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Tobias Rösemeier
Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  Fachanwalt f. Familienrecht
37896974
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Tobias Rösemeier ist jetzt online.

Hallo, wir haben für meine Eltern (84 und85 J.) vor 2 Jahren

Kundenfrage

Hallo,
wir haben für meine Eltern (84 und85 J.) vor 2 Jahren eine Seniorengerechte Eigentumswohnung (189.000€) gekauft, in der sie seither mietfrei wohnen. Zusätzlich haben wir 27.500 € als Auslagen (Küche, Umzug, Entrümpelung...Whg.einrichtung, Makler,...) vorausgelegt.

1,5 Jahre später konnte endlich die alte Wohnung meiner Eltern verkauft werden. Aus dem Erlös wollen meine Eltern uns gerne Geld zukommen lassen, um sich an dem neuen 'Wohnkonzept' zu beteiligen. Vereinbart wurden 70.000 €.

Gibt es die Möglichkeit, einen privatrechtliche Vereinbarung zu schließen, die steuerlich keine Komplikationen macht und auch von der Pflegeversicherung als Investition meiner Eltern in ihr lebenslanges Wohnrecht in dieser Wohnung anerkannt wird?

Vielen Dank XXXXX XXXXX Mühe!
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Erbrecht
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne wie folgt beantworte.

Die Schenkung ist aus der Sicht der Schenkungssteuer nicht bedenklich, da Sie hier einen Steuerfreibetrag von 400.000 € inne haben.

Im Falle der Pflegebedürftigkeit und Inanspruchnahme von Sozialleistungen könnte die Schenkung allerdings widerrufen werden.

Da Sie hier erhebliche Kosten für Umzug, Entrümpelung und Einrichtung und Makler übernommen haben, käme als Gestaltungsvariante in Frage, dass Sie diese Gelder Ihren Eltern im Wege des Darlehens finanziert haben und nunmehr Ihre Eltern dieses Darlehen aus dem Verkaufserlös zurückbezahlen.

Somit ließe sich der Betrag schon in etwa halbieren.

Weitere Geldbeträge wären dann als Miete zu qualifizieren, wenn Sie auf das Wohnrecht gezahlt werden und müssten dann über die Einkommensteuer versteuert werden.
Tobias Rösemeier und 2 weitere Experten für Erbrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Eine klassische Miete, die dem ortsüblichen Mietniveau entspricht, wäre für meine Eltern kaum langfristig finanzierbar...sondern höchstens eine Art 'symbolische' Miete...
Für meinen Vater war es aber auch sehr wichtig, Geld als persönliche Beteiligung an dem Projekt fließen zu lassen.
Ich hatte daher den Gedanken, den 'restlichen' Betrag quasi treuhänderisch im Sinne meiner Eltern für ihr Wohnen zu verwalten und wie bisher, laufende Kosten (Wasser/ Wärme...) aus diesem Pool zu zahlen. Wäre das für Ämter nachvollziehabr, wenn es dazu eine schriftliche Vereinbarung gäbe??
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

es ist kein Problem, hier eine Treuhandvereinbarung zu treffen. Allerdings würde dies im Ergebnis bedeuten, dass das Vermögen weiterhin auf Seiten Ihrer Eltern stehen würde und sodann im Falle der Inanspruchnahme von Leistungen nach dem SGB XII der Verwertung zugeführt werden müsste.

Neben dem oben beschriebenen Darlehen können Sie sich natürlich auch die Nebenkosten der Vergangenheit unschädlich nachzahlen lassen.

Der Restbetrag könnte für das kostenfreie Wohnen als Schenkung erfolgen. Dies wäre dann auch als Anstandsschenkung zu qualifizieren. In der Schenkungsvereinbarung sollte dann aber dargelegt werden, dass die Schenkung dafür erhalten, dass Ihre Eltern kostenfrei in der Wohnung leben können und ggf. Sie ggf. dann auch Besorgungen, Arztbesuche etc. übernehmen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Besorgungen, Arztbesuche...dass wäre ein Problem, denn zwischen uns liegen 240 km...aber okay, ich denke ich hab eine Idee, wie es gehen könnte und alle Seiten nicht unnötig - psychologisch und finanziell -belastet werden. Vielen Dank!
Ich war übrigens irgendwie zu schnell und hatte letztendlich oben nach der ersten Antwort schon 'akzeptiert' gedrückt, obwohl meine ANtwort noch auf dem Weg war...
Ich hoffe, es gibt jetzt kein Systemchaos

Schönen Abend noch!
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

keine Angst, es gibt kein Systemchaos, es freut mich, wenn ich Ihnen eine Orientierung verschaffen konnte.