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Tobias Rösemeier
Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  Fachanwalt f. Familienrecht
37896974
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Tobias Rösemeier ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren,1989 verstarb mein Vater. Er

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren, 1989 verstarb mein Vater. Er machte mit seiner Ehefrau (meiner Adoptivmutter) das sogenannte Berliner Testament. Sie setzten sich gegenseitig zu alleinigen und unbeschränkten Erben ein. Im selben Testament benannten sie mich als Nacherben nach dem Tod des letzt versterbenden Ehegatten. Mein Vater hinterließ als Erbe ein Geschäftshaus im Wert von ca. 2,5 Mio DM, allerdings belastet mit mehr als 1,2 Mio DM Verbindlichkeiten. Ich respektierte den Wunsch meines Vaters, dass ich erst als Nacherbe über den Besitz verfügen sollte. Daher machte ich damals keinen Pflichtteil geltend. Nachdem die Frist zur Anmeldung des Pflichtteils abgelaufen war, verkaufte meine Adoptivmutter ohne mein Wissen und meine Billigung das Haus. Die Verbindlichkeiten wurden abgelöst und sie erhielt eine monatliche Rente auf Lebenszeit, mindestens jedoch von 20 Jahren, in Höhe von damals 5.000,00DM monatlich. Im September diesen Jahres verstarb meine Adoptivmutter. Sie hatte bereits 1994 ein neues Testament verfaßt, in dem sie ihre 2 Nichten und zwei Neffen zu gleichen Teilen als Erben über ihr Gesamtvermögen (kleines Haus und Barvermögen) einsetzte. Nach Testamentseröffnung beantragte ich den Erbschein. Das Amtsgericht setzte mich auf Grund des damaligen gemeinsamen Testamentes als alleinigen Erben ein. Das Barvermögen, das mir zuviel, belief sich noch auf ca. 80.000,00€. Nach Durchsicht von Unterlagen stellte ich fest, dass ca. 5 Wochen vor dem Tod meiner Adoptivmutter ihre Schwester als Kontobevollmächtigte vom Konto meiner Adoptivmutter einmal 6.000,00€ und ein weiteres Mal 20.000,00€ in bar verfügte. Ferner verfügte sie zur gleichen Zeit über mir unbekannte Sachwerte aus einem Bankschließfach meiner Adoptivmutter. Ich muß davon ausgehen, dass meine Adoptivmutter mich böswillig um mein Erbteil bringen wollte. Möglicherweise hat ihre Schwester im Vorgriff auf ein für ihre Kinder zu erwartendes Erbe mit Billigung meiner Adoptivmutter bar verfügt. Habe ich eine Chance, die Gelder der Barverfügungen einklagen zu können? Muss man mir Auskunft über die Werte/Unterlagen im Bankschließfach geben? Wie sollte ich vorgehen? Vielen Dank für eine Antwort Egbert Brand
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Erbrecht
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne wie folgt beantworte.

Ja, die Schwester ist Ihnen gegenüber zur Auskunft verpflichtet. Da Sie zu den pflichtteilsberechtigten Erben nach Ihrer Adoptivmutter gehören, haben Sie hier auch einen sog. Ergänzungsanspruch nach § 2325 BGB gegenüber derjenigen Person, die sowohl das Geld als auch den Inhalt des Bankschließfaches hat.

Abgesehen davon müsste Ihre Tante auch eine Schenkung durch Ihre Adoptivmutter nachweisen können, so dass Ihrerseits ein Herausgabeanspruch des Geldes und des Inhaltes des Bankschließfaches besteht.

Eigenverfügungen durfte die Tante aufgrund der Bevollmächtigung Ihrer Mutter nicht vornehmen.

Fordern Sie daher die Tante auf, Auskunft über die Verfügungen vom Konto Ihrer Adoptivmutter und Auskunft über den Inhalt des Schließfaches zu erteilen. Ebenso fordern Sie zur Herausgabe der Geldbeträge und des Inhaltes des Schließfaches auf.

Sollte die Schwester Ihrer Adoptivmutter die Auskunft verweigern, können Sie diese im Klageweg durchsetzen.
Tobias Rösemeier und 2 weitere Experten für Erbrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Danke f.d.schnelle Antwort. Ein Schreiben hatte ich bereits aufgesetzt u. nun durch Ihre Antwort ergänzt. Vermutl.werde ich nochmal auf Sie zurückkommen.
Mit freundlichen Grüßen
E.B.
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr gerne. Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Abend.

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