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Tobias Rösemeier
Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  Fachanwalt f. Familienrecht
37896974
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Tobias Rösemeier ist jetzt online.

ich frage an im Namen meiner Schw gerin ich bin 72 Jahre,

Kundenfrage

ich frage an im Namen meiner Schwägerin:
ich bin 72 Jahre, seit 20 Jahren verheiratet und lebe mit meinem Mann in Gütergemeinschaft.
Er brachte 2 erwachsene Kinder in die Ehe die sich NIE um mich gekümmert haben.
Mein Mann und ich wohnen in meinem 2 Fam. Haus, er hat lediglich einen Anbau mit Erweiterung der Garage mit darüberliegendem Zimmer finanziert. Im Falle meines Ablebens möchte ich nicht, dass seine Kinder erben werden, ich möchte auch, dass mein Mann nur seinen Pflichtanteil bekommt.
Kann ich dies mit einem Testament beim Notar regeln, reicht auch ein handschriftliches Testament?
Wie sieht es mit Spareinlagen und sonst. Werten (Wohnungseinrichtung) aus?
Ich möchte, dass die Kinder meiner Schwester alles, ausser dem Pflichtteil, erben werden.
gez. Dieter Meiser
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Erbrecht
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,

da die Gütergemeinschaft heutzutage relativ selten vorkommt, erlaube ich mir nachzufragen, ob Sie nicht tatsächlich im Güterstand der Zugewinnsgemeinschaft leben (gesetzl Güterstand) oder in der Tat durch Ehevertrag einen abweichenden Güterstand ausdrücklich vereinbart haben ?
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.

es wurde kein Ehevertrag abgeschlossen, dann ist es wohl der gesetzliche Güterstand

geantwortet für meine Schwägerin Dieter Meiser

Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

gern beantworte ich Ihre bzw. die Fragen Ihrer Schwägerin wie folgt:

Die Kinder des Ehemann sind nach dem Tod der Schwägerin nicht erbberechtigt, da Sie mit der Erblasserin nicht verwandt sind. Insofern bedarf es also keiner ausdrücklichen Regelung.

Der Ehemann ist natürlich grundsätzlich erbberechtigt. Eine Reduzierung auf den Pflichtteil ist nur durch Errichtung eines Testamentes möglich. Es genügt hier grundsätzlich ein handschriftliches Testament.

Zum Ehegattenerbrecht folgendes:

Ehepartner sind nicht miteinander verwandt, sondern "nur" miteinander verheiratet. Weil somit der Ehegatte vom Verwandtenerbrecht nicht erfasst wird, gelten für den Ehegatten im Erbfall besondere Regeln. Das gesetzliche Erbrecht der Ehegatten ist abhängig von den Verwandten des Verstorbenen und vom Güterstand der Ehe (vgl. § 1931 BGB).

Der überlebende Ehegatte erbt neben den Kindern des Erblassers zu einem Viertel, neben den Eltern und Geschwistern des Erblassers oder neben Großeltern zur Hälfte.

Haben die Ehegatten im Güterstand der Zugewinngemeinschaft gelebt, so erhält der überlebende Ehegatte zusätzlich ein Viertel der Erbschaft als Zugewinnausgleich.

Der "Voraus" ist der Teil der Erbschaft, den der überlebende Ehegatte zusätzlich neben seinem gesetzlichen Erbteil erhält. Der Voraus umfasst die zum ehelichen Haushalt gehörenden Gegenstände, also praktisch den gesamten Hausrat (vgl. § 1932 BGB).



Selbstverständlich kann die Schwägerin die Kinder der Schwester testamentarisch zu Erben einsetzen.

Der Ehemann bekommt dann nur den Pflichtteil allerdings zzgl. Zugewinnsausgleich.

Berechnungsgrundlage für den kleinen Pflichtteil ist der gewöhnliche gesetzliche Erbteil. Der sich daraus errechnende Pflichtteil (so genannter kleiner Pflichtteil) beträgt gegenüber Abkömmlingen 1/8 , gegenüber Verwandten der zweiten Ordnung 1/4 und gegenüber anderen Verwandten 1/2 des Nachlasses.

Zum Nachlass gehören alle Vermögenswerte der Schwägerin zum Zeitpunkt Ihres Ablebens.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen die Rechtslage verständlich darstellen.

Bitte fragen Sie nach, wenn etwas unklar geblieben ist oder weiterer Klärungsbedarf besteht.
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Haben Sie noch Nachfragen oder ist etwas unklar geblieben ?
Tobias Rösemeier und weitere Experten für Erbrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
wie könnte ein Erbe aussehen:
Haus Wert 250 000.- Anbau vom Mann finanziert 12000.-
Mieteinnahmen 400.- aus dem nicht selbst bewohnten Teil
Sparkonten 200000.-
Berücksichtigen sie den Pflichtanteil!
Die Kinder sollen den Löwenanteil bekommen!
Danke für die Antwort!
Dieter Meiser
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

zum Nachlass gehört die Vermögenswerte, bei denen die Schwägerin Eigentümerin ist.

Bitte teilen Sie mir mit, wie sich bei den angegebenen Werten jeweils die Eigentumssitution darstellt.

Im Übrigen: Ob der Anbau durch den Ehemann finanziert worden ist, ist erst einmal unerheblich, es sei denn es liegt ein Darlehensvertrag oder sonstige Vereinbarung zugrunde.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Das Haus ist auf die Schwägerin notariell eingetragen
Die Miete geht an meine Schwägerin.
Die Sparkonten lauten auf meineSchwägerin.
Bekommt der Mann beim Pflichtanteil 1/4 vom Haus und !74 von den Einrichtungsgegenständen als Geldzahlung?
Danke!
Dieter Meiser
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

ist der Ehegatte lediglich pflichtteilsberechtigt, beträgt sein Pflichtteil in das Vermögen der Schwägerin in der Tat 1/4.Hinzu käme allerdings noch ein weiteres 1/4 im Hinblick auf § 1371 BGB Zugewinnsausgleich bei Tod), mithin also 50%.

Die Erbteilserhöhung nach § 1371 BGB läßt sich nur durch Änderung des Güterstandes vermeiden.



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