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ClaudiaMarieSchiessl
ClaudiaMarieSchiessl, Rechtsanwältin
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 15720
Erfahrung:  Seit 20 Jahren als Rechtsanwältin zugelassen, Korrespondenzsprachen: deutsch und englisch, umfangreiche und langjährige Tätigkeit auf dem Gebiet des Erbrechts, zwei Fachanwaltstitel
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Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Erbrecht hier ein
ClaudiaMarieSchiessl ist jetzt online.

Hallo Meine Mutter verstarb im letzten Jahr. Erben sind laut

Kundenfrage

Hallo
Meine Mutter verstarb im letzten Jahr. Erben sind laut gesetzlicher Erbfolge, ohne
Testament usw. meine Schwester und ich. Ich wohne 430 km weit entfernt von meiner
Mutter -konnte mich also nicht täglich um sie, wie auch jetzt um die ganze Erbschaft
vor Ort kümmen. Dennoch war unser Verhältnis gut und zum helfen war ich mehrmals im
Jahr bei ihr.
Etwa vor einem Jahr machte meine Mutter eine Verfügung an Dritte (das Sparbuch etwa 4500 € - Formular bei der Sparkasse hinterlegt) an meine Schwester, obwohl sie immer sagte, daß das für die Beerdigung ist.
Mein Verhältnis zu meiner Schwester ist seit 30 Jahren keines, gerade weil sie nur selber
für sich rafft und teilen nie wirklich mußte und wollte.
Ende 2010 schenkte meine Mutter jedem von uns Geschwistern je 1000€. Meine Schwester besaß, weil sie ja in 5km Entfernung wohnt eine Kontovollacht auch über den
Tod hinaus. So erfuhr ich erst kurz vor Auflösung der Konten, daß das Sparbuch nicht
mit zur Erbasse zählt. Auch bei der Aufteilung hat sie mich gnadenlos besch....
Es gab nie eine Auflistung des Inventars, wenn ich fragte, kam als Antwort, weiß ich doch nicht wo was geblieben ist - Schmuck, Haushaltsgegenstände usw. Mit den Abrechnungen über das Girokonto meiner Mutter ist auch einges im argen, Gutschriften
kamen direkt auf das Girokonto meiner Schwester, Rechnungen alle schön über das Erbmassengirokonto.
Bei Aulösung des Girokontos blieben 1000 € für jeden der Erben.
Mir geht es erstens um die Ergänzung meines Pflichteiles. Mein Pflichteil wäre doch
1 Viertel der 2000 vom Girokonto + die 4500 vom Sparbuch + die 2000 der Schenkung
vom Vorjahr + Rechnungsschwindeleien etwa 2200 €. Bekommen habe ich 1000€. Bleibt Differenz von 1200€. Oder wird ein Viertel der Gesamtschenkungen (4500 Sparbuch +2000 =6500€ also 1625€ genommen plus die 1000€, welch ich schon bekommen habe.
Wären in Summe 2625€ ?
Da es nun nicht um soviel geht, weiß ich nicht, ob ich den Schritt zum Anwalt gehen soll.
Für 1000€ oder 1500 €, um die es hier für mich persönlich geht, wird sicher kein Anwalt
einschließlich einer ersten Instanzverhandlung tätig.
Wie verhält es sich mit den Kosten meines Rechtsanwaltes oder auch die Gerichtskosten, wenn ich nachweisen kann, daß meine Schwester sich übervorteilt und mich getäuscht und belogen hat? Gibt es da auch eine Beteiligung am finanziellen Risiko für sie, oder bleibt es letzten Endes immer am Auftraggeber, also an mich hängen ?
Wie ermittelt man den Streitwert ? Das was nach dem Tod meiner Mutter vorhanden war also Beerdigungskosten usw. noch nicht abgezogen, oder das was letztlich übrig blieb, also die 1000€ pro Nase + Sparbuch + Vorjahresschenkungen ?
Was Kostet mich die anwaltliche Vertretung (also Anschreiben ...) + einer Gerichtsverhandlung in der ersten Instanz bei einem Streitwert von etwa 8500 € ?
Mit meiner Schwester habe ich inzwischen keinen Kontakt, weder mündlich noch schriftlich, und ich möchte es auch nicht. Raten sie mir, sie aufzufordern mir meine
Pflichtteilsergänzung auszuzahlen ? Oder welche Wege sehen Sie für mich noch.
Gibt es über das Nachlassgericht keine Möglichkeit diesen Ausgleich einzufordern.
Wie Sie merken, scheue ich ein wenig das finanzielle Risiko zum Anwalt zu gehen, denn
mein Geld kann ich auch für schöne Dinge im Leben ausgeben.
Mir ist schon klar, daß ich finanziell kaum was gewinnen kann, bestenfalls die Befriedigung
diesesmal ist eine tolle Schwester nicht mit durchgekommen.

Für eine schnelle substanzielle Antwort, vielleicht auch mit eine künftigen Ablaufplan
für mich, wäre ich sehr dankbar.

Mfg Karsten
[email protected]
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Erbrecht
Experte:  ClaudiaMarieSchiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,


vielen Dank für Ihre Anfrage.


Anwaltsgebühren richten sich nach dem Gesetz. Das Gesetz stellt in erster Linie auf den Gegenstandswert, in zweiter Linie auf Art und Umfang des anwaltlichen Tätigwerden ab.


Im Gerichtsverfahren richtet sich dies nach festen Regeln, außergerichtlich hat der Anwalt ein gewisses Ermessen.


Außgerichtliche Gebühren werden hälftig auf gerichtliche Gebühren angerechnet.


Der Streitwert ist grob gesprochen immer das, um das es geht.

Man muss stets abstellen auf das , was gefordert oder eingeklagt wird, nicht auf den Wert dessen inwieweit die Forderung oder Klage begründet ist.


Werden 30.000 Euro eingeklagt und die Klage verloren ist der Gegenstandswert 30.000 Euro.


Bei einem Gegenstandswert von 8.500 Euro fallen für ein normales Schreiben an:

1,3 Geschäftsgebühr 583,70 Euro
Auslagenpauschale 20,00 Euro
Mehrwertsteuer 19%


1,3 Verfahrensgebühr
abzgl.0,65 außergerichtliche Gebühr
Rest 291,85 Euro
1,2 Terminsgebühr 538,80 Euro
bei einem Vergleich noch 1,0 Vergleichsgebühr 449,00 Euro
Auslagenpauschale 20,00 Euro
Mehrwertsteuer 19 %


Ab 5000 Euro ist leider Anwaltszwang, so dass Sie hier leider nicht selbst tätig werden können.


Ich kann Ihnen hier keine defintiven Rat geben, denn den Ausgang eines Gerichtsverfahrens kann niemand vorhersagen.



Ich hoffe, dass ich Ihnen eine erste rechtliche Orientierung gegeben habe.



Bei Unklarheiten fragen Sie bitte nach.




Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin



Wenn ich Ihre Frage beantwortet habe bitte ich um Akzeptierung
Experte:  ClaudiaMarieSchiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,


haben Sie noch Fragen ? Sehr gerne



Wenn nicht bitte ich um Akzeptierung


Danke

Experte:  ClaudiaMarieSchiessl hat geantwortet vor 4 Jahren.
Ich darf meine Ausführungen ergänzen.

Gerichtskosten und Anwaltskosten richten sich nach dem Verhältnis Obsiegen / Unterliegen.

Verantwortlich ist dem Anwalt aber stets der Auftraggeber für den Fall, dass beim Gegner nichts zu holen ist,.

Wenn Sier nicht per Testament enterbt wurden bekommen Sie auch keinen Pflichteils sondern Sie erben zur Hälfte mit Ihrer Schwester.


Aus diesm Grund bin ich auch auf Ihre Fragen zum Pflichtteil nicht eingegangen.



Mit freundlichen Grüßen




Claudia Marie Schiessl
Rechtsanwältin und
Fachanwältin für Arbeitsrecht
Fachanwältin für Familienrecht



Wenn ich Ihre Frage beantwortet habe bitte ich höflich um Akzeptierung


Vielen Dank

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