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Tobias Rösemeier
Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  Fachanwalt f. Familienrecht
37896974
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Tobias Rösemeier ist jetzt online.

Wie sind die gerichtlichen Erbschaftsvorgänge in Bayern. Welche

Kundenfrage

Wie sind die gerichtlichen Erbschaftsvorgänge in Bayern.

Welche Rechte hat ein Erbe.

Was ist die Rolle eines Rechtspflegers in einem Nachlassgericht.
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Erbrecht
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

mit dem Tod des Erblassers, also mit dem sogenannten Erbfall, geht die Erbschaft automatisch auf den oder die Erben über.

Der Erbe muss dann entscheiden entscheiden, ob er die Erbschaft antreten will oder nicht. Er kann sich nämlich der angefallenen Erbschaft entledigen, indem er sie ausschlägt. Die Erbschaft wird also nur vorläufig vom Erben erworben; erst die Annahme der Erbschaft bzw. das Verstreichenlassen der Ausschlagungsfrist vollendet den Erwerb der Erbschaft durch den Erben.

Bis zur Annahme der Erbschaft hat das Nachlassgericht ggf. für die Sicherung des Nachlasses zur sorgen. Entsprechendes gilt, wenn der Erbe unbekannt oder wenn ungewiss ist, ob er die Erbschaft angenommen hat.

Grundsätzlich gilt:

Mit dem Tod einer Person geht deren Vermögen auf einen oder mehrere Erben über; das bezeichnet man als Gesamtrechtsnachfolge. Damit übernimmt der Erbe die vermögensrechtliche Stellung des Erblassers.

Die übrigen Rechte und Pflichten ergeben sich aus dem BGB.


Die Aufgaben des Nachlassgerichts werden in den meisten Fällen vom Rechtspfleger am Amtsgericht wahrgenommen (§ 3 Nr. 2c Rechtspflegergesetz), außer wenn sie dem Richter ausdrücklich zugewiesen sind (§ 16 PPflG).

Das Nachlassgericht:

erteilt den Erbschein (§§ 2353 ff. BGB)
verwahrt Testamente und Erbverträge (§§ 2258a ff., 2300 f. BGB)
eröffnet Testamente (§§ 2260 ff. BGB)
nimmt Erklärungen zur Anfechtung letztwilliger Verfügungen entgegen (§ 2081 BGB)
nimmt Erklärungen zu Ausschlagung und Anfechtung der Erbschaft entgegen (§§ 1945 ff. BGB)
ordnet Nachlasspflegschaften und Nachlassverwaltungen an (§§ 1960-1966, 1981 - 1984 BGB)
ordnet die Führung von Nachlassverzeichnissen an (§§ 1960 BGB, 140 EGBGB)
ernennt Testamentsvollstrecker und überwacht die Vollstreckungsverfahren (§§ 2198 ff., 2368 BGB)
nimmt Anzeigen zu Erbschaftsverkäufen entgegen (§ 2384 BGB).


Vielleicht können Sie näher eingrenzen, worum es bei Ihnen speziell geht, dann können konkretere Ausführungen erfolgen.



Tobias Rösemeier und weitere Experten für Erbrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
er Todesfall war vor zehn Jahren. Die Erbschaft war mehrere Grundstücke, die der Rechtspfleger in der Zwischenzeit verkauft hat. Das Geld vom Verkauf ist in einem Treuhandkonto. Ich habe nur vor zwei Monaten von dieser Erbschaft erfahren.

Welche Fragen sollte ich stellen und an was muss ich Acht geben, bevor diese Akte geschlossen wird.
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

aufgrund Ihrer Schilderung muss ich davon ausgehen, dass durch das Gericht der Nachlass gesichert und verwaltet worden ist.

Wenn Sie nunmehr Erbe geworden sind, endet damit die Nachlasspflegschaft.

Das Erbe ist an den Berechtigten auszukehren und Rechenschaft die Höhe des Nachlasses und die Nachlassverbindlichkeiten abzulegen.

Sie können Einsicht in die Nachlassakte nehmen, um die ordnungsgemäße Verwaltung zu prüfen.

Von Bedeutung wird sicherlich insbesondere sein, ob die Grundstücke zu einem angemessenen Preis veräußert worden sind.

Gegebenenfalls ziehen Sie wegen der Einsichtnahme und Prüfung einen Anwalt vor Ort hinzu.

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Vielen Dank XXXXX XXXXX Hinweise. Sie waren sehr hilfreich.

J. Meier
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.
Gern geschehen. Ich wünsche einen angenehmen zweiten Weihnachtsfeiertag.

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