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Advopro
Advopro, Rechtsanwalt
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 9380
Erfahrung:  Zweites StaatsexamenDiplom Jurist
26039601
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Guten Tag. Unsere Mutter (meine Schwester und ich sind nächste

Kundenfrage

Guten Tag.

Unsere Mutter (meine Schwester und ich sind nächste Angehörige; sie selbst ist geschieden) ist vor kuzem (23.10.11) verstorben. Sie hinterlässt etwas Angespartes, ca. 1.000.- EUR, die Kosten der Beerdigung belaufen sich bisher auf ca. 3.000.- EUR; d.h. den Restbetrag übernehmen meine Schwester und ich.

Wir überlegen allerdings, das Erbe auszuschlagen, da die Vermietungsgesellschaft, welche für die Wohnung unserer Mutter zuständig ist, aufgrund deren AGB auf der 3-monatigen Kündigungsfrist besteht und somit weitere Kosten auf uns zukommen werden/können.

Ist es somit rechtens, einerseits das Erbe auszuschlagen und andererseits das vorhandene Vermögen für die Beerdigungskosten (und auch nur dafür) zu verbrauchen, andere Gläubiger damit "leer ausgehen" zu lassen?
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Erbrecht
Experte:  Advopro hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,




vielen Dank XXXXX XXXXX Anfrage .
Diese möchte ich sehr gerne wie folgt beantworten:






Dieses vorgehen würde ich Ihnen nicht empfehlen.

Die Ausschlagung der Erbschaft ist nämlich dann grundsätzlich nicht mehr möglich,wenn die Erbschaft angenommen worden ist.

Eine Erbschaft kann aber nicht nur ausdrücklich/schriftlich,sondern auch durch sog. schlüssiges Verhalten angenommen werden.

Dieses wäre insbesondere die Verfügung über Nachlassgegenstände.

Das von Ihnen beabsichtigte Vorgehen könnte als solche Verfügung gewertet werden und könnte somit zu einer Annahme der Erbschaft führen.

 
 

 


Ich hoffe Ihnen eine erste rechtliche Orientierung ermöglicht zu haben und wünsche Ihnen viel Erfolg und alles Gute!


Ich möchte Sie gerne noch abschließend auf Folgendes hinweisen:

Die von mir erteilte rechtliche Auskunft basiert ausschließlich auf den von Ihnen zur Verfügung gestellten Sachverhaltsangaben. Bei meiner Antwort handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes, die eine vollumfängliche Begutachtung des Sachverhalts nicht ersetzen kann. So kann nämlich durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen eine völlig andere rechtliche Beurteilung die Folge sein.


Sofern Sie mit meiner Antwort zufrieden sind möchte ich Sie höflich bitten meine Antwort gemäß den allgemeinen Geschäftsbedingungen dieser Plattform zu akzeptieren.


Sie akzeptieren meine Antwort, indem Sie unter meiner Antwort einmal auf das grüne Feld „akzeptieren“ klicken.


Ich hoffe, dass Ihnen meine Ausführungen geholfen haben. Sie können natürlich gerne über die Nachfrageoption mit mir Verbindung aufnehmen.

Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Sonntagnachmittag!


Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt
Advopro und weitere Experten für Erbrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrter Herr Newerla,

 

ich weiß jetzt nicht, ob Sie meine Folgefrage schon erhalten haben - ich bin heute das erste Mal auf dieser Seite. Ich stelle sie vorsichtshalber noch einmal:

 

Gilt dieses "Annehmen des Nachlasses" auch unter der Voraussetzung, daß es sich hierbei ausschließlich um Aufwendunden für die Beerdigung unserer Mutter handelt und uns selbst keinerlei monetären Vorteile entstanden sind?

 

MfG

Hilmar Höhne

Experte:  Advopro hat geantwortet vor 6 Jahren.
Vielen Dank für den Nachtrag.

Ich weiß zwar nicht genau, was sie mit "Aufwend Vorteile" meinen, jedoch stellt das von Ihnen beschriebene Verhalten, nämlich die Verfügung über Nachlassgeschenke zwecks Organisation der Beerdigung ein Verhalten dar, welches typischerweise als Annahme der Erbschaft gewertet werden kann.

Nach einer solchen Annahme ist wie bereits gesagt eine Ausschlagung grundsätzlich nicht mehr möglich.


Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Sonntagnachmittag!


Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrter Herr Newerla,

irgendwie wurde bei der Übermittlung der Email etwas von meinem Text gekappt, ursprünglich hieß es:

"Gilt dieses "Annehmen des Nachlasses" auch unter der Voraussetzung, daß es sich hierbei ausschließlich um Aufwendunden für die Beerdigung unserer Mutter handelt und uns selbst keinerlei monetären Vorteile entstanden sind?"

Aber auch dieser vollständige Text wird den Sachverhalt wohl nicht ändern. Somit herzlichen Dank für Ihre Antwort und auch Ihnen noch einen schönen Sonntag.

MfG

Hilmar Höhne

 

Experte:  Advopro hat geantwortet vor 6 Jahren.
Das änder leider nichts.

Ich wünsche Ihnen auch noch einen angenehmen Sonntag und alles Gute!


Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt