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Mikael Varol
Mikael Varol, Rechtsanwalt
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 313
Erfahrung:  Rechtsanwalt
62332466
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Erbrecht hier ein
Mikael Varol ist jetzt online.

Hallo, ich habe mit Schreiben vom 06.01.2012 von einem Anwalt

Kundenfrage

Hallo,
ich habe mit Schreiben vom 06.01.2012 von einem Anwalt erfahren, dass mein Cousin am 28.11. 2011 in Berlin verstorben ist. Der Anwalt vertritt ebenfalls eine Cousine des Toten.
Der Tote war nicht verheiratet und auch keine Kinder. Kraft gesetzlicher Erbfolge wäre
ich als Cousine mit weiteren 4 Cousinen gesetzlicher Erbe.
Der Tote hat auf jeden Fall Vermögen hinterlassen!
Da ich 450 km von Berlin entfernt wohne, habe ich folgende Fragen an Sie:
- Muss ich einen Erbschein anfordern, damit ich das Erbe nicht versäume, sind evtl. Fristen zu beachten?
- Oder erbe ich automatisch sobald das Nachlassgericht eröffnet und mich dann sowieso per Post benachrichtigt?
- Falls ein Erbschein erforderlich ist müsste ich den in Berlin beim zuständigen Nachlassgericht anfordern, oder?

Besten Dank für eine baldige Info!
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Erbrecht
Experte:  Mikael Varol hat geantwortet vor 4 Jahren.

Sehr geehrte(r) Fragesteller(in),


vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne auf Basis Ihres Einsatzes und des von Ihnen mitgeteilten Sachverhalts wie folgt beantworten möchte:



Bitte beachten Sie, dass die nachstehenden Ausführungen lediglich eine erste rechtliche Einschätzung auf Grundlage Ihrer Angaben darstellen.


Das Vermögen des Erblassers geht mit seinem Tod auf seine Erben über (§§ 1922, 1942 BGB). Sie müssen die Annahme nicht ausdrücklich erklären. Sie müssen also nicht ein Erbschein anfordern, um das Erbe anzunehmen. Dies kann bereits durch Erklärung gegenüber den Miterben erfolgen. Den Erbscheinsantrag müssen Sie beim zuständigen Nachlassgericht stellen. Das ist das Nachlassgericht, in dessen Bezirk der Erblasser zur Zeit des Todes seinen Wohnsitz hatte. Das wäre also in jedem Fall ein Berliner Gericht, wenn er hier seinen Wohnsitz zum Zeitpunkt seines Todes hatte.


Ich hoffe, dass ich Ihnen in dieser Sache einen ersten hilfreichen Überblick verschaffen konnte. Ich weise Sie darauf hin, dass Ihre Frage ausschließlich auf Grundlage Ihrer Schilderung beantwortet wurde und eine endgültige Einschätzung der Rechtslage nur nach umfassender Sachverhaltsermittlung möglich ist. Die Antwort dient einer ersten rechtlichen Einschätzung. Dies kann jedoch eine persönliche und ausführliche Beratung durch einen Rechtsanwalt in den seltensten Fällen ersetzen. Ich weise Sie zudem darauf hin, dass das Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben möglicherweise zu einer anderen rechtlichen Beurteilung führen kann.


Bei eventuellen Unklarheiten nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion. Soweit Sie keine weiteren Nachfragen haben, bitte ich höflich gemäß den allgemeinen Geschäftsbedingungen dieser Plattform meine Antwort zu akzeptieren indem Sie auf das grüne Feld "Akzeptieren" klicken.



Mit freundlichen Grüßen


Mikael Varol

Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Hatte aber im Internet gelesen, dass es erforderlich ist einen Erbschein zu beantrage wenn kein Testament vorhanden ist! Sie sind sich also da ganz sicher, oder?

Falls das so ist, werde ich ja folglich automatisch vom Nachlassgericht angeschrieben!
(Habe bereits die Adresse von diesem Gericht) und muss somit nichgs weiteres machen,oder?

Freundliche Grüße
Manfred Feselmeier
Experte:  Mikael Varol hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrte(r) Fragesteller(in),

Ihre Nachfrage möchte ich wie folgt beantworten:

Nach Ihrer Schilderung bin ich davon ausgegangen, dass Sie und Ihre Cousins gesetzliche Erben geworden sind. Das sind Sie bereits mit dem Tod Ihres Cousins. Einer ausdrücklichen Annahme bedarf es nicht. Das kann grundsätzlich auch konkludent geschehen. Es spielt dabei keine Rolle, ob Sie gesetzliche Erben oder testamentarische Erben geworden sind. Da bereits Sie vom Anwalt Ihrer Cousine angeschrieben wurden, können Sie davon ausgehen, dass sie Sie dem Nachlassgericht gegenüber als Miterben angeben. Es steht Ihnen natürlich frei, sich selbst beim Nachlassgericht zu melden, zwingend erforderlich ist das aber nicht, insbesondere keine Voraussetzung für die Annahme der Erbschaft. Fristen gibt es für die Ausschlagung. Also spätestens mit Ablauf der Ausschlagungsfrist gilt die Erbschaft als angenommen. Diese beträgt sechs Wochen ab Kenntnis des Erbfalls.

Um als Erbe frei über das Vermögen verfügen zu können sollten Sie mit den Miterben einen Erbschein beantragen. Dies können Sie zwar grundsätzlich bereits vor der Erbschaftsannahme ohne Erbschein. Sollten Sie jedoch z.B. mit Banken zu tun haben, um an die Konten zu kommen, verlangen diese die Vorlage eines Erbscheins.
Gemeint war lediglich (da ich Ihre Frage so verstanden hatte), dass die Beantragung eines Erbscheins keine Voraussetzung für die Annahme der Erbschaft ist.

Bei eventuellen Unklarheiten nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion. Soweit Sie keine weiteren Nachfragen haben, bitte ich höflich gemäß den allgemeinen Geschäftsbedingungen dieser Plattform meine Antwort zu akzeptieren indem Sie auf das grüne Feld "Akzeptieren" klicken.



Mit freundlichen Grüßen

Mikael Varol
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Hallo Herr Varol,
hier meine letzten Fragen, ich denke dann dürften meine Fragen beantwortet sein:

Für die Kenntnisnahme des Erfalls zählt aber nicht das Schreiben des Anwalts, sondern erst das Schreiben vom Nachlassgericht, oder?

Da ich ja nun vorab keinen Erbschein beantragen muss, und ich auf jeden Fall erben werde, stelle ich mir das eigentlich so vor, dass das Nachlassgericht das Vermögen
des Verstorbenen ermittelt, davon alle entstandenen Kosten abzieht und das restliche Vermögen auf die Erben gleichmäßig aufgeteilt wird. Um aber dann an das anteilige Vermögen zu kommen, benötige ich aber lt. Ihren Angaben dann trotzdem einen Erbschein. Ist das so richtig?

Schöne Grüße
Manfred Feselmeier
Experte:  Mikael Varol hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrte(r) Fragesteller(in),

Ihre Nachfrage möchte ich wie folgt beantworten:

Für die Kenntnisnahme des Erbfalls zählt das Schreiben des Anwalts. Es kommt auf die Kenntnisnahme des Erbfalls an, nicht durch wen Sie es erfahren haben.

Sie stellen es sich grundsätzlich richtig vor, wie das Nachlassgericht vorgeht. Bei der Verteilung des Vermögens benötigen Sie allerdings kein Erbschein mehr. Das mit dem Vermögen und dem Erbschein war so gemeint, dass, wenn Sie jetzt sofort, also noch bevor ein Nachlassverzeichnis aufgenommen wurde und das Erbe aufgeteilt wurde, vom Konto Ihres Cousins Geld abheben wollen würden.

Es sollte ein Nachlassverzeichnis aufgenommen werden. Wenn Sie aus der Ferne ohnehin keinen Kontakt zu Ihrem verstorbenen Cousin hatten und nicht wissen, was er alles besaß, können dies durchaus die Cousins in Berlin veranlassen und vervollständigen. Nach Abzug der Verbindlichkeiten wird sodann das Vermögen quotenmäßig verteilt.

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Mit freundlichen Grüßen

Mikael Varol
Rechtsanwalt
Mikael Varol, Rechtsanwalt
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 313
Erfahrung: Rechtsanwalt
Mikael Varol und weitere Experten für Erbrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Hallo Herr Varol,
vielen Dank für Ihre Antworten.
Also werde ich den Verlauf abwarten und meine Schwiegermutter informieren.
Denn diese wäre die Erbin. Ich bin sozusagen Ihr "Rechtsanwalt" und berate Sie in der Sache.
So nun bin ich müde und gehe ins Bett, da ich morgen wieder um 05.30 Uhr aufstehen muss. Hoffe, Sie können sich ebenfalls bald zurückziehen.

Also schöne Grüße und alles Gute weiterhin.

Gruß
Manfred Feselmeier

Wünsche Ihnen eine Gute Nacht
Experte:  Mikael Varol hat geantwortet vor 4 Jahren.
Es freut mich, dass ich Ihnen helfen konnte und wünsche Ihnen auch eine gute Nacht.


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