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Mikael Varol
Mikael Varol, Rechtsanwalt
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 313
Erfahrung:  Rechtsanwalt
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Mikael Varol ist jetzt online.

Hallo, meine Frau und ich wollen uns scheiden lassen. In 2006

Kundenfrage

Hallo, meine Frau und ich wollen uns scheiden lassen. In 2006 habe ich einen Betrag von ca 115 TEuro von meinem Vater geerbt. Hat sie einen Anspruch auf diesen Teil des vermögens?
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Erbrecht
Experte:  Mikael Varol hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne auf Basis Ihres Einsatzes und des von Ihnen mitgeteilten Sachverhalts wie folgt beantworten möchte:

Bitte beachten Sie, dass die nachstehenden Ausführungen lediglich eine erste rechtliche Einschätzung auf Grundlage Ihrer Angaben darstellen.

Da Sie nichts Entgegenstehendes angegeben habe gehe ich davon aus, dass Sie im Güterstand der Zugewinngemeinschaft leben. Bei der Scheidung wird ein Zugewinnausgleich durchgeführt. Eine Erbschaft gehört zum Endvermögen. Zum Endvermögen gehört das Vermögen, das zum Stichtag (Zustellung des Scheidungsantrags an den anderen Ehepartner) vorhanden ist, wobei Schulden abzuziehen sind. Soweit Sie also einen größeren Zugewinn haben, kommt Ihre Frau in den Genuss der Erbschaft, da diese dem Endvermögen hinzugerechnet wird.

Ich hoffe, dass ich Ihnen in dieser Sache einen ersten hilfreichen Überblick verschaffen konnte. Ich weise Sie darauf hin, dass Ihre Frage ausschließlich auf Grundlage Ihrer Schilderung beantwortet wurde und eine endgültige Einschätzung der Rechtslage nur nach umfassender Sachverhaltsermittlung möglich ist. Die Antwort dient einer ersten rechtlichen Einschätzung. Dies kann jedoch eine persönliche und ausführliche Beratung durch einen Rechtsanwalt in den seltensten Fällen ersetzen. Ich weise Sie zudem darauf hin, dass das Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben möglicherweise zu einer anderen rechtlichen Beurteilung führen kann.

Bei eventuellen Unklarheiten nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion. Soweit Sie keine weiteren Nachfragen haben, bitte ich höflich gemäß den allgemeinen Geschäftsbedingungen dieser Plattform meine Antwort zu akzeptieren indem Sie auf das grüne Feld "Akzeptieren" klicken.



Mit freundlichen Grüßen


Mikael Varol
Rechtsanwalt

Experte:  Mikael Varol hat geantwortet vor 4 Jahren.
Haben Sie Nachfragen?

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Mit freundlichen Grüßen

Mikael Varol
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Varol,

Vielen Dank XXXXX XXXXX Antwort. Die zugewinngemeinschaft besteht.

D.h. Im Klartext, ich als zu großen teilen einziger verdiener muss jetzt das gesamte Vermögen nebst Erbschaft teilen?

Bieten sich in solchen Fällen mediationsverfahren an, da allein die anwaltsksten einen beträchtlichen Teil ausmachen würden. Wir haben ein Eigenheim mit einem Nettoertrag von ca 200 TE nebst Bargeld und Altersversorgung.

Ferner habe ich eine Beteiligung an einem unternehmen in einer Größenordnung von ca 100 TEuro, dessen Wert allerdings allerdings nach einem kürzlichen Gutachten Null ist. Hätte sie auch einen Anspruch auf die Hälfte des einmal eingezahlten Geldes? Eine Veräußerung des Anteils ist allerdings derzeit nicht möglich, eben weil der Wert Null ist.
Experte:  Mikael Varol hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

da ich meine ursprüngliche Antwort wohlmöglich etwas missverständlich formuliert habe möchte ich meine Ausführungen konkretisieren.

Bei einer Erbschaft handelt es sich nach § 1374 Abs. 2 BGB um privilegiertes Vermögen. Das heißt, dass es dem Zugewinnausgleich entzogen ist, mit dem Wert, wie die Erbschaft angefallen ist (in Ihrem Fall also 115T €). Fällt jedoch ein Mehrwert an, den die Erbschaft nach Anfall erfahren hat, dann fließt es in den Zugewinn. Das heißt, dass wenn Sie ein Grundstück im Wert von 115T€ geerbt haben, das aber nunmehr zB 150T€ wert ist, dann fallen 35T € in die Zugewinnbilanz.

Was Ihre Beteiligung an dem Unternehmen betrifft, da hat Sie keinen Anspruch auf die eingezahlte Summe. Das ist das Stammkapital (ich vermute, dass SIe das meinen). Wenn das Unternehmen zur Zeit einen Wert von Null hat, dann ist das maßgeblich. Ihr Anspruch würde sich lediglich auf Geldzahlung richten.

Auch ein Mediationsverfahren ist nicht kostenlos. Wenn Sie und Ihre Frau sich außergerichtlich einigen wollen, dann besteht die Möglichkeit eine Scheidungsfolgevereinbarung zu treffen, bei dessen Abfassung ich Ihnen gerne behilflich bin. In dieser können Regelungen über den Hausrat, Unterhalt, Zugewinn und betreffend des Eigenheims etc. getroffen werden.

Bei eventuellen Unklarheiten nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion. Soweit Sie keine weiteren Nachfragen haben, bitte ich höflich gemäß den allgemeinen Geschäftsbedingungen dieser Plattform meine Antwort zu akzeptieren indem Sie auf das grüne Feld "Akzeptieren" klicken.



Mit freundlichen Grüßen


Mikael Varol

Rechtsanwalt



Mikael Varol, Rechtsanwalt
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 313
Erfahrung: Rechtsanwalt
Mikael Varol und 2 weitere Experten für Erbrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Herr Varol,
Vielen Dank für Ihre klarstellenden Antworten. Um das Thema zu vertiefen folgendes: ich habe mehrere Erbschaften in den letzten Jahren gemacht. Ca 50 TEuro vor meiner Heirat mit meiner jetzigen Frau, sowie weitere Erbschaften während der Ehe. Ihrer Antwort entnehme ich, dass es sich jeweils um privilegiertes Vermögen handelt und dies dann im scheidungsfall nicht zu Teilen meiner Frau zustehen würde. Wie ist das, wenn Teile der Erbschaft eben in die gemeinsam genutzte Immobilie gesteckt wurden? Wie wäre es, wenn meine Frau behauptete, ich hätte eben dieses Geld bereits ausgegeben während der Ehe?
Beste Grüße Michael W.
Experte:  Mikael Varol hat geantwortet vor 4 Jahren.

Genau, da es sich bei der Erbschaft um privilegiertes Vermögen handelt bekommt Ihre Frau im Falle einer Scheidung davon nichts ab (Ausnahme: Mehrwert, vgl. oben). Wenn Sie gemeinsam genutzte Immobilie besitzen, dann ist es dennoch Ihr Vermögen. Da es Ihr Vermögen ist, dann steht es Ihnen selbstverständlich frei das Geld auszugeben. Das hat keinerlei Einfluss auf den Zugewinnausgleich. Aber auch hier gibt es Besonderheiten. Wenn Sie im Bewusstsein der nahestehenden Scheidung anfangen Ihr Vermögen zu verschwenden, dann kann dies nach § 1375 Abs. 2 BGB dennoch Ihrem Endvermögen hinzugerechnet werden und Sie müssen dennoch den Zugewinnausgleich in der ursprünglichen Höhe bezahlen. Das betrifft aber wie gesagt nur die Vermögensverschwendung. Wenn Sie während der Ehe Ihr Geld ausgegeben haben, dann brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen. Zudem müsste Ihre Frau beweisen, dass Sie Vermögen verschwendet haben.

Ich hoffe, dass ich Ihre Nachfrage beantworten konnte und wünsche Ihnen noch einen schönen Sonntag.

Mit freundlichen Grüßen

Mikael Varol

Rechtsanwalt

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