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Advopro
Advopro, Rechtsanwalt
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 9380
Erfahrung:  Zweites StaatsexamenDiplom Jurist
26039601
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Meine Eltern haben sich gegenseitig als Erben benannt. Das

Kundenfrage

Meine Eltern haben sich gegenseitig als Erben benannt. Das Testament wurde in Handschrift verfasst. Vor 6 Jahren verstarb mein Vater, er hinterließ Ehefrau und eine Tochter.
Ich weiß das mir die Hälfte des Erbes zusteht, welches ich jedoch bis heute nicht erhalten, und auch noch nicht bei meiner Mutter angefordert habe.

Gibt es eine zeitliche Begrenzung den Pflichtanteil einzufordern?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Erbrecht
Experte:  Advopro hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender,





vielen Dank für Ihre Anfrage .

Diese möchte ich sehr gerne wie folgt beantworten:







Offensichtlich haben ihre Eltern hier ein gemeinschaftliches Testament gemacht.

Sofern das Testament von einem Ehegatten vollständig handschriftlich verfasst wurde und von beiden Ehegatten unterschrieben wurde, ist es grundsätzlich auch wirksam.

Die Frage ist zunächst, ob sie überhaupt Erbe geworden sind nach dem Tod ihres Vaters.

Sofern ihr Vater die Ehefrau als Alleinerbin nach seinem Versterben eingesetzt hat,hätten sie lediglich einen Pflichtteilsanspruch in Höhe der Hälfte des gesetzlichen Erbteils, vgl. § 2303 BGB.

Gem. §§ 195,199 BGB beträgt die Verjährung für den Pflichtteilsanspruch drei Jahre
und beginnt mit Ablauf des Jahres, indem sie vom Tod des Erblassers also ihres Vaters und (also zusätzlich) von dem Testament erfahren haben.

Eine Verjährung wäre bislang dann noch nicht eingetreten (würde aber dann am 1.1.2012 eintreten) wenn sie erst nach dem 1.1.2008 Kenntnis von dem Testament gehabt hätten.

Sollte dieses der Fall sein, sollten sie noch heute einen Rechtsanwalt vor Ort beauftragen, damit dieser für sie bis spätestens morgen Abend Maßnahmen zur Hemmung der Verjährung (also Einreichen eines gerichtlichen Mahnbescheides oder Klage) einleiten kann.







Ich hoffe Ihnen eine erste rechtliche Orientierung ermöglicht zu haben und wünsche Ihnen viel Erfolg und alles Gute!



Ich möchte Sie gerne noch abschließend auf Folgendes hinweisen:

Die von mir erteilte rechtliche Auskunft basiert ausschließlich auf den von Ihnen zur Verfügung gestellten Sachverhaltsangaben. Bei meiner Antwort handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes, die eine vollumfängliche Begutachtung des Sachverhalts nicht ersetzen kann. So kann nämlich durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen eine völlig andere rechtliche Beurteilung die Folge sein.



Sofern Sie mit meiner Antwort zufrieden sind möchte ich Sie höflich bitten meine Antwort gemäß den allgemeinen Geschäftsbedingungen dieser Plattform zu akzeptieren.



Sie akzeptieren meine Antwort, indem Sie unter meiner Antwort einmal auf das grüne Feld „akzeptieren“ klicken.



Ich hoffe, dass Ihnen meine Ausführungen geholfen haben. Sie können natürlich gerne über die Nachfrageoption mit mir Verbindung aufnehmen.

Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Freitagnachmittag!



Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt



Advopro und 5 weitere Experten für Erbrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Vielen Dank für Ihre umfangreiche Antwort.
Leider wird es mir kaum möglich sein, auf einem Freitagnachmittag, noch einen Rechtsanwalt mit meinem Fall beauftragen zu können.

Muß ich nachweisen das ich das Testament erst so spät gelesen habe?
Experte:  Advopro hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr gern geschehen.

Vielen Dank für den Nachtrag.

Im Zweifel müssten sie nachweisen, wann sie das Testament das erste Mal gelesen haben beziehungsweise hätten lesen können.



Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt


Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Was ist, wenn ich von dem Testament nur gehört habe, also dies nicht selbst gelesen. Ist die Verjährung dann auch der 01.01.2012?

Experte:  Advopro hat geantwortet vor 5 Jahren.
Dieses würde grundsätzlich auch genügen.

Eine Verjährung würde aber erst am 1.1.2012 eintreten, wenn Sie innerhalb des Jahres 2008 Kenntnis von dem Testament erhalten haben.

Sollten Sie beispielsweise erst innerhalb des Jahres 2009 Kenntnis von dem Testament erlangt haben, so würde die Verjährung erst zum 31.12.2012 eintreten.



Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Recht herzlichen Dank.
Ich wünsche Ihnen einen guten Start für 2012.

Viele Grüße aus Berlin sendet Ihnen Frau P. Hornburg
Experte:  Advopro hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr gern geschehen.

Auch Ihnen einen guten Rutsch.


Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt