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Tobias Rösemeier
Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  Fachanwalt f. Familienrecht
37896974
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Tobias Rösemeier ist jetzt online.

Meine leibliche Mutter hatte ihren 2. Ehemann als Alleinerben

Kundenfrage

Meine leibliche Mutter hatte ihren 2. Ehemann als Alleinerben und meine Schwester und mich
(Kinder aus ihrer ersten Ehe) als Nacherben eingestzt.
Nach wem muss ich jezt den Erbschein beantragen?
Nach meiner Mutter(verstorben 1948)?
Nach deren 2. Ehemann (ebenfalls verstorben 1973)
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Erbrecht
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Frage beantworte ich unter Berücksichtigung Ihrer Sachverhaltsschilderung wie folgt:

Die Nacherbenbestellung erlischt nach Ablauf von 30 Jahren, wenn nicht zwischenzeitlich der Nacherbenfall eingetreten ist. Dies ergibt sich aus §2109 BGB.

Da Ihre Mutter bereits 1948 verstorben ist, ist das Nacherbenrecht bereits erloschen. Die Konsequenz hieraus ist, dass der Vorerbe, 2.Ehemann, zwischenzeitlich Vollerbe geworden ist.

Insofern wäre man durch das Testament, soweit dieses wirksam ist, Erbe nach dem 2. Ehemann geworden.







Tobias Rösemeier und weitere Experten für Erbrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Aber der 2. Ehemann ist doch schon 1973 gestorben.
Also wären meine Schwester und ich in diesem Moment doch Nacherben gewesen, oder sehe ich das falsch
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Entschuldigen Sie bitte, ich bin davon ausgegangen, dass der Erbfall erst jetzt eingetreten ist.

Ich muss daher meine Antwort korrigieren. Der Nacherbenfall ist insofern eingreten.


Können Sie mir zwecks weiterer rechtlicher Würdigung mitteilen, welche Unstimmigkeiten das Nachlassgericht gesehen hat und die Erteilng des Erbscheines zurückweist bzw. können Sie mir die genaue Formulierung des Testamentes wiedergeben ?



Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Es waren wohl Schikanen, bedingt durch Ost-West-Animositäten!
Das Nachlassgericht in Potsdam hatte die Identität der Erblasserin (meiner Mutter) angezweifelt, weil ihr neuer Familienname "Schäfer"
einmal mit "ae" und einmal mit "ä" geschrieben worden war und daraufhin
die Ausstellung eines Erbscheins verweigert hatte.
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

wenn das Nachlassgericht nicht einsichtig sein sollte, haben Sie die Möglichkeit, die Erbenfeststellungsklage zu führen.

Der BGH hat hier entschieden, dass einer Klage auf Feststellung des Erbrechts nicht entgegensteht, dass bereits in einem vorangegangenem Erbscheinsverfahren vor dem Nachlassgericht der Antrag auf Erteilung eines Erbscheins nach Beweisaufnahme zurückgewiesen wurde (BGH, Urteil vom 14.4.2010 - IV ZR 135/08).

Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Danke; hervorragende Antwort.
Bitte sagen Sie mir ergänzend:
1. Bei wem ist diese Klage einzureichen?
2. Muss ich hiezu einen Rechtsanwalt beauftragen, oder kann ich das selbst tun"
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

die Klage ist am letzten Wohnort des Verstorbenen einzureichen.

Der Streitwert wird am wirtschaftlichen Interesse festgemacht, also am Wert des Nachlasses der um 20% gekürzt wird.

Insofern dürfte ab 5000 € Streitwert das Landgericht zuständig sein.

Hierfür benötigen Sie dann leider zwingend einen Anwalt.

Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Abschließendes "Danke!"
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
gern geschehen.