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Tobias Rösemeier
Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  Fachanwalt f. Familienrecht
37896974
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Tobias Rösemeier ist jetzt online.

Hallo, habe eine weitere Frage zum Thema Erbrecht. Es

Kundenfrage

Hallo,
habe eine weitere Frage zum Thema Erbrecht.

Es geht immer noch um folgenden Sachverhalt:

Vater hat seinen 3 Kindern zu je 1/3 ein leerstehendes Haus vererbt, den Rest erhält die 2. Ehefrau. 2 der Geschwister wollen das Haus verkaufen, die dritte entschließt sich auszuschlagen und sich auf § 2305 zu berufen Inhalt: Zusatzpflichtteil "Ist einem Pflichtteilsberechtigten ein Erbteil hinterlassen, der geringer ist als die Hälfte des gesetzlichen Erbteils, so kann der Pflichtteilsberechtigte von den Miterben als Pflichtteil den Wert des an der Hälfte fehlenden Teils verlangen. Bei der Berechnung des Wertes bleiben Beschränkungen und Beschwerungen der in § 2306 bezeichneten Art außer Betracht."

Kann die 3. Erbin dann von den anderen beiden einen Anteil vom Kaufpreis des Hauses verlangen? Kann sie mit einer Klage dieser Art Erfolg haben, da ja auch die anderen beiden Erben weniger als den Pflichtteil erben?

Vielen Dank XXXXX XXXXX

Mit freundlichen Grüssen
Claudia Schmidt
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Erbrecht
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre erneute Anfrage.

Das ist natürlich jetzt ein unglücklicher Umstand, dass hier ein Kind den Pflichtteilsanspruch nach § 2305 BGB geltend macht.

Dieser Pflichtteilsanspruch kann gegenüber jedem Erben geltend gemacht werden. Dies bedeutet, dass sich der Pflichtteilsberechtigte einen Miterben aussuchen kann und von diesem dann seinen gesamten Pflichtteil fordern kann. Der weitere interne Ausgleich hat dann unter allen Erben zu erfolgen. Hierbei bleibt unberücksichtigt, dass Sie ebenfalls nicht den Pflichtteil erhalten, wenn Sie das Erbe unterhalb des Pflichtteiles annehmen.

Erhalten Sie aber auch als Erbe mit 1/3 des Hauses weniger, als Ihr Pflichtteilsanspruch ist, so haben auch Sie den Anspruch nach § 2305 BGB auf Ergänzung des Pflichtteils. Es ist hierbei nicht erforderlich das Erbe auszuschlagen.

Es sollte also hier ermittelt werden, wer durch die Erbschaft bevorteilt ist und diese Person sollte als Anspruchsgegner für die Ansprüche nach § 2305 BGB in Anspruch genommen werden.
Tobias Rösemeier und weitere Experten für Erbrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Hallo Herr Rösemeier,
in diesem Fall verteilt sich das Erbe wie folgt:

- 2. Ehefrau des Verstorbenen erbt Haus- Grundbesitz (das Haus in dem sie mit ihrem Ehemann
gewohnt hat) sowie evtl. Barvermögen und Sparguthaben und hat ein Nießbrauchrecht auf beide Häuser, auch auf dem, dass die Kinder zu je 1/3 geerbt haben. Hierbei handelt es sich um ein sogenanntes Messie-Haus. Die Ehefrau wäre jedoch bereit, das Messie-Haus verkaufen zu lassen und hier auf ihr Nießbrauchrecht zu verzichten. Zudem bekommt die Ehefrau die Einrichtungsgegenstände des ehelichen Hauses. Infolgedessen erhält die 2. Ehefrau also mehr als die Kinder und wird somit bevorteilt. Ist es möglich, der 2. Ehefrau gegenüber die Ansprüche nach §2305 BGB geltend zu machen, da in dem § die "Miterben" genannt werden? Ist sie Miterbin oder gilt sie hier als Begünstigte? Gilt dann der § 2305? Bzw. gibt es einen §, der Erben erlaubt, die Pflichtteilsergänzung vom Begünstigten zu verlangen?

Könnte ich das Erbe annehmen und wenn meine Schwester prozessiert, auch die Ergänzung des Pflichtteils zu verlangen? Gibt es hierfür eine bestimmte Frist, bis wann ich den §2305 ins Spiel gebracht haben muß?

Vielen Dank im voraus.

Mit freundlichen Grüßen
Claudia Schmidt
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,

ausschlagen können Sie selbst die Erbschaft nur binnen 6 Wochen ab dem Tod des Erblassers.

Ihren Zusatzpflichtteil können Sie gegenüber der 2. Ehefrau innerhalb von 3 Jahren ab dem Erbfall geltend machen. Sie haben also noch ein bisschen Zeit.

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