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Advopro
Advopro, Rechtsanwalt
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 9380
Erfahrung:  Zweites StaatsexamenDiplom Jurist
26039601
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wir sind drei Geschwister und haben 1993 4 Immobilien (2.000.000,--Euro)

Kundenfrage

wir sind drei Geschwister und haben 1993 4 Immobilien (2.000.000,--Euro) übertragen bekommen. Die Eltern haben bis heute Nießbrauch und Nutzungsrecht, möchten, dass wir es in einer Grundstücksgemeinschaft alleine weiter führen. Das funktioniert aber nicht.
Frage:Wenn 1993 total rückgängig gemacht wird und neu verteilt wird, fällt dann wieder Schenkungssteuer an (Freibetrag nur 20.000,--Euro für jeden)?
Frage:Wenn 1 von 3 aussteigt, müssen wir dann Schenkungssteuer auf den erschenkten Teil zahlen oder wäre es besser, den 1/3 Anteil abzukaufen?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Erbrecht
Experte:  Advopro hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender





vielen Dank für Ihre Anfrage .

Diese möchte ich sehr gerne wie folgt beantworten:







1.Frage:Wenn 1993 total rückgängig gemacht wird und neu verteilt wird, fällt dann wieder Schenkungssteuer an (Freibetrag nur 20.000,--Euro für jeden)?



Ja, dann würde grundsätzlich Schenkungssteuer anfallen, weil es sich als erneute (wenn auch Rück-) Schenkung darstellen würde.

 

Es käme hinsichtlich der Freibeträge dann aber darauf an, von wem an wen geschenkt werden soll.

 

Sofern Sie als Kind Ihren jeweiligen Miteigentumsanteil wieder an einen Elternteil schenken, liegt der Steuerfreibetrag in der Tat bei 20.000.- €.

 


2.Frage:Wenn 1 von 3 aussteigt, müssen wir dann Schenkungssteuer auf den erschenkten Teil zahlen oder wäre es besser, den 1/3 Anteil abzukaufen?


Ja, auch hier fällt grundsätzlich Schenkungssteuer an, sofern einer aussteigt und hierfür keinerlei Gegenleistung erhält.

 

DXXXXX XXXXXdelt es sich nämlich um eine unentgeltliche (=ohne Gegenleistung) Vermögensverfügung, also begrifflich um eine Schenkung i.S.v. § 516 f. BGB mit den entsprechenden steuerrechtlichen Konsequenzen.

 

Bei einer entgeltlichen Veräußerung würde zwar die Schenkungssteuer entfallen, jedoch dafür die Grunderwerbssteuer anfallen.

 

Diese würde bei einem Geschwisterteil (oder anderen Verwandten in der Seitenlinie, wie z.B. einem Onkel/Tante) anfallen, nicht aber wenn die Immobilie (bzw. Miteigentumsanteile) z.B. an die Eltern oder Kinder (also Verwandte in grader Linie) veräußert werden.


Eltern und Kinder bräuchten bei einem Kauf also keine Grunderwerbssteuer zahlen.







Ich hoffe Ihnen eine erste rechtliche Orientierung ermöglicht zu haben und wünsche Ihnen viel Erfolg und alles Gute!



Ich möchte Sie gerne noch abschließend auf Folgendes hinweisen:

Die von mir erteilte rechtliche Auskunft basiert ausschließlich auf den von Ihnen zur Verfügung gestellten Sachverhaltsangaben. Bei meiner Antwort handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes, die eine vollumfängliche Begutachtung des Sachverhalts nicht ersetzen kann. So kann nämlich durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen eine völlig andere rechtliche Beurteilung die Folge sein.



Ich hoffe, dass Ihnen meine Ausführungen geholfen haben. Sie können natürlich gerne über die Nachfrageoption mit mir Verbindung aufnehmen.

Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Sonntagnachmittag!



Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

Stresemannstr. 46
27570 Bremerhaven
[email protected]
Fax.0471/140244

Tel. 0471/140240 o. 140241





Advopro und weitere Experten für Erbrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Antwort zu 2 habe ich nicht ganz verstanden.
1.1 von 3 steigt aus und verschenkt den Anteil ohne Gegenleistung, dann Steuer o,--
2.1 von 3 steigt aus und verkauft den Anteil, dann entfällt darauf normaler-
weise Grunderwerbsteuer, aber weil Veräußerung zwischen Geschwistern geschieht, muss auch diese Steuer nicht gezahlt werden.
Hab ich das so richtig verstanden?
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Antwort zu 2 habe ich nicht richtig verstanden.
1. 1 von 3 verschenkt den Anteil ohne Gegenleistung, dann Steuer 0,--
2.1 von 3 verkauft den Anteil, dann würde normalerweise Grunderwerbsteuer anfallen, aber weil Rückabwicklung über Familie entfällt auch diese Steuer.
Habe ich das so richtig verstanden?
Experte:  Advopro hat geantwortet vor 5 Jahren.
Vielen Dank für den Nachtrag.

Zu 1.1 von 3 steigt aus und verschenkt den Anteil ohne Gegenleistung, dann Steuer o,--

Nein, in diesem Fall fällt wie gesagt die Schenkungssteuer an, sofern 1 hier keine Gegenleistung für die Vermögenshingabe (= Übertragung des Miteigentumsanteils am Grundstück erhält).


zu 2.1 von 3 steigt aus und verkauft den Anteil, dann entfällt darauf normaler-
weise Grunderwerbsteuer, aber weil Veräußerung zwischen Geschwistern geschieht, muss auch diese Steuer nicht gezahlt werden.

Doch, von Bruder zu Bruder fällt Grunderwerbssteuer an, vom Kind zum Vater (z.B.) aber nicht.


 

Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

Stresemannstr. 46
27570 Bremerhaven
[email protected]
Fax.0471/140244

Tel. 0471/140240 o. 140241

 

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Danke, Habs nun verstanden.
Muss das Geld tatsächlich fließen oder kann 1 auf den Betrag verzichten oder muss alles offiziell mit Bankkredit laufen? Kaufvertrag und Grunderwerbsteuer würden wir erstellen lassen und zahlen.
und
Das bedeutet für uns: 2+3 kaufen von 1 den Anteil (ca.650.000,--) und zahlen 3,5% Grunderwerbsteuer und haben nun Anschaffungskosten und 1 ist aus allem raus.
Experte:  Advopro hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr gern geschehen :-)

Sofern 1 auf den Kaufpreis verzichtet, wäre es ja rechtlich betrachtet wieder eine Schenkung mit den entsprechenden Konsequenzen (s.o.).

Sie schrieben:

"Das bedeutet für uns: 2+3 kaufen von 1 den Anteil (ca.650.000,--) und zahlen 3,5% Grunderwerbsteuer und haben nun Anschaffungskosten und 1 ist aus allem raus."

Ja, dieses ist zusammengefasst richtig.

Sie brächten natürlich auch noch einen Kaufvertrag (bei der Erstellung wäre ich Ihnen bei Interesse sehr gerne behilflich) und einen Notar für die Beurkundung.


Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

Stresemannstr. 46
27570 Bremerhaven
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Fax.0471/140244

Tel. 0471/140240 o. 140241

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
danke
Experte:  Advopro hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr gern geschehen und noch einen angenehmen Sonntagnachmittag!

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