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Advopro
Advopro, Rechtsanwalt
Kategorie: Erbrecht
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Erfahrung:  Zweites StaatsexamenDiplom Jurist
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hallo.haben da mal eine Frage die uns länger beschäftigt.Mein

Kundenfrage

hallo.haben da mal eine Frage die uns länger beschäftigt.Mein Mann und ich haben dieses Jahr geheiratetKind unterwegs), seit 2 Jahren lebt sein 16 Jähriger Sohn bei uns, da seine Leibliche Mutter ihn einfach vor der Tüt gesetzt hat.Seine Leibliche Mutter und der Sohn von mein Mann versuchen bei uns möglich viel Geld rauszuschlagen.Jetzt die eigentliche Frage.Wir wollen nächstes Jahr bauen und uns ein schönes Reich erstellen, unsere Angst ist aber das der sohn von mein Mann mit 18 Jahren seine Erbe verlangt.Wie kann man sich absichern,das wir nicht unser neues Haus verlieren ? Kann man das Haus unter meinen Namen laufen ,das mein Mann nix hat......????????????? Wäre nett wenn sie mir weiter helfen könnten.MFG Frau Boock
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Erbrecht
Experte:  Advopro hat geantwortet vor 4 Jahren.

Sehr geehrte Frau Boock,





vielen Dank für Ihre Anfrage .

Diese möchte ich sehr gerne wie folgt beantworten:







Ich kann Sie insoweit beruhigen.


Zu Lebzeiten kann der Sohn weder einen (vorzeitigen) Erbanspruch geltend machen, noch Pflichtteilsansprüche oder ähnliche Ansprüche an dem Haus geltend machen.

 

Erbansprüche oder Pflichtteilsansprüche setzen nämlich zwingend den Tod des Erblassers voraus, so dass solche Ansprüche zu Lebzeiten des zukünftigen Erblassers nicht geltend gemacht werden können.

Der Sohn hat also grundsätzlich keine Rechte an dem Haus.

 







Ich hoffe Ihnen eine erste rechtliche Orientierung ermöglicht zu haben und wünsche Ihnen viel Erfolg und alles Gute!



Ich möchte Sie gerne noch abschließend auf Folgendes hinweisen:

Die von mir erteilte rechtliche Auskunft basiert ausschließlich auf den von Ihnen zur Verfügung gestellten Sachverhaltsangaben. Bei meiner Antwort handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes, die eine vollumfängliche Begutachtung des Sachverhalts nicht ersetzen kann. So kann nämlich durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen eine völlig andere rechtliche Beurteilung die Folge sein.



Sofern Sie mit meiner Antwort zufrieden sind möchte ich Sie höflich bitten meine Antwort gemäß den allgemeinen Geschäftsbedingungen dieser Plattform zu akzeptieren.



Sie akzeptieren meine Antwort, indem Sie unter meiner Antwort einmal auf das grüne Feld „akzeptieren“ klicken.



Ich hoffe, dass Ihnen meine Ausführungen geholfen haben. Sie können natürlich gerne über die Nachfrageoption mit mir Verbindung aufnehmen.

Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Donnerstagnachmittag!



Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt





Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
vielen dank für die schnelle anwort.Das heißt haus ,grundstück bekommt er nur ,wenn einer von uns tod ist.kann mann ihn auch komplett ausschließen vom erben oder Pflichtteil ??Freundlichen Gruß Von der nordseeküste zurück :))
Experte:  Advopro hat geantwortet vor 4 Jahren.
vielen Dank für den Nachtrag.

Ja, das haben Sie richtig verstanden.

Lediglich wenn ihr Mann sterben würde und zu Lebzeiten Miteigentümer/Eigentümer gewesen ist, würde der Sohn ein Erbrecht haben,welches sich auch auf die Immobilie erstreckt,sofern die Immobilie zum Zeitpunkt des Todes noch im Vermögen ihres Mannes wäre.

Der Sohn könnte von ihrem Mann über ein Testament vollständig von der Erbfolge ausgeschlossen werden und hätte dann lediglich noch einen Pflichtteil.

Der Pflichtteil kann von ihrem Mann nicht einseitig ausgeschlossen werden.

Der Pflichtteil ist aber ein Anspruch, der gegen den Erben/die Erben gerichtet ist und ausschließlich auf Zahlung in Geld gerichtet ist.

Der Sohn würde also auch bei einem Pflichtteil grundsätzlich keine Berechtigung an dem Haus/Grundstück erhalten.



Ich hoffe ihre Nachfrage zu ihrer Zufriedenheit beantwortet zu haben und wünsche Ihnen noch einen angenehmen Donnerstagnachmittag und alles Gute!

Bitte seien Sie auch so nett und akzeptieren sie noch kurz meine Antwort.

Sofern sie noch Verständnisfragen haben dürfen sie natürlich gerne nachfragen.




Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt


Advopro, Rechtsanwalt
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 9380
Erfahrung: Zweites StaatsexamenDiplom Jurist
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Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Der Pflichtteil ist aber ein Anspruch, der gegen den Erben/die Erben gerichtet ist und ausschließlich auf Zahlung in Geld gerichtet ist. wie wird der Pflichtteil berechnet ??
Experte:  Advopro hat geantwortet vor 4 Jahren.
vielen Dank für den Nachtrag.

Gem. § 2303 BGB beträgt der Pflichtteil die Hälfte des gesetzlichen Erbteils.

Es müsste also zunächst der gesetzliche Erbteil des Sohnes ihres Mannes berechnet werden.

Als potentielle Erben sehe ich Sie als Ehefrau, den Sohn ihres Mannes und das zukünftige gemeinsame Kind. Sofern man also keine weiteren Kinder hat, sieht die Lage wie folgt aus:

Sofern sie keinen Ehevertrag haben und im gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft verheiratet sind, erben Sie gen. §§ 1371,1931 BGB die Hälfte, also 50%.

Die übrige Hälfte wird unter den zwei Kindern aufgeteilt,so dass jedes Kind ein gesetzliches Erbteil von 25% hat. Der Pflichtteil beträgt dann die Hälfte davon, also 12,5 % des Nachlasswertes.


Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Donnerstagnachmittag!



Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt







Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
vielen dank sie haben mir sehr viel weitergeholfen,daher die letzte frage ist es sinnvoll ein ehevertrag zumachen falls einer von uns zu erst stirbt ,dass der partner 100% vom haus gehört und die kinder erstmal nur die pflichtanteile bekommt.,solange ein eltenteil noch lebt ? nochmals vielen dank
Experte:  Advopro hat geantwortet vor 4 Jahren.
vielen Dank für den Nachtrag.

Sie können die von ihnen gewünschte Regelung erbrechtlich umsetzen.

Dieses würde weniger in einem Ehevertrag, als vielmehr durch ein Testament geschehen.

Hier bietet sich ein so genanntes Berliner Testament an, wonach sie sich beide wechselseitig als alleinige Erben einsetzen und als Nacherben andere Personen ihrer Wahl.

Bei Interesse wäre ich Ihnen sehr gerne bei der Formulierung eines solchen Testaments behilflich. Ansonsten wünsche ich Ihnen noch einen angenehmen Donnerstagnachmittag und alles Gute!



Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt


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