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Mikael Varol
Mikael Varol, Rechtsanwalt
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 313
Erfahrung:  Rechtsanwalt
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Mikael Varol ist jetzt online.

Hallo, meine Tochter ist 1983, während der Ehe, aber unehelich

Kundenfrage

Hallo,
meine Tochter ist 1983, während der Ehe, aber unehelich geboren. Wie sieht rechtlich die Situation uas, wenn mein Mann der letztüberlebende ist und meiner Tochter alles vererbt (Steuern?)
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Erbrecht
Experte:  Mikael Varol hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne auf Basis Ihres Einsatzes und des von Ihnen mitgeteilten Sachverhalts wie folgt beantworten möchte:

Bitte beachten Sie, dass die nachstehenden Ausführungen lediglich eine erste rechtliche Einschätzung auf Grundlage Ihrer Angaben darstellen.

Auch wenn Ihre Tochter das Resultat einer außerehelichen Beziehung gewesen ist(so habe ich Sie verstanden), ist Ihr Ehemann der rechtliche Vater, da § 1592 Absatz 1 Nr. 1 BGB bestimmt dass derjenige, der zum Zeitpunkt der Geburt mit der Mutter des Kindes verheiratet ist, auch der Vater ist. Das bedeutet auch, dass Ihre Tochter gesetzliche Erbin nach dem Tod Ihres Ehemannes wird. In dem Fall muss sie auch Erbschaftssteuer bezahlen, wobei die anfallende Steuer neben dem Verwandtschaftsverhältnis abhängig von der Geldmenge ist.

Ich hoffe, dass ich Ihnen in dieser Sache einen ersten hilfreichen Überblick verschaffen konnte. Ich weise Sie darauf hin, dass Ihre Frage ausschließlich auf Grundlage Ihrer Schilderung beantwortet wurde und eine endgültige Einschätzung der Rechtslage nur nach umfassender Sachverhaltsermittlung möglich ist. Die Antwort dient einer ersten rechtlichen Einschätzung. Dies kann jedoch eine persönliche und ausführliche Beratung durch einen Rechtsanwalt in den seltensten Fällen ersetzen. Ich weise Sie zudem darauf hin, dass das Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben möglicherweise zu einer anderen rechtlichen Beurteilung führen kann.


Bei eventuellen Unklarheiten nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion. Soweit Sie keine weiteren Nachfragen haben, bitte ich höflich gemäß den allgemeinen Geschäftsbedingungen dieser Plattform meine Antwort zu akzeptieren indem Sie auf das grüne Feld "Akzeptieren" klicken.


Mit freundlichen Grüßen


Mikael Varol
Rechtsanwalt

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Der leibliche Vater hat die Vaterschaft enanerkannt. Gilt das dann auch noch?
Experte:  Mikael Varol hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,

das ändert natürlich den gesamten Sachverhalt. Ihre Tochter wird also nicht gesetzliche Erbin, wenn die Vaterschaft anerkannt wurde und die Vaterschaft Ihres Mannes nicht mehr besteht (vgl. § 1594 Absatz 1 und 2 BGB). Sie wird nur erben, wenn sie testamentarisch als Erbin eingesetzt wird. Bezüglich der Steuern verweise ich nach oben.
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Mikael Varol und weitere Experten für Erbrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

vor 15 Jahren mit meinem Mann einen Erbschaftsdvertrag abgeschlossen, der bestimmt, dass der Letztlebende das Haus und die anderen Werte erbt, bei meinem Mann mit der Auflage, dass er Judith alles vererben wird.

Ist dann der Erbschaftsfreibetrag hinfällig?

Experte:  Mikael Varol hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,

der Erbschaftsfreibetrag wird nicht hinfällig, fällt aber dadurch, dass kein Verwandtschaftsverhältnis zwischen Ihrer Tochter und Ihrem Mann besteht, viel geringer aus. Beträgt der Freibetrag z.B. bei einem leiblichen Kind 400.000,00 € (Freibetrag nach Steuerklasse 1), während Ihre Tochter, sollte Ihr Ehemann zuletzt versterben, lediglich 20.000,00 € (Freibetrag nach Steuerklasse 3), da sie als „alle übrigen Erben und Zuwendungsempfänger" behandelt wird. Sollten Sie allerdings nach Ihrem Mann sterben, dann wird Ihre Tochter Ihre Erbin und erhält somit einen höheren Freibetrag.

Ich hoffe, dass ich Ihre Nachfrage beantworten konnte und verbleibe

mit freundlichen Grüßen


Mikael Varol
Rechtsanwalt