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Tobias Rösemeier
Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  Fachanwalt f. Familienrecht
37896974
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Tobias Rösemeier ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, unsere Mutter verstarb 2005

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren, unsere Mutter verstarb 2005 und hinterließ kein Testament. unser Stiefvater erbte die Hälfte einer Doppelhaushälfte und meine Schwester und ich die andere Hälfte. Mein Stiefvater erhielt lebenslangen Nießbrauch. Im Haus sind noch viele Wertgegenstände unserer Mutter wie z.B. Antiquitäten und Schmuck. Unser Stiefvater ist gestern verstorben und sein Bruder hat einen Schlüssel und ist bereits im Haus zu Gange. Unser Stiefvater hatte einen Sohn, der sich vor 3 Jahren das Leben nahm und dieser Sohn hinterließ zwei Kinder. Ist nun von der Erbrechtfolge der Bruder oder die Enkelkinder unseres Stiefvaters erbberechtigt? meine Schwester hat noch einen Schlüssel für das Haus, dürfen wir auch das Haus betreten oder machen wir uns hier strafbar. wir haben die große Befürchtung, dass hier alle Wertgegenstände aus dem Haus genommen werden. Herzlichen Dank für Ihre Antwort. Beste Grüße (von Moderation entfernt)
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Erbrecht
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Fragen beantworte ich unter Berücksichtigung Ihrer Schilderung wie folgt:

Gesetzliche Erben des verstorbenen Stiefsvaters sind dessen Enkelkinder. Der Bruder des Stiefvaters ist von der Erbfolge ausgeschlossen, wenn Enkel vorhanden.

Soweit Sie Miteigentümer der Immobilie sind, dürfen Sie natürlich nach dem Rechten schauen.

Vermögen der Mutter wäre ja eigentlich noch der Erbengemeinschaft nach der Mutter zuzuorden, soweit noch keine abschließende Erbauseiandersetzung stattgefunden hat. Hier müssten nunmehr die Besitzrechte geklärt werden.

Im Zweifel muss noch eine Erbauseinandersetzung durchgeführt werden, nun allerdings unter Beteiligung der Erben des Stiefvaters.

Wenn Sie Bedenken haben, dass der Nachlass geschmälert wird, sollten Sie gegebenenfalls eine Nachlasspflegschaft beim Amtsgericht anregen.



Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Herr Rösemeier, vielen Dank für Ihre hilfreiche Antwort. Zu dem Thema Erbengemeinschaft nach der Mutter: Heißt dies, dass die Gegenstände, die unserer Mutter ghörten dann in unseren Besitz übergehen und wir diese auch aus dem Haus entfernen dürfen? Beste Grüße (von Moderation entfernt)
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte Fragesteller,

Sie haben an diesen Gegenständen Mitbesitzrechte.

Zur Sicherung vor Wegnahme können Sie diese an sich nehmen. Dies stellt keine strafbare Handlung dar, denn ich kann nichts stehlen oder unterschlagen, was mir gehört oder zumindest auch gehört.

Tobias Rösemeier und 2 weitere Experten für Erbrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Vielen herzlichen Dank! Beste Grüße (von Moderation entfernt)
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.
Gern geschehen.

Alles Gute.

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
noch eine letzte Frage, dürfen wir das Schloss auswechseln lassen bis zur endgültigen Klärung? Beste Grüße (von Moderation entfernt)
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.
Ja, soweit Sie an der Immobilie Miteigentumsrechte haben. Ich hatte Ihre Schilderung so verstanden, dass Sie Miteigentümer sind.

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
ja, wir haben die Hälfte des Hauses geerbt. die andere Hälfte soll sein Bruder bekommen, aber hier existiert außer einem Blatt Papier, dass er handschriftlich gemacht hat und in dem er seinen Bruder als seinen Erben einsetzt kein Testament. Unser Anteil wurde schon nach dem Tot unserer Mutter von Nachlassgericht offiziell bestätigt. Herzliche Grüße (von Moderation entfernt)
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.
Dann sind Sie berechtigt, bis zur Klärung das Schloss zu tauschen.

Ob es sich bei dem Blatt Papier um ein wirksames Testament handelt, muss durch das Nachlassgericht geprüft werden.

Grundsätzlich genügt ein handgeschriebenes und unterschriebenes Dokument, wenn erkennbar ist, dass es sich um den letzten Willen des Erblassers handelt.

Die Enkel wären aber in diesem Fall pflichtteilsberechtigt.

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Tausend Dank für Ihre tolle Hilfe! Auf jeden Fall werde ich mich wieder bei Ihnen melden! Herzliche Grüße aus München! (von Moderation entfernt)
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.
Nochmals gern geschehen.

Viele Grüße nach München.

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