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Tobias Rösemeier
Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  Fachanwalt f. Familienrecht
37896974
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Tobias Rösemeier ist jetzt online.

hallo! bin am 8.4.1947 als uneheliches kind geboren. mein

Kundenfrage

hallo!
bin am 8.4.1947 als uneheliches kind geboren.
mein vater ist im april dieses jahr verstorben.
meine frage bin ich erbberechtigt ?
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Erbrecht
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne wie folgt beantworte.

Alle nichtehelichen Kinder, die nach dem 01.071949 geboren wurden, sind heute den ehelichen Kindern gleichgestellt und damit erbbrechtigt.

Da Sie vor diesem Stichtagsdatum geboren wurden, gilt diese Regelung leider nicht für Sie. Sie sind bedauerlicherweise nicht erbberechtigt.

Es tut mir leid, Ihnen keine für Sie günstigere Antwort geben zu können.
Tobias Rösemeier und weitere Experten für Erbrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

Neues Erbrecht für nichteheliche Kinder
Im Erbrecht sind zwar nichteheliche und eheliche Kinder grundsätzlich gleichgestellt. Nach wie vor hat jedoch eine Ausnahme Bestand, die für die rechtliche Stellung der nichtehelichen Kinder steht. Diese Sonderregelung führt dazu, dass vor dem 1. Juli 1949 geborene nichteheliche Kinder bis heute mit ihren Vätern als nicht verwandt gelten und daher auch kein gesetzliches Erbrecht haben.

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) hatte am 28. Mai 2009 in einem Individualbeschwerdeverfahren festgestellt, dass die bisher im deutschen Erbrecht vorgesehene Ungleichbehandlung von ehelichen und nichtehelichen Kindern, die vor dem 1. Juli 1949 geboren wurden, im Widerspruch zur Europäischen Menschenrechtskonvention steht (vgl. hierzu bei Bedarf auch Artikel von Dr. Falk Schulz).

Nach der neuen Regelung werden alle vor dem 1. Juli 1949 geborenen nichtehelichen Kinder künftig auch gesetzliche Erben ihrer Väter. Besonderheiten gelten für Sterbefälle, die sich bereits vor der geplanten Neuregelung ereignet haben. Da das Vermögen des Verstorbenen bereits auf die nach alter Rechtslage berufenen Erben übergegangen ist, kann die Erbschaft nur in sehr engen verfassungsrechtlichen Grenzen wieder entzogen oder geschmälert werden.

Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Ich werde dies prüfen.

Ist die Vaterschaft festgestellt.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

hallo!

ja die vaterschaft ist festgestellt.

mfg peter müller

Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Wenn Sie den Nachweis über die festgestellt Vaterschaft führen können, dann sieht die Rechtslage nunmehr inzwischen anders aus und Sie sind sowohl erbberechtigt, als auch pflichtteilsberechtigt.
Wenn Ihr Vater ein Testament hinterlassen hat, in dem Sie nicht begünstigt sind, müssten Sie dann unter Nachweisführung der bestehenden Vaterschaft Ihren Pflichtteilsanspruch geltend machen. Sollte ein Erbschein bereits ergangen sein, weil Ihr Vater kein Testament hinterlassen hat und Sie sind in diesem Erbschein nicht vermerkt, so müssten Sie den Erbschein unter Nachweis der Vaterschaft anfechten.