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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 19826
Erfahrung:  Praktische anwaltliche Erfahrung im Bereich des Erbrechts
42903605
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Erbrecht hier ein
ra-huettemann ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren,mein Mann ist am 18.03.2011

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren, mein Mann ist am 18.03.2011 verstorben, beauftragt habe ich das Bestattungsinstitut xx. Mein verstorbener Mann wünschte siche eine anonyme Seebestattung in der Nordsee. War auch alles mit Herrn xx abgesprochen. Am 31.03.2011 folgte die Einäscherung im Krematorium . Von dort aus ging die Urne nach Travemünde. Dieses erfuhr ich aber nur durch einen dummen Zufall, weil ich  anrief wann denn Seebesttung erfolgt. Herr x rief mich zurück, die Urne würde er gleich per express nach Cuxhaven schicken so daß am 22.042011 die Beisetzung erfolgen kann. Er hatte mir es versprochen. Der Seegrabbrief sollte in der zeit von 14 Tagen bis 3 Wochen mir zugeschickt werden. Nach vielen Nachfragen kam dieser Brief am 03.06.2011 bei mir an. Am 06.06.2011 rief ich Herrnx an und bat um einen Seekartenausschnitt mit den Koordinaten, was er auch machen wollte.Ich bat Ihm auch noch um den Namen des Schiffes. Da beruft er sich darauf, daß es eine anonyme Beisetzung gewesen ist und er den Namen des Schiffes nicht sagen muß. In Cuxhaven kennt niemand die Reederei  und kein Schiff,das Seebestattungen machen darf hatte keinen Auftrag die Urne meines  auf See beizusetzen. Mir wurde gesagt, daß ich mich an das Krematorium wenden soll, denn das muß ja eine Rückmeldung und ein Auszug aus dem Logbuch bekommen. Hab heute da angerufen, sie hatten noch keine Rückmeldung. Es wurde später bei mir angerufen,daß das Krematorium den Seegrabbrief zu gefaxt bekommen hat. Ohne Namen des Schiffes aber das würde Ihnen ausreichen. Herr x rief mich gleich darauf an ich sollte doch endlich Ruhe geben den Namen des Schiffes gibt er keine Auskunft. Nach allem was ich mir eingeholt habe, würde ich ein Recht darauf haben, denn ich möchte mit meiner restlichen Familie ja auch mal eine Gedenkfahrt machen Können. Wie Herr x sagte wohl am Totensonntag. Weil ich keine Ruhe gebe, bekomme ich den Ausschnit aus der Seekarte auch nicht, hat er heute am Telefon gesagt. und was soll ich jetzt noch glauben,was ist Wahrheit und was ist gelogen. Habe ich ein Recht zu erfahren wie das Schiff heißt und auch ein Auszug aus dem Logbuch zu bekommen? E-mail- Adresse:[email protected] Ich bedanke mich. Mit freundlichem Gruß
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Erbrecht
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich wie folgt Stellung nehme.

Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Seebestattungsintituts "Atlantis" finden Sie auf der folgenden Seite:

http://atlantis-seebestattungen.de/22.html

Die Vertragsbedingungen treffen keine konkrete Regelung dazu, ob eine Verpflichtung besteht, Ihnen als Hinterbliebener das konkrete Seegebiet zu bezeichnen, in welchem die Bestattung erfolgte und Ihnen einen Ausschnitt aus der Seekarte zur Verfügung zu stellen.

Schweigen in einem Vertrag unter Verwendung von AGB diese zu einem bestimmten und ungeregelten Punkt, so ist eine Auslegung nach der Interessenlage der Vertrsgsparteien vorzunehmen.

Eine solche Abwägung fällt hier aber eindeutig zu Ihren Gunsten aus, denn es entspricht Ihrem nachvollziehbaren und gar nicht weiter darzulegenden Interesse, dass Sie als hinterbliebene Ehefrau wissen möchten, wo Ihr Mann seebestattet wurde.

Dieser Umstand ist auch dem Unternehmen objektiv erkennbar, wie sich im Übrigen aus dem Text auf der Webseite selbst schon entnehmen lässt.

Dort heißt es im Wortlaut:

Wir freuen uns immer wieder, wenn wir Angehörige und Freunde zu einer Gedenkfahrt zur Bestattungsstelle an Bord begrüßen dürfen.

Dem Unternehmen selbst ist daher ohne weiteres bewusst und es geht davon aus, dass hinterbliebene Angehörige durchaus die Seebestattungsstätte später noch einmal besuchen möchten.

An dieser Interessenbewertung muss sich das Unternehmen aber festhalten lassen.

Die Auslegung führt daher dazu, dass Sie gegenüber dem Unternehmen einen vertraglichen Anspruch auf konkrete Benennung des Seegebietes und auf Überlassung eines entsprechenden Seekartenausschnittes haben.


Ich hoffe, Ihnen behilflich gewesen zu sein. Machen Sie bei Unklarheiten gerne von Ihrem Nachfragerecht Gebrauch. Haben Sie keine Nachfrage, darf ich um Akzeptierung der Rechtsauskunft bitten. Beachten Sie bitte, dass kostenlose Rechtsberatung nach zwingendem Recht nicht gestattet ist. Sie akzeptieren, indem Sie das grüne Feld „Akzeptieren“ anklicken.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich wie folgt Stellung nehme.

Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Seebestattungsintituts "Atlantis" finden Sie auf der folgenden Seite:

http://atlantis-seebestattungen.de/22.html

Die Vertragsbedingungen treffen keine konkrete Regelung dazu, ob eine Verpflichtung besteht, Ihnen als Hinterbliebener das konkrete Seegebiet zu bezeichnen, in welchem die Bestattung erfolgte und Ihnen einen Ausschnitt aus der Seekarte zur Verfügung zu stellen.

Schweigen in einem Vertrag unter Verwendung von AGB diese zu einem bestimmten und ungeregelten Punkt, so ist eine Auslegung nach der Interessenlage der Vertrsgsparteien vorzunehmen.

Eine solche Abwägung fällt hier aber eindeutig zu Ihren Gunsten aus, denn es entspricht Ihrem nachvollziehbaren und gar nicht weiter darzulegenden Interesse, dass Sie als hinterbliebene Ehefrau wissen möchten, wo Ihr Mann seebestattet wurde.

Dieser Umstand ist auch dem Unternehmen objektiv erkennbar, wie sich im Übrigen aus dem Text auf der Webseite selbst schon entnehmen lässt.

Dort heißt es im Wortlaut:

Wir freuen uns immer wieder, wenn wir Angehörige und Freunde zu einer Gedenkfahrt zur Bestattungsstelle an Bord begrüßen dürfen.

Dem Unternehmen selbst ist daher ohne weiteres bewusst und es geht davon aus, dass hinterbliebene Angehörige durchaus die Seebestattungsstätte später noch einmal besuchen möchten.

An dieser Interessenbewertung muss sich das Unternehmen aber festhalten lassen.

Die Auslegung führt daher dazu, dass Sie gegenüber dem Unternehmen einen vertraglichen Anspruch auf konkrete Benennung des Seegebietes und auf Überlassung eines entsprechenden Seekartenausschnittes haben.


Ich hoffe, Ihnen behilflich gewesen zu sein. Machen Sie bei Unklarheiten gerne von Ihrem Nachfragerecht Gebrauch. Haben Sie keine Nachfrage, darf ich um Akzeptierung der Rechtsauskunft bitten. Beachten Sie bitte, dass kostenlose Rechtsberatung nach zwingendem Recht nicht gestattet ist. Sie akzeptieren, indem Sie das grüne Feld „Akzeptieren“ anklicken.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Haben Sie hierzu noch eine Nachfrage? Ist das nicht der Fall, darf ich höflichst um Akzeptierung bitten.

Beste Grüße
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Ich hoffe, Ihnen behilflich gewesen zu sein. Machen Sie bei Unklarheiten gerne von Ihrem Nachfragerecht Gebrauch. Haben Sie keine Nachfrage, darf ich um Akzeptierung der Rechtsauskunft bitten. Beachten Sie bitte, dass kostenlose Rechtsberatung nach zwingendem Recht nicht gestattet ist. Sie akzeptieren, indem Sie das grüne Feld „Akzeptieren“ anklicken.

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

haben Sie keine Nachfrage mehr, darf ich um Akzeptierung bitten.


Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

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