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RA_UJSCHWERIN
RA_UJSCHWERIN, Rechtsanwalt
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 2625
Erfahrung:  Rechtsanwältin
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RA_UJSCHWERIN ist jetzt online.

Wir haben vor 13 Jahren einen Erbvertrag geschlossen, in dem

Kundenfrage

Wir haben vor 13 Jahren einen Erbvertrag geschlossen, in dem als Feststellung steht, dass mein jetziger Mann keine Abkommen hat. Durch die Geburt eines gemeinsamen Kindes und unsere Hochzeit veränderte sich aber die Gesamtsituation. Alle Beteiligten möchten jetzt den Vertrag auflösen. Ist er überhaupt noch gültig, da sich die Voraussetzungen gändert haben? Wie können wir vorgehen?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Erbrecht
Experte:  RA_UJSCHWERIN hat geantwortet vor 5 Jahren.

Werte Fragestellerin,

zu Ihrem Anliegen möchte ich gern wie folgt ausführen:

Der Vertrag ist weiterhin gültig, auch wenn hier ein weiteres gemeinsames Kind geboren wurde.

Gemäß § 2290 BGB kann dieser Erbvertrag durch Vertrag von den Personen aufgehoben werden, die den Erbvertrag geschlossen haben.

Wenn Sie also zusammen mit Ihrem jetzigen Ehemann den Vertrag geschlossen haben, können Sie durch neuen notariellen Vertrag den bisherigen Erbvertrag abändern.

Waren nur Sie beide Beteiligte des Erbvertrages so kann eine Abänderung auch durch ein gemeinschaftliches Testament erfolgen. § 2292 BGB

RA_UJSCHWERIN und 4 weitere Experten für Erbrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Um mich mit den Beteiligten auf eine bessere Lösung zu einigen, brauche ich konkrete Angaben zur Aufteilung des zuvererbenden Hauses nach dem jetzigen Vertrag. Es sieht vor, dass ich im falle des Todes meines Mannes seinen Hausanteil von 34% allein erbe. Sollte ich vor ihm sterben, erben die drei Kinder aus erster Ehe seinen Hausteil.

Dadurch, dass meine zweite Ehe nach der Erbvertragsvereibarung geschlossen wurde, ist mir nicht klar, wie die Aufteilung erfolgt, sollte ich zuerst versterben.

Diese Auskunft wäre sehr hilfreich.
Experte:  RA_UJSCHWERIN hat geantwortet vor 5 Jahren.
Gern reiche ich Ihnen die Auskunft zeitnah nach.
Experte:  RA_UJSCHWERIN hat geantwortet vor 5 Jahren.

Wenn der Erbvertrag in der bisherigen Form so bestehen bliebe, verändert sich nichts an der bisherigen Regelung, wenn Sie zuerst versterben. Dann würden die 3 Kinder aus erster Ehe den Anteil des Hauses Ihres Mannes erben.

Sollte keine Regelung getroffen worden sein, für den letztversterbenden Ehegatten, so würde dann nach Ihrem Tod die gesetzliche Erbfolge greifen und alle 4 Kinder dann das gesamte Haus erben.

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Welchen Anteil erhält mein Kind aus zweiter Ehe im Fall meines Todes vor meinem 2. Ehemann?
Experte:  RA_UJSCHWERIN hat geantwortet vor 5 Jahren.

Welche Regelung wurde getroffen, wenn Sie als 1. versterben?

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Bezüglich meines Hausanteils von 66% keine. Es gibt nur die oben beschriebene Vereinbarung bezüglich des Hausanteils meines Mannes.
Experte:  RA_UJSCHWERIN hat geantwortet vor 5 Jahren.

Dann greift nach bei Ihrem Vorversterben die gesetzliche Erbfolge.

Ihr Ehemann würde 1/2 erben und die 4 Kinder die anderen Hälfte.

Nach dem Tod des Ehemannes würde dann allerdings in dieser Konstellation nur die 3 Kinder aus erster Ehe erben, Ihr gemeinsames Kind wäre auf den Pflichtteil gesetzt, der allerdings dann 50 % betragen würde.

Die Lösung ist ingesamt unglücklich.

Ich hielte es angemessen, wenn Sie sich als Eheleute jeweils zu Vorerben einsetzen würden, also der Ehegatte erst einmal jeweils alleine erbt und dann als Nacherben alle 4 Kinder zu gleichen Teilen einsetzen. Dann bekommen die Kinder das Haus, wenn beide Ehegatten verstorben sind.

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Vielen Dank, jetzt weiß ich was wir machen können.
Experte:  RA_UJSCHWERIN hat geantwortet vor 5 Jahren.
Das freut mich, ich wünsche Ihnen alles Gute.

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