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Advopro
Advopro, Rechtsanwalt
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 9380
Erfahrung:  Zweites StaatsexamenDiplom Jurist
26039601
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Die sechs Wochen Frist ist leider berschritten. Gibt es f r

Kundenfrage

Die sechs Wochen Frist ist leider überschritten.
Gibt es für mich als Vater, der ich durch den Unfalltod
meiner Tochter traumatisiert war, jetzt nach drei Monaten noch eine
Möglichkeit dasErbe auszuschlagen ?

Vielen Dank XXXXX XXXXX
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Erbrecht
Experte:  Advopro hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender





vielen Dank für Ihre Anfrage .

Diese möchte ich sehr gerne wie folgt beantworten:







Zunächst einmal möchte ich Ihnen mein aufrichtiges und ausdrückliches Beileid diesem tragischen Vorfall zum Ausdruck bringen



Dieses ist ein Problem, welches in der Praxis leider sehr häufig vorkommt.

Meiner persönlichen Rechtsauffassung nach ist die Frist von sechs Wochen tatsächlich vom Gesetzgeber zu kurz bemessen, da ein Erbe so kurz nach dem Tod des Erblassers normalerweise zunächst emotional betroffen ist und an so etwas oft gar nicht denkt.

 

Nichts desto trotz schreibt das Gesetz diese Frist zwingend vor. Nach ihrer Schilderung sehe ich leider keinen Grund, um diese Frist zu verlängern.

 

Nach ihrer Schilderung wird die Ausschlagung somit also leider nicht in Betracht kommen.

 

Ich kann sie aber grundsätzlich beruhigen.

 

Dieses bedeutet noch lange nicht, dass sie auf eventuellen Schulden sitzen bleiben.

 

Sie haben hier eigentlich nur eine vernünftige Wahl.

 

Sie sollten schnellstmöglich beim zuständigen Nachlassgericht einen Antrag auf Eröffnung eines so genannten Nachlassinsolvenzverfahrens gem §§ 1975 ff. BGB

stellen. Hierdurch können sie erreichen, dass sie nicht persönlich haften, sondern die Haftung auf den Wert des Nachlasses (falls überhaupt vorhanden) beschränkt wird.

 

Sollten Sie vor Beendigung dieses Nachlassinsolvenzverfahrens von einem Gläubiger des Erblassers in Anspruch genommen werden, könnten sie die Dürftigkeitseinrede des § 1990 BGB erheben, um sich gegen diese Forderung zu verteidigen.

 

Wie aber bereits gesagt sollten sie schnellstmöglich die Eröffnung des Nachlassinsolvenzverfahrens beantragen.

 

Hierbei sollten Sie sich gegebenenfalls von einem Fachanwalt für Erbrecht vor Ort unterstützen lassen.










Ich hoffe Ihnen eine erste rechtliche Orientierung ermöglicht zu haben und wünsche Ihnen viel Erfolg und alles Gute!



Ich möchte Sie gerne noch abschließend auf Folgendes hinweisen:

Die von mir erteilte rechtliche Auskunft basiert ausschließlich auf den von Ihnen zur Verfügung gestellten Sachverhaltsangaben. Bei meiner Antwort handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes, die eine vollumfängliche Begutachtung des Sachverhalts nicht ersetzen kann. So kann nämlich durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen eine völlig andere rechtliche Beurteilung die Folge sein.



Sofern Sie mit meiner Antwort zufrieden sind möchte ich Sie höflich bitten meine Antwort gemäß den allgemeinen Geschäftsbedingungen dieser Plattform zu akzeptieren.



Sie akzeptieren meine Antwort, indem Sie unter meiner Antwort einmal auf das grüne Feld „akzeptieren“ klicken.



Ich hoffe, dass Ihnen meine Ausführungen geholfen haben. Sie können natürlich gerne über die Nachfrageoption mit mir Verbindung aufnehmen.

Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Montagabend!



Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

Stresemannstr. 46
27570 Bremerhaven
[email protected]
Fax.0471/140244

Tel. 140240 o. 140241





Experte:  ClaudiaMarieSchiessl hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,


Sie können sich unter Umständen von der durch Verstreichenlassen der Frist erklärten Annahme der Erbschaft lösen, wenn Sie einen Anfechtungsgrund haben.


Wichtigster Fall ist der, dass Sie sich über den Nachlass irrten, weil Sie Schulden des Erblassers nicht kannten,


Die Anfechtung kann innerhalb von 6 Wochen nach Bekanntwerden der Gründe erklärt werden.


Die Anfechtung muss vor dem zuständigen Nachlassgericht erklärt werden.



Mit freundlichen Grüßen




Claudia Marie Schiessl
Rechtsanwältin und
Fachanwältin für Arbeitsrecht
Fachanwältin für Familienrecht





Experte:  Advopro hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,
sehr geehrte Frau Kollegin,

vielen Dank für den Hinweis der Kollegin.

Dieser ergänzende Hinweis ist grundsätzlich zutreffend.

Im Falle einer Anfechtung wegen Irrtums müssten Sie im Streitfall allerdings auch beweisen können, dass Sie im Irrtum gewesen sind.

Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

Stresemannstr. 46
27570 Bremerhaven
[email protected]
Fax.0471/140244

Tel. 140240 o. 140241



Advopro, Rechtsanwalt
Kategorie: Erbrecht
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Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Woher weiß ich welches Nachlassgericht für die PLZ 25557 zuständig ist ?

 

Reicht ein Einschreiben mit meiner Eingabe ?

Experte:  Advopro hat geantwortet vor 6 Jahren.
vielen Dank für den Nachtrag.

Wie die Kollegin bereits richtigerweise mitgeteilt hat, muss die Erklärung vor dem zuständigen Nachlassgericht abgegeben werden und zwar zur Niederschrift oder öffentlich beglaubigte Form.

Ein einfaches Einschreiben würde daher grundsätzlich nicht genügen. Sie müssten das Nachlassgericht direkt aufsuchen.

Das zuständige Nachlassgericht ist das Amtsgericht in dessen Bezirk der Erblasser seinen letzten Wohnsitz gehabt hat.




Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

Stresemannstr. 46
27570 Bremerhaven
[email protected]
Fax.0471/140244

Tel. 140240 o. 140241


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