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hhvgoetz
hhvgoetz, Sonstiges
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 2918
Erfahrung:  xxxxx
48877684
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Guten Tag, Zu dem betreffendem Thema Erbrecht , gestatte

Kundenfrage

Guten Tag,

Zu dem betreffendem Thema „Erbrecht“, gestatte ich es mir vorher einige Daten anzugeben, bzw. Ihnen meine Anfrage zu stellen, nachfolgend zu einigen Erklärungen/Schilderungen.

Erblasser sind deutsche Staatsbürger, Rentner, leben ständig in Spanien ( Andalusien ), sind rechtmässig mit festem Wohnsitz in Spanien angemeldet, und haben uns kürzlich schriftlich erklärt, das Sie Ihr gemeinsames Wohneigentum in Spanien, in der sie zur Zeit auch leben, und weitere/alle zum Haushalt gehörenden Objekte/Hausrat recht bald an ihre beiden Kinder überschreiben lassen wollen, womit sie dann Erben werden. Die Kinder und somit Erben, sind , mein Schwager und meine Ehefrau. 3 Enkelkinder unserer Ehe sind ebenfalls vorhanden. Schwager hat keine Kinder. Erben sind ebenfalls deutsche Staatsbürger.
Aber es gibt einige Besonderheiten,was die Familie betrifft:
Zur Erblasserin/Ehefrau:
hat eins der beiden Kinder ( Schwager, Alter 48 Jahre ) mit in diese Ehe gebracht, und wurde vom Erblasser/Ehemann "damals" adoptiert.

Das andere Kind ( meine Ehefrau, Alter 47 Jahre ) wurde ebenfalls adoptiert, allerdings "nur" von Erblasser/Ehemann. Meine Ehefrau hat mit der Erblasserin einen Verwandtschaftsgrad 2. oder 3. Grades, es ist eine Tante-Nichte-Beziehung.
Dies hat seine eigene Geschichte .

Das Wohneigentum, welches noch nicht offiziell geschätzt worden ist, dürfte einen Wert von zwischen 220.000.-€ und 280.000.-€ haben.
Erblasser möchte die Erben "gleich" behandeln, jeweils zu 50% des Wohneigentumes gehören Erblasser un Erblasserin. Erblasser vererbt zu gleichen Teilen, seinen Anteil zu je 25% an seine beiden Kinder.
Erblasserin vererbt ihren gesamten Anteil von 50% an ihren leiblichen Sohn.
Somit erbt meine Ehefrau 25%, mein Schwager 75% .

Meine Ehefrau, Adoptivtochter des Erblassers, und Nichte der Erblasserin wird von dieser nicht als Erbe berücksichtigt. Wir denken das es legitim ist , und das meine Ehefrau als Nichte auch keinen Anspruch hätte, obwohl ist Sie aber ein familienmitglied, welches über sehr viele Jahre materiell und mit Geld ( Hälfte des Lohnes ), beigetragen hat.
Es ist doch so, das meine Ehefrau sonst keinen Erbanspruch
hat als Ihre 25%.In unserer Gesamtsituation ergeben sich daher mehre Fragen, die ich Sie bitte, mir gezielt zu beantworten; eine innerfamiliäre und einvernehmliche Einigung haben wir bereits getroffen.

Nun geht es darum, dass unsere Vereinbarungen zunächst in einen notariellen Vertrag eingebracht werden, nachdem ein zugelassener Sachverständiger den derzeitigen Wert der Immobilie ermittelt hat; der Notarvertrag könnte dann im Anschluss erstellt werden, weil die Kosten hierfür nicht sehr hoch sind, und müsste danach wahrscheinlich zunächst einmal „ruhen“, weil wir wissen, dass in der Folge nicht nur die Erbschaftssteuer, sondern auch die Grunderwerbssteuer, - wie dies in Deutschland heißt, - fällig wird, diese uns der Höhe nach nicht bekannt sind und diese Beträge wir wahrscheinlich in der nächsten Zeit auch nicht werden aufbringen können, - was sollen wir in unserer Situation machen, um diese Erbsache legal, aber möglichst elegant und kostengünstig „hinzukriegen“?

Zu den Fragen, welche sich in den letzten Tagen aus Unkenntnis, Zweifeln, etc. ergeben haben

1. wie hoch wird im Falle der Überschreibung die Grunderwerbssteuer?
2. wie hoch wird die zu zahlende Erbschaftssteuer?
3. Wie hoch wird die „mögliche“ Plus Valía ?
4. Sonstige Kosten, Abgaben, Steuern,etc.?
5. Kann man eigentlich, zum Vorteil der Erben, diese Angelegenheit „kostengünstig“ gestalten ?

Die Notarkosten werden in jedem Falle dann bezahlt, wenn sie fällig werden, unabhängig davon, wann die Vererbung vollzogen wird.

Zu Ihrer Information, ich bin, wie Sie bestimmt aus diesem Schreiben entnehmen können, der Schwiegersohn. Ich werde , so auch wie meine Schwägerin, logischer weise nicht als Erbe berücksichtigt. Man hat um meine Hilfe gebeten, um Informationen zu sammeln. Das Familienverhältnis ist gut und man hat sich schon ausgesprochen, bzw. versammelt. Komplikationen/Streitigkeiten werden nicht auftreten, da die Beziehungen eigentlich ganz gut funktionieren.Es ist also kein Neid, Hass,etc. vorhanden


Hochachtungsvoll

Francisco Pelaez Muñoz
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Erbrecht
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrte Fragesteller,

Ihr Anliegen ist derart umfassend und speziell, dass ich Sie um Verständnis bitten muss, dass eine Beantwortung Ihrer Fragen auf einem Online-Beratungsportal, welches vorwiegend der ersten rechtlichen Orientierung dient, kaum möglich sein wird.

Sie sollten einen Kollegen vor Ort beratend hinzuziehen.

Mit freundlichen Grüßen

Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Guten tag Herr Rösemeier,
bedeutet dies, daß ich überhaupt keine Antwort bekommen werde, oder daß sich diese hinauszögert.
Auch wenn Sie sagen, und da haben sie Recht, daß die Angelehenheit speziell ist, ich nehme an Sie meinen damit die familiären "Bindungen" und Zusammenhänge, so bin ich erstmal damit zufrieden, wenn Sie mir die am Ende stehen Fragen beantworten könnten, welche sich ja auf die Höhe der Steuern, Abgaben,etc. beziehen.

Mit freundlichen Grüßen

Francisco Pelaez
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

ich kann Ihnen naturgemäß keine Garantie dafür geben, ob dies hier jemand kann, werde aber gern Ihren Fragethread für andere Experte öffnen.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.

Experte:  hhvgoetz hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrter Fragesteller,

 

zunächst schließe ich mich der Einschätzung des Kollegen Rösemeier an.

Leider lässt sich die Höhe der anfallenden Steuern auch nicht so einfach beantworten.

 

Zur Klarstellung würde ich jedoch gerne Ihnen erläutern, dass es sich bei der von Ihnen angedachten Konstellation der Verfügung zu Lebzeiten um keinen Erbfall im Rechtssinne handelt. Entsprechend fällt Schenkungssteuer an, die jedoch in der Höhe in der Regel sich im Bereich der Erbschaftssteuer bewegt.

 

Auswirkungen auf einen späteren Erbfall kann die Schenkung aber sehr wohl haben. Z.B. nach deutschem Recht bis zu 10 Jahre rückwirkend hinsichtlich z.B. des Pflichtteils. Hier wäre zu prüfen, ob die familiäre Situation einen notariellen Pflichtteilsverzicht einzelner Erben erfordert und inwiefern diese hinsichtlich des in Spanien befindlichen Vermögens wirksam sind.

 

Allerdings dürfte es in Ihrer Konstellation möglicherweise zu einer Spaltung des Erbfalles kommen, so dass z.B. auf das Immobilienvermögen in Spanien spanisches Erbrecht anwendbar sein kann. Dies wäre im Detail noch zu prüfen.

 

Hinsichtlich der Steuerpflicht kommt es mangels Doppelbsteuerungsabkommens bei gewöhnlichem Aufenthalt des Erwerbers außerhalb Spaniens in der Regel zu einer beschränkten Steuerpflicht (Gewinnbesteuerung) in Spanien.

 

Eine genaue Ermittlung des Sachverhaltes wäre mir zwar möglich, da ich der spanischen Sprache mächtig bin und entsprechende Kenntnisse im spanischen Zivilrecht habe, um mich zurechtzufinden.

 

In Anbetracht des Aufwands (spanisches Steuerrecht ist nicht mein Tagesgeschäft) und des Haftungsrisikos ist die Frage jedoch mit den hier eingesetzten Beträgen nicht zu beantworten.

 

Alternativ schlage ich vor, sich an einen Kollegen zu wenden, der diese Fragen häufiger behandelt, z.B. die unten verlinkten Berliner Kollegen. Ev. bekommen Sie dort eine Beratung zum angemessenen Pauschalpreis.

 

Die nötigen Grundkenntisse zu den von Ihnen angesprochenen Steuern können Sie z.B. hier nachlesen:

 

http://www.rechtsanwalt-spanien.biz/artikel/detail/1/spanische-erbschaftssteuer-einfuehrung.html

 

http://www.rechtsanwalt-spanien.biz/artikel/detail/1/spanische-erbschaftssteuer-und-niessbrauch.html

 

http://www.mallorca-pro.de/Erbrecht/Erb-und-Schenkungssteuer.htm

 

http://www.rechtsanwalt-spanien.biz/artikel/detail/1/plusvalia-in-spanien.html

 

Que le sirva...

 

Saludos

Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Gracias,
als ich bei der Antwort war, brach die Verbindung ab
Ich meinte nur das Schenkungssteuer in Spanien nicht im Erbrecht vorgesehen ist.

Aber man könnte mir doch Antworten, zumindest von/bis, und dieses %ual angegeben, wie hoch Steuern und Abgaben sein könnten wenn man den von mir angegebenen Wert der Wohnung berücksichtigt.

Un saludo
Experte:  hhvgoetz hat geantwortet vor 6 Jahren.

Wie schon gesagt, es handelt sich nach Ihren Schilderungen um gar keinen Erbfall.

Ein Erbfall kann erst eintreten, wenn jemand verstirbt. Hier soll zu Lebzeiten etwas bereits übertragen werden.

 

Um Steuerhöhen zu nennen, müsste ich erst das andalusische Gesetz ausfindig machen.

 

Nach dem zentralen Erbschaftssteuergesetz in Spanien ist bei voller Besteuerung bei dem geschätzten Wert der Immobilie wären 20-30% anzusetzen. Es ist aber davon auszugehen, dass das vorrangig anwendbare andalusische Gesetz deutlich geringere Steuersätze vorsieht.

 

Hinsichtlich der Plusvalía hängt die Höhe mit von der Haltedauer ab, der Größe der Gemeinde und dem gemeindlich festgesetzten "Valor del Terreno". Insofern kann ich hier nur auf den obigen Link zum Kollegen verweisen.

 

Saludos