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Advopro
Advopro, Rechtsanwalt
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 9380
Erfahrung:  Zweites StaatsexamenDiplom Jurist
26039601
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meine mutter war 2,5 jahre ein pflegefall. pflegestufe 2und

Kundenfrage

meine mutter war 2,5 jahre ein pflegefall. pflegestufe 2und später 3.ich habe 2 schwestern.meine mutter wollte zu hause gepfegt werde.meine jüngere schwester wollte sie unbedingt in ein pflegeheim stecken. ich habe verantwortung dafür übernommen das sie zu hause gepflegt wird,habe pflegerinnen beschaft die 24 std. bei ihr waren.ich bin mit ihr zu ärzten gefahren bin in der zeit mehr als 1500 km gefahren(transport zu ärzten und der pflegerinnen).meine schwestern haben sie in dieser zeit max. 2 mal die woche besucht.die anderen tage war ich bei meiner mutter.sie hat ca.32000 euro hinterlassen.das vermögen habe ich bereits zu je einem drittel verteilt. meine frage:habe ich einen erhöhten anspruch an das erbe, wenn ja in welcher höhe und wie kann ich das geltend machen?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Erbrecht
Experte:  Advopro hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender,





vielen Dank für Ihre Anfrage .

Diese möchte ich sehr gerne wie folgt beantworten:






Hier gibt es in der Tat einen Ansatzpunkt und zwar direkt im Gesetz.

 

§ 2057a BGB regelt nämlich insoweit, dass bei besonderen Leistungen insbesondere bei Pflegeleistungen gegenüber einem Elternteil (das ist bei Ihnen ja der Fall) ein besonderer Ausgleichsanspruch zu Gunsten des pflegenden Kindes besteht.

 

Dieser Anspruch wäre dann vor der Verteilung des Erbes vom Nachlass abzuziehen.

 

Nach ihrer Schilderung bestehen dringende Anhaltspunkte, dass sie einen solchen Anspruch haben.

 

Im Rahmen einer Erstberatung aus der Ferne kann die Höhe aber leider nicht abschließend geschätzt werden. Die Höhe bemisst sich nämlich nach verschiedenen Faktoren ( Intensität der Pflege, Häufigkeit, wie viel Stunden pro Tag, welche Arbeiten wurden genau verrichtet, wurde eigenes Geld hierfür investiert und dann in welchem Umfang?, etc.).

 

Vor diesem Hintergrund würde ich Ihnen dringend empfehlen, einen Fachanwalt für Erbrecht vor Ort mit der Wahrnehmung ihrer rechtlichen Interessen zu beauftragen.

 

Nach einer abschließenden Klärung der Sach- und Rechtslage müsste der Kollege dann insgesamt die Höhe des Anspruches beziffern, damit dieser gegenüber dem Nachlass beziehungsweise den anderen Erben geltend gemacht werden kann.

§ 2057a BGB
Ausgleichungspflicht bei besonderen Leistungen eines Abkömmlings

(1) Ein Abkömmling, der durch Mitarbeit im Haushalt, Beruf oder Geschäft des Erblassers während längerer Zeit, durch erhebliche Geldleistungen oder in anderer Weise in besonderem Maße dazu beigetragen hat, dass das Vermögen des Erblassers erhalten oder vermehrt wurde, kann bei der Auseinandersetzung eine Ausgleichung unter den Abkömmlingen verlangen, die mit ihm als gesetzliche Erben zur Erbfolge gelangen; § 2052 gilt entsprechend. Dies gilt auch für einen Abkömmling, der den Erblasser während längerer Zeit gepflegt hat.

(2) Eine Ausgleichung kann nicht verlangt werden, wenn für die Leistungen ein angemessenes Entgelt gewährt oder vereinbart worden ist oder soweit dem Abkömmling wegen seiner Leistungen ein Anspruch aus anderem Rechtsgrund zusteht. Der Ausgleichungspflicht steht es nicht entgegen, wenn die Leistungen nach den §§ 1619, 1620 erbracht worden sind.

(3) Die Ausgleichung ist so zu bemessen, wie es mit Rücksicht auf die Dauer und den Umfang der Leistungen und auf den Wert des Nachlasses der Billigkeit entspricht.

(4) Bei der Auseinandersetzung wird der Ausgleichungsbetrag dem Erbteil des ausgleichungsberechtigten Miterben hinzugerechnet. Sämtliche Ausgleichungsbeträge werden vom Werte des Nachlasses abgezogen, soweit dieser den Miterben zukommt, unter denen die Ausgleichung stattfindet.









Ich hoffe Ihnen eine erste rechtliche Orientierung ermöglicht zu haben und wünsche Ihnen viel Erfolg und alles Gute!



Ich möchte Sie gerne noch abschließend auf Folgendes hinweisen:

Die von mir erteilte rechtliche Auskunft basiert ausschließlich auf den von Ihnen zur Verfügung gestellten Sachverhaltsangaben. Bei meiner Antwort handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes, die eine vollumfängliche Begutachtung des Sachverhalts nicht ersetzen kann. So kann nämlich durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen eine völlig andere rechtliche Beurteilung die Folge sein.



Sofern Sie mit meiner Antwort zufrieden sind möchte ich Sie höflich bitten meine Antwort gemäß den allgemeinen Geschäftsbedingungen dieser Plattform zu akzeptieren.



Sie akzeptieren meine Antwort, indem Sie unter meiner Antwort einmal auf das grüne Feld „akzeptieren“ klicken.



Ich hoffe, dass Ihnen meine Ausführungen geholfen haben. Sie können natürlich gerne über die Nachfrageoption mit mir Verbindung aufnehmen.

Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Dienstagnachmittag!



Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

 

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
die frage ist nicht gezielt beantwortet.
der pararaf war mir bereits durch internet bekannt.
daher bitte ich um rückerstattung meiner anzahlung
Experte:  Advopro hat geantwortet vor 5 Jahren.
vielen Dank für den Nachtrag.

Bitte teilen Sie mir kurz mit, in welchen Bereichen noch Unklarheiten bestehen.

Das hier erhöhte Erbschaftsansprüche bestehen,hatte ich Ihnen ja bereits mitgeteilt.

Das hier seriöserweise zur Höhe keine Angaben gemacht werden kann liegt daran, dass hier zunächst der gesamte Sachverhalt in allen Einzelheiten bekannt und auch geklärt sein müsste.

Dieses ist nur bei einem Kollegen vor Ort möglich.

Wenn sie dann den Betrag mithilfe eines im Erbrecht erfahrenen Kollegen vor Ort abschließend bestimmt haben, könnten sie teilweise gegenüber den anderen Erben Rückerstattungsansprüche geltend machen.

Dieses sollten Sie nachweisbar (also schriftlich per Einschreiben) unter Fristsetzung machen.


Ich hoffe ihre Nachfrage zu ihrer Zufriedenheit beantwortet zu haben und wünsche Ihnen noch einen angenehmen Dienstagnachmittag und alles Gute!

Bitte seien Sie auch so nett und akzeptieren sie noch kurz meine Antwort gemäß den allgemeinen Geschäftsbedingungen dieser Plattform.

Sollte noch etwas unklar sein fragen Sie bitte nach.



Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

Experte:  Advopro hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

haben Sie noch Verständnisfragen?

Ansonsten möchte ich Sie höflich bitten mir mitzuteilen, was einer Akzeptierung meiner Antwort im Wege steht.


Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt