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Mikael Varol
Mikael Varol, Rechtsanwalt
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 313
Erfahrung:  Rechtsanwalt
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Mikael Varol ist jetzt online.

Guten Abend,ich habe ein Problem mit dem Türkischen Konsulat

Kundenfrage

Guten Abend, ich habe ein Problem mit dem Türkischen Konsulat und dem deutschen Standesamt. Folgendes: meine Tochter ist deutsche + türkische Staatsbürgerin. Bei der Eintragung ihres Vornamens haben wir einen Namen aus dem arabische Sprachraum gewählt. Der Türkische Konsulat erkennt diese aufgrund der Schreibweise nicht an, das deutsche Standesamt wehrt sich mit Händen und Füßen die Schreibweise zu ändern, weil wir bei der Eintragung ihres Vornamens von uns eine Erklärung notwendig war und ausgerechnet diese "Erklärung" macht wohl die ganze Geschichte unmöglich. Nun hat meine Tochter keine Registrierung in meinem Heimatland. D.h. ich bin in Deutschland Mutter aber in der Türkei habe ich kein Kind. Andererseits droht der Türkische Staat mit Geldbußen bei Nichtregistrierung, andererseits legt es mir Steine in den Weg. Aktuell sind wir mit dem Amtsgericht in Kontakt getreten, aber diese wollen uns auch nicht weiterhelfen. Ich weiss nicht ob das in der Zukunft noch mehr Probleme mit sich bringt, auch im Falle von Erbe, Tod, Vormundschaft, etc. Wie soll ich mich verhalten, hab ich überhaupt eine Chance etwas zu erreichen? Oder soll ich einen Anwalt einschalten? Bitte helfen sie uns. MfG G.B.
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Erbrecht
Experte:  Mikael Varol hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte(r) Fragesteller(in),

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Was für eine Erklärung haben Sie abgegeben? Wie lautet der Name Ihres Kindes und wie soll es angeblich im Türkischen richtig lauten?


Mit freundlichen Grüßen

Mikael Varol
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Guten Tag Herr Varol,

 

unsere Tochter heißt Ra´na Tijen (arabisch-persicher Herkunft).

Das türkische Konsulat akzeptiert die Schreibweise dieses Namens nicht, dementsprechend stellen sie ihr auch keinen Ausweis (Nüfus) aus.

Vorschlag vom türkischen Konsulat: Rana Tijen.

Es ist so gesehen nur ein "Schönheitsfehler" des ersten Vornamens.

Bis zu diesem Zeitpunkt war uns das nicht bekannt, dass das türkische Konsulat "ausländische Schreibformen" nicht akzeptiert. Jetzt sind wir zwar informiert. Leider zu spät.

 

Vor einigen Tagen haben wir wieder ein Schreiben vom deutschen Standesamt erhalten, worin wieder auf unsere "Erklärung" (was wohl unwiederrufbar ist) vom letzten Jahr verwiesen wird, das wir diesen Namen auf eigenen Wunsch in dieser Form haben dokumentieren lassen und die Namensänderung NUR unter einem sehr wichtigen Grund korrigierbar sei. Ist das Erbrecht und die Registrierung in meinem Vaterland kein wichtiger Grund?

 

Ein anderes Problem stellt die Staatsbürgerschaft meines Mannes dar, da er von Geburt an deutscher Staatsbürger ist. Das würde meine Staatsbürgerschaft in den Hintergrund stellen, heißt es. In wie weit ist das alles richtig?

 

Mit freundlichen Grüßen

Gül B.

Experte:  Mikael Varol hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte(r) Fragesteller(in),

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne auf Basis Ihres Einsatzes und des von Ihnen mitgeteilten Sachverhalts wie folgt beantworten möchte:

Bitte beachten Sie, dass die nachstehenden Ausführungen lediglich eine erste rechtliche Einschätzung auf Grundlage Ihrer Angaben darstellen.

Eine Namensänderung ist in Deutschland in der Tat nicht sehr einfach und von bestimmten Voraussetzungen abhängig. Für die Namensänderung muss ein wichtiger Grund vorliegen. Ein eine Namensänderung rechtfertigender wichtiger Grund im Sinne des § 3 Absatz 1 NÄG liegt vor, wenn die Abwägung aller für und gegen die Namensänderung streitenden schutzwürdigen Belange ein Übergewicht der für die Änderung sprechenden Interessen ergibt (BVerwG, 24.04.1987 - 7 C 120.86).

Von der Änderung des Familiennamens unterscheidet sich die Änderung des Vornamens nur insoweit, als den öffentlichen Interessen ein geringeres Gewicht zukommt als dem öffentlichen Interesse am unveränderten Fortbestand eines Familiennamens (BVerwG, Beschluss vom 24. März 1981 - 7 B 44.81). Das bedeutet, dass es einer Interessenabwägung im Einzelfall bedarf.

Die pauschale Aussage, dass der Name nicht mehr geändert werden könne, da Sie zum einen eine Erklärung abgegeben haben und Ihr Mann deutscher Staatsbürger sei, ist meines Erachtens nicht korrekt, da nicht erkennbar ist, ob die Behörde die Belange (Probleme mit der türkischen Staatsbürgerschaft etc.) überhaupt abgewogen hat.

Sie sollten daher, soweit die Verwaltungsbehörde über Ihren Antrag entschieden hat, Widerspruch einlegen. Dann würde die die höhere Verwaltungsbehörde entscheiden. Sollte diese Ihrem Widerspruch nicht abhelfen, so bleibt Ihnen nur noch die Möglichkeit den gerichtlichen Weg zu beschreiten.

Ich hoffe, dass ich Ihnen in dieser Sache einen ersten hilfreichen Überblick verschaffen konnte. Ich weise Sie darauf hin, dass Ihre Frage ausschließlich auf Grundlage Ihrer Schilderung beantwortet wurde und eine endgültige Einschätzung der Rechtslage nur nach umfassender Sachverhaltsermittlung möglich ist. Die Antwort dient einer ersten rechtlichen Einschätzung. Dies kann jedoch eine persönliche und ausführliche Beratung durch einen Rechtsanwalt in den seltensten Fällen ersetzen. Ich weise Sie zudem darauf hin, dass das Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben möglicherweise zu einer anderen rechtlichen Beurteilung führen kann.

Bei eventuellen Unklarheiten nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion. Soweit Sie keine weiteren Nachfragen haben, bitte ich höflich gemäß den allgemeinen Geschäftsbedingungen dieser Plattform meine Antwort zu akzeptieren indem Sie auf das grüne Feld "Akzeptieren" klicken.


Mit freundlichen Grüßen


Mikael Varol
Rechtsanwalt

Experte:  Mikael Varol hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte(r) Fragesteller(in),


haben Sie noch Verständnisfragen? Bitte vergessen Sie nicht meine Antwort zu akzeptieren. Andernfalls bitte ich Sie höflich mir mitzuteilen, was einer Akzeptierung meiner Antwort im Wege steht.



Mit freundlichen Grüßen


Mikael Varol
Rechtsanwalt

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