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Tobias Rösemeier
Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  Fachanwalt f. Familienrecht
37896974
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Tobias Rösemeier ist jetzt online.

Nachfolgender Sachverhalt: Mutter (eingetragene Eigentümerin)

Kundenfrage

Nachfolgender Sachverhalt:
Mutter (eingetragene Eigentümerin) übergibt Tochter A im Rahmen eines Übergabevertrages („Zuwendung ist erbrechtlich als Vorempfang anzurechnen“) 1997 ein geteiltes Grundstück.
Mutter stirbt Aug. 2009; kein Testament vorhanden; Erbe: Grundstück; Hausrat; keine Konten.
Ehemann/Vater, Tochter A und Tochter B sowie Sohn C machen keinerlei Ansprüche/Eintragungen geltend.
Ehemann/Vater stirbt Feb. 2011; Testament zu Gunsten Enkel D (Grundstück) und Tochter A („soll den Rest erben“; hat Ehemann/Vater monatelang gepflegt); Erbe: Grundstück, Konten, Hausrat
Tochter B und Sohn C lassen sich anwaltschaftlich vertreten und nehmen pauschale Abfindung nicht an.
Feststellungsklage seitens Tochter B und Sohn C auf „ausgleichspflichtige Zuwendung im Sinne des §2050 BGB“ im April 2012.

Wie ist grundsätzlich der Sachverhalt bezüglich der Aufteilung von Grundstück, Konten und Hausrat zu sehen?
Ist der Vorempfang bereits nach 10 Jahren (Schenkung) verjährt?
Zwischenzeitlich hat sich das Erbrecht mit Januar 2010 geändert; der Erbfall wird nunmehr „nur“ verhandelt, weil der Vater gestorben ist; gilt ausschliesslich das neue Erbrecht und würde damit der Vorempfang „abgeschmolzen“ sein?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Erbrecht
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Fragen beantworte ich wie folgt:

Die Erbfälle von Mutter und Vater sind jeweils getrennt zu betrachten.

Da offenbar bei der Mutter kein Testament vorhanden war, ist gesetzliche Erbfolge eingetreten. Erben sind der Ehemann zu 1/2 und die Kinder zu je 1/6.

Die Erbengemeinschaft ist offenbar noch nicht auseinandergesetzt und besteht weiterhin in den Nachlass der Mutter.

Der väterliche Nachlass ist entsprechend der testamentarischen Verfügung abzuwickeln.

Beim § 2050 BGB greift die 10 Jahres-Abschmelzungsregelung nicht. Hier hat weder das alte noch das neue Erbrecht irgendwelche Auswirkungen. Bei vorzeitigen Erbausgleich findet immer eine Anrechnung auf den Erbanspruch statt.

Der Vorausempfang kann also nicht abschmelzen.

Bitte fragen Sie nach, wenn weiterer Klärungsbedarf besteht.



Tobias Rösemeier und weitere Experten für Erbrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Welche Pflichtteilsansprüche gelten für den Tod des Vaters?
... nur bezüglich des Grundstückes?.. oder auch der Konten? ...wie ist es mit dem Hausrat?
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Wie sieht es mit den Pflichtteilsansprüchen bezogen auf den Tod des Vaters aus?
..... bezüglich dem Grunstück? ... den Konten? .... und dem Hausrat?
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.
Nach dem Tod des Vaters haben die Kinder jeweils einen Pflichtteilsanspruch in Höhe von 1/6.

Der Pflichtteilsanspruch wird aus dem gesamten Vermögen des Vaters berechnet. Hierzu zählt auch der Hausrat, weil kein Ehegatte mehr vorhanden ist.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Besten Dank!
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.
Gern geschehen.