutsch und englisch, umfangreiche und langjährige Tätigkeit auf dem Gebiet des Erbrechts, zwei Fachanwaltstitel
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ClaudiaMarieSchiessl ist jetzt online.

Hallo, Sachverhalt:Erbe nicht rechtzeitig ausgeschlagen. Mein

Kundenfrage

Hallo,

Sachverhalt:Erbe nicht rechtzeitig ausgeschlagen.

Mein Vater ist im Mai 2011 gestorben.
Vom Dezember 2010 hat er als Sozial hilfebedürftiger die Wohnung vom Stadt bezahlt bekommen. Ab Dez 2010 bis Mai 2011 war er in Altenheim. Hatte zur dieser Zeit Staatliche Betreuerin, die die Wohnung nur in 5 Monaten Verspätung gekündigt hat.
Nach dem Tod hat es der Vermieter (Wohnungsgesellschaft) hat es Versucht die Rückstände (7 Monaten) + Renovierung der Wohnung vom Staat zu holen.
Die habe gesetzlich es abgewiesen, da es die ihre Zuständigkeit nach dem Tod sich erlischt.
Der Vermieter hat es mich im Juli - September nachgefragt ob ich die Erbe annehme oder ausschlage. Ich habe mich schriftlich geäußert, dass ich die Erbe ausschlagen werde (mit Notar hilfe, da die 6 Wochen vergangen sind).
Leider habe es nur im Dezember beim Notar gemacht (mit der Begründung "wusste nicht die Friste".
Jetzt die Gegenseite behauptet, dass ich es im September wusste, so gesetzlich die Erbe bin und für die Schadenersatz vollständig als Erbe hafte.

Gibt es die Chance beim gericht zu gewinnen?
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Erbrecht
Experte:  ClaudiaMarieSchiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank XXXXX XXXXX Anfrage, die ich Ihnen sehr gerne wie folgt beantworten möchte:


Die Frist für die Ausschlagung läuft ab Kenntnis vom Tod des Erblassers und beträgt 6 Wochen.


Leider ist eine Ausschlagung im Dezember nicht mehr möglich.

Es wäre hier höchstens möglich, binnen 6 Wochen ab Kenntnis davon, dass hier eine Ausschlagungsfrist versäumt wurde, diese anzufechten

Die Anfechtung der Fristversäumung erfolgt gegenüber dem Nachlassgericht.

Wenn Sie durch den Notar die Frsitversäumung angefochten haben, haben Sie eine gute Chance, dass Sie den Rechtsstreit gewinnen



Ist der Nachlass überschuldet bleibt Ihnen sonst nur noch die Möglichkeit der Nachlassinsolvenz.

Dadurch wird die Haftung auf den Nachlass beschränkt und Sie haften nicht mit Ihrem persönlichen Vermögen





Ich hoffe, dass ich Ihnen weiterhelfen konnte


Sehr gerne können Sie nachfragen



Mit freundlichen Grüßen




Rechtsanwältin


wenn ich Ihre Frage beantwortet habe bitte ich um Akzeptierung

danke






ClaudiaMarieSchiessl, Rechtsanwältin
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 15712
Erfahrung: Seit 20 Jahren als Rechtsanwältin zugelassen, Korrespondenzsprachen: deutsch und englisch, umfangreiche und langjährige Tätigkeit auf dem Gebiet des Erbrechts, zwei Fachanwaltstitel
ClaudiaMarieSchiessl und weitere Experten für Erbrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
S.g. Rechtsanwältin,

das was ich mit dem Satzt "Leider habe es nur im Dezember 2011 beim Notar gemacht (mit der Begründung "wusste nicht die Friste" meinte ist gerade die notarielle Anfechtung der Versäumung der Ausschlagenfrist. Es ist beim Nachlassgericht angenommen und gebüren 10,00 Euro von mir bezahlt.
Das problem ist, dass die gegenseite plädiert dafür dass ich der Erbe geworden bin bereits im September da ich über die 6-Wochenfrist bewusst war und insomit die Ausschlagung in Dezember nichtig ist.

Können Sie es bitte noch mal anwortren?

Wiel gibt es 2 Aspekten:
1. Ja Frist habe ich versäumt und gewusst habe das es gibt und so theoretisch der Erbe bin (wobei mehr mals die Absicht zur Ausschlagung gegeben hatte)
2. notarielle Anfechtung der Versäumung der Ausschlagenfrist ist beim Nachlassgericht angenommen (aber 6 Monaten später) und somit bin ich keine Erbe.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
mit dem Satz "Leider habe es nur im Dezember beim Notar gemacht (mit der Begründung "wusste nicht die Friste"." (aber nur 6 Monaten später) meinete ich die notarielle Anfechtung der Versäumung der Ausschlagenfrist, die ist im Januar 2012 beim Nachlassgericht angenommen und gebüren bezahlt worden sind.

Die Frage ist nun
bin ich Erbe oder bin ich nicht?
"ja" -> weil ich den Frist wusste und die Erbe nicht rechtzeitig ausgeschlagen
"nein"-> weil ich notarielle Anfechtung der Versäumung der Ausschlagenfrist abgegeben hatte und es beim Nachlassgericht vorliegt/angenommen.

Darum wird es im Prozess gehen.

Wie stehen meine Chance dass das Gericht sagte "Sie sind keine Erbe"

Experte:  ClaudiaMarieSchiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,


wenn die Anfechtung 6 Wochen nach Kenntnis von der Versäumung der Frist war, ist sie noch rechtzeitig.

Maßgeblich ist , wann Se davon Kenntnis erlangt haben, dass hier eine 6 Wochen Frist gewahrt werden muss.

wenn Sie das natürlich wussten, können Sie die unterlassene Auschlagung nicht mehr anfechten, dann bleibt Ihnen nur noch die Nachlassinsolvenz


Sie sind also dann Erbe, wenn Sie von der 6 Wochen Frist wussten


Sie sind dann nicht Erbe wenn Sie erst 6 Wochen vor der Anfechtung durch den Notar von der Frist erfahren haben


Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Durch mein Brief vom September 2011 kann die Gegenseite beweisen, dass ich davon bewusst war wobei im Dezember 2011 den Notar Notar begründet hat, dass ich es nicht wusste (anscheind war es Fehler).

Gibt es noch andere Gründe die den Frist durchstreichen:
z.B.

ich habe s einen Bruder in USA, er hat sich zum Thema gar nicht geüssert.
Wenn ich sage, dass ich auf seine Entscheidung wartete (wegen Erbe)?

Meine Sprachproblme...?

oder z.B. die Sterbeurkunde habe ich nur jetzt im Mai 2012 bekommen?


Wenn es alles nicht hilft, gibt es die Friste für Nachlassinsolvenz?

Vielen Dank im Voraus
Experte:  ClaudiaMarieSchiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,


eine Nachlassinsolvenz muss sobald als möglich nach Kenntnis von der Überschuldung beantragt werden


Ein gutes Argument finde ich die Sprachprobleme.

Das würde ich auf jeden Fall anführen.

Dass Sie auf die Entscheidung des Bruders gewartet haben , ist nur ein Argument, wenn Sie gedacht hätten, dass dies erforderlich gewesen wäre,
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Nun lezte kleine Frage:
Sterbeurkunde habe ich nur jetzt im Mai 2012 bekommen -> kann es als Argument eine Rolle spielen, weil es bei Erbeannahme erfordelich ist und ich gedacht hatte, dass ohne die keine Ausschlagung möglich (oder ist es falsch?)

Vilen Dank im Voraus
Experte:  ClaudiaMarieSchiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,


ich würde auch dieses Argument bringen.

Letztlich wird es davon abhängen, ob ihre Argumente das Gericht zu überzeugen vermögen


Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
danke

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Experte:  ClaudiaMarieSchiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Gerne

alles Gute

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