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Advopro
Advopro, Rechtsanwalt
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 9380
Erfahrung:  Zweites StaatsexamenDiplom Jurist
26039601
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Liebes Theam bin Besitzerin eines Hauses (Bauernhof) 65

Kundenfrage

Liebes Theam

bin Besitzerin eines Hauses (Bauernhof) 65 Jahre alt u. stehe allein im Grundbuch. Nun will mein Lebenspartner (unverheiratet) das ich ein Testament aufsetze, daß im Notfall nicht das gesamte Grundstück meine 2 Kinder bekommen, das wäre ja die Erbfolge.

Dieses Testament soll so lauten: das Herr X also zur Hälte Miteigentümer ist und ihm somit eine Hälfte des Hauses gehört oder zusteht, denn schließlich hat er seine Arbeitskraft investiert. Somit würde dann ein Erbschaftsanspruch bestehten und könnte dies notfals einklagen, denkt er. Meine Kinder haben aber kein Problem wenn er dort allein wohnen bleibt und wirtschaftet.

Frage:
hätte so ein Testament Bestand? Hätte er überhaupt einen Anspruch auf die Hälte ohne Grundbucheintrag?

verbleibe mit freundlichen Grüßen

Ilioudis
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Erbrecht
Experte:  Advopro hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,


vielen Dank für Ihre Anfrage .
Diese möchte ich sehr gerne wie folgt beantworten:


Das ist hier gar nicht so einfach.

Wenn ich Sie richtig verstanden habe, möchten Sie hier insbesondere einen Bauernhof übertragen beziehungsweise das entsprechende Grundstück.

Die Frage ist zunächst, ob hier die Höfeordnung Anwendung findet.

In diesem Fall können sie nämlich leider nicht ohne weiteres als Erben des Hofes bestimmen, wen sie wollen. Näheres regelt die Höfeordnung.

Nachfolgend habe ich Ihnen einen interessanten Link mit detaillierten weiterführenden Informationen zu diesem Thema beigefügt:

www.höfeordnung.de/?p=35

Ob die Höfeordnung anwendbar ist hängt davon ab, ob im Grundbuch ein so genannter Höfevermerk vorhanden ist.

Sollte dieses der Fall sein, könnten sie die Höfeordnung aber sozusagen abwählen. Hierzu ist eine entsprechende Erklärung vor dem zuständigen Landwirtschaftsgericht erforderlich.

Sofern die Höfeordnung also im Ergebnis nicht anwendbar ist können sie grundsätzlich völlig frei vererben.

Sie könnten also beispielsweise auch einen Miteigentumsanteil an ihrem Hausgrundstück vererben.

Da nach deutschem Recht das Haus ein so genannter wesentlicher Bestandteil des Grundstücks ist, kann das Haus (beziehungsweise ein Teil davon) nicht losgelöst vom Grundstück vererbt/übertragen werden.

Es muss sich also richtig heißen, dass ein Miteigentumsanteil am Grundstück vererbt wird.

Alternativ hierzu könnten sie natürlich ihrem Lebenspartner auch ein lebenslanges Wohnrecht durch das Testament einräumen oder auch schon zu Lebzeiten. hierdurch würde er aber nicht Eigentümer werden. Dieses würde er nur durch eine eigentumsrechtliche Übertragung, also insbesondere, wenn sie ihm beispielsweise die Hälfte des Grundstücks vererben würden mit darauf befindlichen Haus.

Damit er dann aber auch (Mit-) Eigentümer werden könnte, müsste natürlich nach dem Erbfall eine entsprechende Umschreibung des Miteigentumsanteils im Grundbuch auf Antrag vor dem zuständigen Grundbuchamt erfolgen.





Ich hoffe Ihnen eine erste rechtliche Orientierung ermöglicht zu haben und wünsche Ihnen viel Erfolg und alles Gute!

Ich möchte Sie gerne noch abschließend auf Folgendes hinweisen:

Die von mir erteilte rechtliche Auskunft basiert ausschließlich auf den von Ihnen zur Verfügung gestellten Sachverhaltsangaben. Bei meiner Antwort handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes, die eine vollumfängliche Begutachtung des Sachverhalts nicht ersetzen kann. So kann nämlich durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen eine völlig andere rechtliche Beurteilung die Folge sein.

Sofern Sie mit meiner Antwort zufrieden sind möchte ich Sie höflich bitten meine Antwort gemäß den allgemeinen Geschäftsbedingungen dieser Plattform zu akzeptieren.

Sie akzeptieren meine Antwort, indem Sie unter meiner Antwort einmal auf das grüne Feld „akzeptieren“ klicken.

Ich hoffe, dass Ihnen meine Ausführungen geholfen haben. Sie können natürlich gerne über die Nachfrageoption mit mir Verbindung aufnehmen.

Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Donnerstagabend!

Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt
Experte:  Advopro hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,haben Sie noch Verständnisfragen?Ansonsten möchte ich Sie höflich bitten mir mitzuteilen, was einer Akzeptierung meiner Antwort im Wege steht.Mit freundlichem Gruß von der NordseeküsteDipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt
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Sehr geehrter Ratsuchender,

Sie haben meine Antwort bislang noch nicht akzeptiert. Ich bitte Sie dies noch nachzuholen und mich somit für meine Rechtsberatung zu bezahlen. Dieses gebietet nicht schon nur Gebot der Fairness, sondern ist auch Gegenstand der AGB (Punkt Nr. 9 der Nutzungsbedingungen), die Sie schliesslich auch akzeptiert haben.



Eine kostenlose Rechtsberatung ist nämlich zum einen von dieser Plattform nicht beabsichtigt und zum anderen nach deutschem Berufsrecht grundsätzlich nicht zulässig. Sollten Sie noch Verständnisfragen haben, so melden Sie sich bitte. Ansonsten akzeptieren Sie bitte.



Mit freundlichem Gruß

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt
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