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Mustermann
Mustermann, Rechtsanwalt
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 264
Erfahrung:  1. und 2. juristisches Staatsexamen
50154571
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Mustermann ist jetzt online.

wie verh lt sich das Erbrecht, ich bin ein uneheliches Kind wie

Kundenfrage

wie verhält sich das Erbrecht, ich bin ein uneheliches Kind
wie erfahre ich was mir zussteht von Seite meines leiblichen Vaters
und von Seite meiner Mutter,
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Erbrecht
Experte:  Mustermann hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

gerne beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Als uneheliches Kind steht Ihnen das selbe Erbrecht zu wie einem ehelichen Kind. Das bedeutet, dass Sie bei gesetzlicher Erbfolge sowohl Ihren Vater als auch Ihre Mutter beerben würden. Ggf. würden Sie mit weiteren Erben eine Erbengemeinschaft bilden.

Als Erbe können Sie die Erbschaft in Besitz nehmen und so dessen Bestand und Wert selbst ermitteln. Zudem haben Sie gegenüber dem sog. Hausgenossen, also demjenigen, der mit dem Verstorbenen zur Zeit des Erbfalls in häuslicher Gemeinschaft gelebt hat, einen Auskunftsanspruch.

Selbst wenn Sie in einem Testament von Ihrem Vater, Ihrer Mutter oder sogar beiden enterbt werden sollten, gehen Sie nicht völlig leer aus. Sie können dann zumindest den sogenannten Pflichtteil beanspruchen. Dieser beläuft sich auf die Hälfte des gesetzlichen Erbteils und ist auf eine Geldzahlung gerichtet. Da Sie in diesem Fall die Erbschaft nicht in Besitz nehmen können, um den Wert zu ermitteln, stehen Ihnen Auskunftsansprüche zu.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen Überblick über die Rechtslage verschaffen.

Sollten Sie ein Nachfrage zu meiner Antwort haben, stellen Sie diese bitte. Anderenfalls akzeptieren Sie bitte meine Antwort, indem Sie den grünen "Knopf" anklicken und geben bitte eine Bewertung ab.

Bitte beachten Sie, dass es sich bei meinen Ausführungen um eine erste Einschätzung aufgrund des von Ihnen geschilderten Sachverhalts handelt, die eine persönliche Beratung durch einen Rechtsanwalt nach umfassender Aufklärung des Sachverhalts nicht ersetzen kann oder soll. Durch Auslassen oder Hinzufügen von Tatsachen kann sich die rechtliche Bewertung ändern.

Mit freundlichen Grüßen
Chris Koppenhöfer
(Rechtsanwalt)
Mustermann und 4 weitere Experten für Erbrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Herr Koppenhöfer,
ich habe zu meinem leiblichen Vater keinen Kontakt, werde ich vom Nachlassgericht automatisch benachrichtigt oder was muß ich tun
Experte:  Mustermann hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

in den einzelnen Bundesländern gibt es insoweit eine unterschiedliche Rechtslage. In den süddeutschen Ländern besteht in der Regel die Pflicht des Nachlassgerichts, die Erben zu ermitteln, wenn der Wert der Erbschaft die Kosten der Bestattung übersteigt.

In anderen Bundesländern findet eine solche Ermittlung nicht statt.

Sind Sie in einem Testament bedacht, dürfte eine Benachrichtigung grundsätzlich stattfinden.

Entsprechend können Sie sich nicht darauf verlassen, dass Dritte Sie ohne Weiteres "von selbst" über den Erbfall benachrichtigen. Das gilt vor allem, wenn Ihre Existenz als Erbe für das Nachlassgericht nicht ohne weiteres zu ermitteln ist. Sie sollten daher in Ihrem eigenen Interesse selbst Sorge dafür tragen, dass Sie von einem Erbfall Kenntnis erlangen.

Mit freundlichen Grüßen
Chris Koppenhöfer
(Rechtsanwalt)
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Herr Koppenhöfer,
und wie komme ich an die Erbfall Kenntnis
Experte:  Mustermann hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

hier gibt es keine allgemeingültige Lösung. Sie könnten versuchen - wenn dies gewünscht ist - einen losen Kontakt herzustellen. Dann würden Sie z.B. von dem Erbfall erfahren, wenn Ihre Anrufe nicht beantwortet werden. Auch könnten Sie in gewissen Abständen Grußkarten an Ihre Eltern schicken - kommen diese als nicht zustellbar zurück, haben Sie Anlass zu weiteren Nachforschungen beim Einwohnermeldeamt (liegt Umzug oder Sterbefall vor?). Sie können sich unter Umständen auch direkt in regelmäßigen - wenn auch nicht zu kurzen - Abständen an das Einwohnermeldeamt oder das Nachlassgericht wenden, um dort nach einem Erbfall/Sterbefall zu fragen.

Wenn Sie Verwandte oder Freunde haben, die mit Ihren Eltern in Kontakt stehen, können Sie sich dort nach dem Befinden erkundigen - auch so sollten Sie von dem Tod erfahren.

In jedem Falle müssen Sie sich selbst nach für Ihren Einzelfall geeigneten Erkenntnisquellen umschauen, da Sie sich nicht darauf verlassen können, von Dritten benachrichtigt zu werden, auch wenn - gerade bei größeren Erbschaften - u.U. ein Nachlasspfleger bestellt wird, zu dessen Aufgaben auch die Erbenermittlung gehört. Es gibt aber insoweit aber keine "Garantie".

Mit freundlichen Grüßen
Chris Koppenhöfer
(Rechtsanwalt)

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