So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten.
    Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an RASchiessl.
RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 26196
Erfahrung:  Langjährige Tätigkeit auf dem Gebiet des Zivilrechts
32916861
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Erbrecht hier ein
RASchiessl ist jetzt online.

Mein Mann hat 1996 ein notariell hinterlegtes Testament gemacht. Er

Kundenfrage

Mein Mann hat 1996 ein notariell hinterlegtes Testament gemacht.
Er ist 12/2010 verstorben.
2009 hat er ein neues Testament für uns beide aufgesetzt aber nicht handgeschrieben sondern mit dem Computer.Es wurde von uns beiden gegengezeichnet,und an 2 Personen geschickt meine Mutter und meine Schwester.Hierin hat er das 1996 gefasste Testament als ungültig erklärt.
Die wicjtigste Neuerung war das er seiner Tochter (ob sie das wirklich ist,dies war auch fragwürdig inzwischen ) einen Pflichtteil zugesprochen hat ,da sich das Verhältnis extrem verschlechtert hatte und er sie 2 Jahre nicht gesehen hatte.
Das Gericht in Potsdam hat die mit dem Computer geschriebenen Testamente (2) für ungültig erklärt, der Erbschein wurde auf das erste Testament ausgeschrieben, durch mich beantragt.Jetzt macht die Tochter (vermeintliche) extrem Stress und ich Frage sie: habe ich eine Chance das Testament noch anzufechten da,das was jetzt passiert genau das ist was mein Mann nicht wollte??????
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Erbrecht
Experte:  hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

In der Sache nehme ich Stellung wie folgt.

Nach § 2247 BGB muss das Testament eigenhändig geschrieben und unterschrieben werden muss. Das Amtsgericht Potsdam hat zutreffend die beiden mit dem Computer geschriebenen Testamente für unwirksam erklärt.

Die Schriftzüge müssen unmittelbar von der Hand des Erblassers geformt sein. Deshalb sind mit der Schreibmaschine oder mit einem Computer geschriebene bzw ausgedruckte Testamente ungültig.

Da die beiden computergeschriebenen Testamente unwirksam sind können Sie leider nicht das Testament 1996 widerrufen.

Das Testament 1996 ist weiterhin gültig. Das Testament wird nur dann ungültig, wenn es durch Ihren Mann vernichtet wurde oder durch ein anderes Testament widerrufen wurde. Ansonsten haben Sie leider keine Chance das Testament anzufechten.



Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen einen ersten Überblick verschafft zu haben und bitte meine Antwort zu akzeptieren. Sie akzeptieren in dem Sie auf das grüne Feld "Akzeptieren" klicken.

Beachten Sie bitte, dass das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen zu einer völlig anderen Beurteilung des Sachverhalts führen kann. Die Frage wurde beantwortet unter der Maßgabe, dass Sie die AGB (Allgemeinen Geschäftsbedingungen) gelesen haben und bereit sind, meine Antwort nach den gesetzlichen Vorgaben zu akzeptieren und angemessen zu vergüten. Beachten Sie bitte, dass eine kostenlose Rechtsberatung in der Bundesrepublik Deutschland nicht gestattet ist.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
RASchiessl und weitere Experten für Erbrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
kann ich einen Vaterschaftstest verlangen und wenn ja wie mache ich das?
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Nachfrage.

Grundsätzlich können Sie einen Nachweis der Verwandtschaft und somit der Stellung als gesetzliche Erbin in einer sogenannten Erbenfeststellungsklage durch einen DNA-Test überprüfen lassen.

Diese Erbenfeststellungsklage kann neben dem Erbscheinsverfahren geltend gemacht werden.

Das Problem in Ihrem Falle sehe ich jedoch darin, dass selbst wenn der Vaterschaftstest keine Verwandtschaft ergeben sollte, so ist die Tochter dennoch aufgrund des Testaments 1996 Erbin geworden. Die Frage der Verwandtschaft ist relevant für die die gesetzliche Erbenstellung des § 1924 BGB.





Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt

Ähnliche Fragen in der Kategorie Erbrecht