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RASchroeter
RASchroeter, Rechtsanwalt
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 7690
Erfahrung:  Rechtsanwalt, Immobilienökonom, MBA, Bankkaufmann
33364821
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Erbrecht hier ein
RASchroeter ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, ich habe eine Frage zum Erb-

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich habe eine Frage zum Erb- bzw. Schenkungsrecht.
Meine Frau und ich haben den Fall, dass uns eine gute Bekannte (91 Jahre), nicht verwandt, ihr Haus überschreiben möchte. Ihr ist es wichtig zu wissen, dass sie in ihrem letzten Lebensjahren, wenn ein Pflegefall eintreten sollte , gepflegt wird, ansonsten Sie eben versorgt wird und nicht alleine ist. Für diese "Leistung" möchte Sie uns das Haus überschreiben. Jetzt ist die Frage welche Vorgehensweise in diesem Fall besser ist, jetzt als Schenkung überschreiben oder nach Eintritt Ihres Ablebens zu erben.
Wir haben die Möglichkeit dort in eine Einliegerwohnung einzuziehen und somit vor Ort zu sein. Sie würdedann in Ihren eigenen vier Wänden verbleiben. Eine weitere Frage wäre ob eine Verminderung der Schenkung durch Eintragung eines Wohnrechts für Sie möglich ist. Wie sieht es ausserdem mit einer Stundung der anfallenden Steuern aus?
Vielen Dank XXXXX XXXXX für Ihre Antworten.
Mit freundlichen Grüßen
Rainer Hansel
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Erbrecht
Experte:  RASchroeter hat geantwortet vor 4 Jahren.

Sehr geehrte/r Ratsuchende/r,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Angaben wie folgt beantworte:

Aufgrund des fehlenden Verwandtschaftsverhältnisses fällt bei einer Schenkung als auch bei einem Erbe Schenkungssteuer an. Hierbei besteht nur ein geringer Freibetrag, so dass aus meiner Sicht folgende Konstellation zu wählen ist. Sie schließen zunächst einen Pflegevertrag mit der Bekannten. Hierbei ist insbesondere die Pflegestufe festzuhalten.

Bei Anfall der Erbschaft können die Pflegeaufwendung, die vorher nicht gezahlt worden sind mit der Schenkung gegengerechnet werden, so dass der maßgebende Schenkungsbetrag und damit auch die Erbschaftssteuer geringer ausfällt.

Ich hoffe ich konnte Ihnen weiterhelfen und Ihnen einen ersten Überblick verschaffen. Ich darf Sie bitten meine Antwort durch das Anklicken des grünen Feldes zu akzeptieren.

Die Beantwortung erfolgte unter der Voraussetzung, dass Sie die Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Plattformbetreibers gelesen haben und die Antwort akzeptieren.

Mit besten Grüßen

Marcus Schröter, MBA
Rechtsanwalt & Immobilienökonom

Zertifizierter Zwangsverwalter

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Herr Schröter,
vielen Dank für Ihre Antwort.
Was ist denn nun besser, Schenkung oder Vererbung nach Ableben.
Wie hoch ist der Steuersatz in beiden Fällen, und wie wird der Wert der Immobilie festgelegt?
Welche Möglichkeiten bestehen um den Betrag zu reduzieren?
Mit freundlichen Grüßen
Rainer Hansel
Experte:  RASchroeter hat geantwortet vor 4 Jahren.
Aus meiner Sicht ist das Vererben günstiger, da bei einer Schenkung der volle Verkehrswert der Immobilie zu buche schlägt ohne dass Sie die Pflegekosten in Abzug bringen können.

Die Erbschaftssteuer, Steuerklasse III beträgt 30 % vom vererbten Vermögen.

Den Wert der Immobilie teilen Sie auf einem Formular dem Finanzamt mit. Sie können dabei bei dem Gutachterausschuss eine Wertermittlung beantragen, was recht günstig ist. Sie können auch selbst ein Gutachten in Auftrag geben und dieses als Grundlage nehmen.

Die Reduzierung des maßgeblichen Wertes des Erbes kann durch die Pflegeleistungen als Gegenleistung erfolgen. Daher meine Empfehlung einen Pflegedienstvertrag abzuschließen. Die Aufwendungen, die sich nach den gesetzlichen Pflegesätzen richtet können Sie dann gegenrechnen.

Viele Grüße
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Wie ist der Pflegevertrag zu schließen, d.h. wie erhält dieser rechtsverbindliche Gültigkeit?

Welchen Gutachterausschuss muss ich hier anrufen? Beim zuständigen FA?

Wie verhält es sich mit der Begleichung der anfallenden Steuer? Wenn z.B. die Immobilie zur Begleichung verkauft werden müsste?
Gibt es hier Regelungen?

Viele Grüße
RH
Experte:  RASchroeter hat geantwortet vor 4 Jahren.
Der Pflegevertrag ist aus Beweisgründen schriftlich abzufassen. Der Gutachterausschuss wird von dem betreffenden Bundesland eingerichtet. Fragen Sie bei Ihrer Gemeinde nach, wo der nächste Gutachterschuss angesiedelt ist. Bei größeren Städten hat die Stadt in der Regel einen eigenen Gutachterausschuss. Die Steuer kann für den Fall, dass die Immobilie veräußert werden muss, auf Antrag gestundet werden. Dies muss aber bei dem zustänidgen Finanzamt mit einer entsprechenden Begründung beantragt werden.

Viele Grüße
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Gibt es Vordrucke für einen Pflegevertrag, d.h. sind gewisse inhaltliche Regeln einzuhalten damit dieser Rechtgültig ist?
Welche Pflegestufe kann überhaupt angesetzt werden, bzw. wer legt diese fest?

Viele Grüße
RH
Experte:  RASchroeter hat geantwortet vor 4 Jahren.
Vordrucke gibt es bei den Krankenkassen. Ich habe Ihnen hier einen Link angefügt, der direkt zu einem Vordruck führt.

http://www.aok-gesundheitspartner.de/imperia/md/gpp/bund/pflege/ambulant/pflege_pflegevertr_201201.pdf

Eine Festlegung der Pflegestufe in dem Vertrag würde ich nicht vornehmen, sondern diesen in Abhängigkeit der gewährten Pflegestufe regeln. Die Pflegestufe setzt die Krankenkasse auf Antrag fest.

Viele Grüße
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Vielen Dank für Ihre Informationen.
Es gibt doch einen Freibetrag von 20.000 € der vor Berechnung der Steuer zum Abzug kommt?
Werden die Aufwendungen der Pflege dann dagegen aufgerechnet oder addieren sich diese Beträge.

Eine weitere Sache noch die ich schon am Anfang angeschnitten hatte, die aber im weiteren Verlauf keine Erwähnung mehr fand:
Bei sofortiger Schenkung der Immobilie; ist es möglich eine Minderung des vollen Verkehrswertes zu erlangen, wenn für die jetzige Besitzerin ein Wohnrecht eingetragen wird?

Viele Grüße
RH
Experte:  RASchroeter hat geantwortet vor 4 Jahren.
Der Freibetrag und die Pflegeaufwendungen sind kumulativ zu sehen.

Das Wohnrecht reduziert den maßgeblichen Wert für die Berechnung der Steuer erheblich und wird dem Verkehrswert entgegengerechnet.

Viele Grüße
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Vielen Dank XXXXX XXXXXür Ihre Antwort.
Mir ist noch eine weiter Idee in den Sinn gekommen, die ich gerne auch Ihnen vorgelegt hätte:

Wie wäre es mit einem Verkauf des Hauses?
Wie hoch müsste der Betrag ausfallen? Könnte er theoretisch auch einen Euro betragen, oder muss der Betrag dem Verkehrswert entsprechen?
Könnte man theoretisch auch einen Mietkauf in Betracht ziehen? Gibt es hier auch Möglichkeiten in dieser Richtung zu denken?

Mit freundlichen Grüßen
RH
Experte:  RASchroeter hat geantwortet vor 4 Jahren.
Die Idee mit dem Kaufpreis von 1 EUR stellt im Ergebnis auch eine Schenkung dar. Der Mietkauf ist sicherlich eine Möglichkeit. Allerdings kann es passieren, dass Sie Miete zahlen, die auf den Kaufpreis angerechnet wird und der Erbfall eintritt, bevor Sie Eigentümer sind. Sie werden sich dann mit den Erben auseinandersetzen müssen, die sicherlich das Haus in die Erbmasse ziehen möchten. Hierzu wäre ein Mietkaufvertrag mit einem Testament zu Ihren Gunsten bei einem Notar erforderlich.

Viele Grüße
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Vielen Dank dafür.
Eine Unklarheit besteht jetzt noch. Wenn jetzt ein Mietkaufvertrag mit einem Testament zu unseren Gunsten bei einem Notargeschlossen ist. Wie Verhält es sich jetzt abschließend in diesem Fall mit der Steuer? Fällt hier auch Steuer an, wenn ja woraus errechnet sich diese?

Viele Grüße
RH
Experte:  hat geantwortet vor 4 Jahren.
Vielen Dank für die Nachfrage. Aufgrund der zahlreichen neuen Fragen, die aufkommen, darf ich Sie zunächst bitten die bisherigen Antworten auf Ihre Fragen zu akzeptieren.

Vielen Dank!
RASchroeter, Rechtsanwalt
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 7690
Erfahrung: Rechtsanwalt, Immobilienökonom, MBA, Bankkaufmann
RASchroeter und weitere Experten für Erbrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Vielen Dank für die Antwort.
Es wäre aber freundlich wenn Sie diese Frage noch beantwortet hätten
Experte:  RASchroeter hat geantwortet vor 4 Jahren.
Auch hier fällt Schenkungs- bzw. Erbschaftssteuer an, allerdings nur auf den verbleibenden Restwert, der nach Abzug der monatlichen Mieten verbleibt. D.h. umso länger Mieten gezahlt werden, umsi geringer ist der Erbsanteil und damit die Erbschaftssteuer. Die Miete könnte dann mit den Pflegeaufwendungen verrechnet werden, soweit die Leistungen betraglich gleich sind.

Viele Grüße
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Vielen Dank für die Informationen.
Das hat mir soweit weitergeholfen.
Einen schönen Abend noch.

Viele Grüße
RH
Experte:  RASchroeter hat geantwortet vor 4 Jahren.
Ihnen auch. Viel Erfolg mit dem Haus.

Viele Grüße

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