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Tobias Rösemeier
Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  Fachanwalt f. Familienrecht
37896974
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Tobias Rösemeier ist jetzt online.

Meine Mutter ist mit 88Jahren am 10.12.11 gestorben, Sie hatte

Kundenfrage

Meine Mutter ist mit 88Jahren am 10.12.11 gestorben, Sie hatte 3 Kinder, einem Sohn wurde 2009 das Haus über eine Grundbucheintragung von der Mutter übergeben, die 2 weiteren Kinder haben davon keine Info bekommen.
Das Haus hat einen Wert von ca. 200.000€
Der eine Sohn der das Haus bekommen hat, hat schon in den letzten 10 Jahre ca. 60.000€ investiert, ist dieser Wert vom Haus abziehbar, so dass der Wert für ein Pflichtteilsanspruch auf ca. 140.000€ sinkt?
Reduziert sich der Pflichtteil um 10% nach der neuen Gesetzeslage?
Mein Bruder hat den 2 Geschwister je 20.000€ versprochen, ist das gerecht?
Bitte geben Sie mir kurz Bescheid!

Günter O.
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Erbrecht
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Frage beantworte ich wie folgt:

Bei der Bemessung der Pflichtteilsergänzungsansprüche im Hinblick auf die Schenkung ist vom Wert des Hauses zum Zeitpunkt der Übertragung auszugehen.

Ob die Investitionen Berücksichtigung finden können, kann aus der Ferne nicht beurteilt werden. Diese müsste der Bruder jedenfallls nachweisen.

Nach § 2325 BGB gilt folgendes: Die Schenkung wird innerhalb des ersten Jahres vor dem Erbfall in vollem Umfang, innerhalb jedes weiteren Jahres vor dem Erbfall um jeweils ein Zehntel weniger berücksichtigt. (Abschmelzung)

Der Wert wird also vorliegend um 10 bzw. 20% gekürzt.

Die angebotenen 20.000 € erscheinen zu wenig.

Bitte fragen Sie nach, wenn weiterer Klärungsbedarf besteht.

Tobias Rösemeier und 4 weitere Experten für Erbrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Hallo Herr Rösemeier,

von was sind die Investitionen abhängig?

mein Bruder kann Rechungen vorweisen, müssen wir die Investitionen akzetieren oder könne wir diese abschlagen?

 

Gruß

G.Obergfäll

Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,

wenn Ihr Bruder hier Investitionen in das Eigentum der Mutter vorgenommen hat, bevor es zu der Schenkung kam, so können die Investitionen nur dann berücksichtigt werden, wenn in dem Übertragungsvertrag zwischen Mutter und Sohn diese benannt und zur Aufrechnung frei gegeben waren. Erfolgte eine derartige Vereinbarung nicht, so kann der Bruder Investitionen,die vor der Schenkung erfolgt sind, Ihnen nicht gegenüber aufrechnen.