So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten.
    Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an Ernesto Grueneb...
Ernesto Grueneberg
Ernesto Grueneberg, Abogado
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 1310
Erfahrung:  Master of Laws
47081509
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Erbrecht hier ein
Ernesto Grueneberg ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, meine 80-j hrige Tante hatte

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren, meine 80-jährige Tante hatte sich zeitlebens strikt gegen die Aufstellung eines Testamentes verwahrt. Sie lebte mit ihrem 86-jährigen Bruder (beide ledig, ohne Kinder) in einer Hausgemeinschaft in einem rechtlich der Tante gehörigen 6-parteienhaus. Der Bruder hatte sein Privatvermögen in das Haus eingebracht und sollte auch nach allgemeinem Wissen der Verwandschaft und langjähriger Freunde ihr Erbe sein. Nun taucht ein offensichtlich von ihr handgeschriebenes Testament auf, das einen Mieter des Hauses zum Alleinerben macht. Dieser Mieter/Erbe hat das Testament in einem offenen UMschlag bei Nachlaßgericht abgegeben. Folgender Sachstand: In dem Testament steht: Ort, Datum Testament Herr XX ist allein Erbe meines Anwesends Unterschrift (Die Worte "allein" und "D." sind deutlich abgesetzt und besonders sorgfältig geschrieben, Anwesends mit "D". Sehr wahrscheinlich aber von der Hand der Tante.) Aber: Der besagte Erbe heißt: XX<(Buchstaben "T" und "P" sind eindeutig anhand anderer Schriften der Tante zu unterscheiden.) Der Nachlaßrichter stellt aber trotz mehrfacher Rückfragen meinerseits regelmäßig fest, der Erbe sei "deutlich als eingesetzter Erbe bezeichnet", obwohl der Name falsch geschrieben ist und keine weiteren Angaben zur Identität des Erben gemacht werden. Ist es tatsächlich richtig, daß der Richter einfach festlegen kann, daß zwar "Meier" dort steht, aber der "Müller" gemeint ist? Justitia legt doch sonst so großen Wert auf Buchstaben, Punkt und Komma. Mit freundlichen Grüßen
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Erbrecht
Experte:  Ernesto Grueneberg hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte(r) Fragesteller(in),

danke XXXXX XXXXX Anfrage, die ich wie folgt beantworte:

Maßgebend ist für die Auslegung eines Testamentes ist der wirkliche Wille des Testators, wie er in der Testamentsurkunde wenigstens andeutungsweise zum Ausdruck gekommen ist.

Die entsprechende Vorschrift ist § 133 BGB und lautet:

"Bei der Auslegung einer Willenserklärung ist der wirkliche Wille zu erforschen und nicht an dem buchstäblichen Sinne des Ausdrucks zu haften."

Sie sehen, der Wortlaut ist eher unwichtig.

Ich hoffe, Ihnen geholfen zu haben

Ernesto Grueneberg und 2 weitere Experten für Erbrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrter Herr Grünenberg,

Sie haben mir "natürlich" nicht geholfen, weil ich eine andere Antwort erhofft hatte.

Dennoch vielen Dank für Ihr Bemühen. Ich lerne, daß Justitia eine schwierige Persönlichkeit ist, denn nach allem was von der Verstorbenen und ihrem Fürsorgeverhältnis zu ihrem Bruder bekannt ist, kann dieses Testament nicht ihr "wirklicher Wille" sein. Es sei denn, sie war schizophren. Aber das ist eine andere Geschichte.

Nochmals vielen Dank

 

Experte:  Ernesto Grueneberg hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

Danke. Man sollte aber nicht aufgeben: es gibt auch diese Umstände außerhalb der Urkunde, die Sie erwähnt haben, die für die Nichteinsetzung sprechen.

Gerne kann ich weiter beraten.

Ähnliche Fragen in der Kategorie Erbrecht