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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 21566
Erfahrung:  Praktische anwaltliche Erfahrung im Bereich des Erbrechts
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ra-huettemann ist jetzt online.

Was und worauf sollte man unbedingt achten, wenn man das Erbrecht

Kundenfrage

Was und worauf sollte man unbedingt achten, wenn man das Erbrecht ausschlägt?? Welche Auswirkungen kann das Ausschlagen des Erbrechtes haben für alle Hinterbliebenen, Ehepartner, Kinder und Enkel??
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Erbrecht
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Soweit die Erbschaft ausgeschlagen werden soll, muss dies innerhalb einer Frist von sechs Wochen erfolgen. Ist die Ausschlagungsfrist verstrichen, gilt die Erbschaft als angenommen.

Diese Frist beginnt mit dem Zeitpunkt zu laufen, in dem der Erbe vom Anfall des Erbes Kenntnis erlangt hat.

Die Ausschlagungserklärung muss gegenüber dem zuständigen Nachlassgericht abgegeben werden. Das Nachlassgericht ist dasjenige Amtsgericht, in dessen Bezirk der Erblasser zuletzt seinen Wohnsitz hatte.

Die Ausschlagung muss schriftlich erfolgen oder mündlich zur Niederschrift beim Nachlassgericht. Sie kann aber auch vor einem Notar erklärt werden, der die Niederschrift sodann an das Nachlassgericht weiterleitet.

Die rechtswirksame Ausschlagung hat zur Folge, dass das Erbe dem Ausschlagenden als nicht angefallen gilt. Der Ausschlagende wird so behandelt, als sei er im Erbfall als Erbe nicht vorhanden gewesen.
.
Weitere erbrechtliche Konsequenz ist, dass das ausgeschlagene Erbteil nunmehr den übrigen Erben zufällt. Hierzu regelt § 1953 Absatz 2 BGB:

Die Erbschaft fällt demjenigen an, welcher berufen sein würde, wenn der Ausschlagende zur Zeit des Erbfalls nicht gelebt hätte; der Anfall gilt als mit dem Erbfall erfolgt.


Das bedeutet praktisch folgendes:

Bei einer testamentarischen Verfügung oder einem Erbvertrag kommt infolge der Ausschlagung der Ersatzerbe als Erbe in Betracht. Ist kein Ersatzerbe bestimmt, so wächst der Erbteil des Ausschlagenden den übrigen Erben im Verhältnis ihrer Erbteile zu.

Bei gesetzlicher Erbfolge führt die Ausschlagung durch einen Abkömmling zur Berufung von dessen Abkömmling. Sind keine Abkömmlinge des Ausschlagenden vorhanden, so erhöhen sich die Erbteile der übrigen Miterben.



Ich hoffe, Ihnen behilflich gewesen zu sein. Machen Sie bei Unklarheiten gerne von Ihrem Nachfragerecht Gebrauch. Haben Sie keine Nachfrage, darf ich höflichst um Akzeptierung bitten. Beachten Sie bitte, dass kostenlose Rechtsberatung nach zwingendem Recht nicht gestattet ist. Sie akzeptieren, indem Sie das grüne Feld „Akzeptieren“ anklicken.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Haben Sie hierzu noch eine Nachfrage? Ist das nicht der Fall, darf ich höflichst um Akzeptierung bitten.

Beste Grüße
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

ich darf an die Akzeptierung der Ihnen erteilten Rechtsauskunft erinnern.

JA ist kein Forum. Die Erbringung kostenloser Rechtsberatung ist gesetzlich nicht erlaubt.

Bestehen Verständnisschwierigkeiten, oder sind aus Ihrer Sicht Punkte offen geblieben, fragen Sie bitte nach.


Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Ich hoffe, Ihnen behilflich gewesen zu sein. Machen Sie bei Unklarheiten gerne von Ihrem Nachfragerecht Gebrauch. Haben Sie keine Nachfrage, darf ich höflichst um Akzeptierung bitten. Beachten Sie bitte, dass kostenlose Rechtsberatung nach zwingendem Recht nicht gestattet ist. Sie akzeptieren, indem Sie das grüne Feld „Akzeptieren“ anklicken.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

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