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Tobias Rösemeier
Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  Fachanwalt f. Familienrecht
37896974
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Tobias Rösemeier ist jetzt online.

Vor der Hochzeit haben wir G tertrennung vereinbart (1977).

Kundenfrage

Vor der Hochzeit haben wir Gütertrennung vereinbart (1977). Im Jahre 2006 haben wir
ein Berliner Testament verfasst, d.h. ich als hinterbliebene Ehefrau erbe. Ein Erbe des
Adoptivsohnes wurde ausgeschlossen. Jetzt klagt der Sohn (letzter Kontakt zu seinem
Vater vor ca. 30 Jahren) auf Erbe. Eine RA hat den Pflichtteil gefordert. Wie hoch ist
der ? Darüber hinaus ist ihrer Ansicht nach von enormer Bedeutung, ob mein Mann in
den letzten 10 Jahren noch eine andere Verfügung getroffen hat außer dem Berliner
Testment. Sie verbindet diese Frage mit der Gütertrennung. Das verstehe ich nicht.
Es gibt nur ein Berliner Testament, ich bin die alleinige Begünstigte. Darüber hinaus will
die RA eine Nachlass-Aufstellung haben. Muss ich als Alleinerbin alles angeben, was mir
gehört ? Wir haben es grundsätzlich so gehalten, dass ich alles gekauft und bezahlt habe.
Was raten Sie mir?
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Erbrecht
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,

Ihre Frage beantworte ich wie folgt:

Durch das Berliner Testament wurde der Adoptivsohn vom Erbe ausgeschlossen und hat damit nach § 2303 BGB einen Pflichtteilsanspruch.

Dieser besteht in Höhe der Hälfte des gesetzlichen Erbanspruches.

Wie hoch dieser ist, hängt davon ab, ob weitere Kinder vorhanden sind. (§ 2310 BGB )

Die Berechnung des Pflichtteilsanspruches richtet sich nach § 2311 BGB. Es wird der Bestand und der Wert des Nachlasses zur Zeit des Erbfalls zugrunde gelegt. Bei der Berechnung des Pflichtteils eines Abkömmlings und der Eltern des Erblassers bleibt der dem überlebenden Ehegatten gebührende Voraus außer Ansatz.

Insofern besteht ein Auskunftsanspruch über den Nachlass. (§ 2314 BGB)

Nachlass ist nur das Vermögen des Erblassers und nicht Ihres. Sie brauchen also keine Angaben zu Ihrem Vermögen machen.

Im Hinblick auf etwaige Pflichtteilsergänzungsansprüche nach § 2325 BGB besteht auch ein Anspruch auf Darlegung, ob der Erblasser in den letzten 10 Jahren Schenkungen aus seinem Vermögen vorgenommen hat.

Hat der Erblasser nämlich einem Dritten eine Schenkung gemacht, so kann der Pflichtteilsberechtigte als Ergänzung des Pflichtteils den Betrag verlangen, um den sich der Pflichtteil erhöht, wenn der verschenkte Gegenstand dem Nachlass hinzugerechnet wird.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen die Rechtslage verständlich darstellen.

Bitte fragen Sie nach, wenn weiterer Klärungsbedarf besteht.


Tobias Rösemeier und 2 weitere Experten für Erbrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrter Experte, danke für die Antwort. Wenn ich das richtig interpretiere,

muss ich nur den Kontostand meines Mannes zum Zeitpunkt des Todes angeben.

Davon gehen Bestattungskosten ab, von dem was verbleibt bekommt der

Adoptivsohn 25 %. Ist das richtig. Weiteren Nachlass gibt es nicht.

Bitte noch eine kurze Antwort.

Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sie haben meine Aussage hinsichtlich der Auskunftserteilung richtig verstanden.

Zur Höhe des Erbanspruches folgendes:

Nach § 1931 BGB erben Sie mit dem Sohn zu gleichen Teilen, wenn dies das einzige Kind des Erblassers ist, mithin also 50%.

Der Pflichtteil beläuft sich dann in der Tat auf 25 %.