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Advopro
Advopro, Rechtsanwalt
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 9380
Erfahrung:  Zweites StaatsexamenDiplom Jurist
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Guten Tag, wir sind eine Erbengemeinschaft aus zwei Personen

Kundenfrage

Guten Tag, wir sind eine Erbengemeinschaft aus zwei Personen und durch Erbschaft in das Eigentum eines Hauses gekommen. Das Haus soll jetzt in der Erbauseinandersetzung auf Betreiben eines der Erben mit Maklerhilfe verkauft werden. Fällt das Maklerhonorar in die Nachlaßverbindlichkeiten, sodaß sie beide Erben tragen müssen oder muß der betreibende Erbe das Maklerhonorar allein tragen ?
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Erbrecht
Experte:  Advopro hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender,





vielen Dank für Ihre Anfrage .

Diese möchte ich sehr gerne wie folgt beantworten:







Nachlassverbindlichkeiten sind grundsätzlich solche Forderungen, die dritte Personen gegenüber dem/den Erben geltend machen können , vgl. § 1967 BGB.

 

Dies können insbesondere sein:

  • Schulden des Erblassers
  • Etwaige Ansprüche von Pflichtteilsberechtigten
  • Etwaige Ansprüche von Vermächtnisnehmern
  • Auflagen, die im Testament durch den Erblasser gemacht worden sind
  • die Beerdigungskosten
  • der sog Dreißigste gem. BGB
  • eventuelle Zugewinnausgleichsansprüche des überlebenden Ehegatten des Erblassers
  • Kosten für die Testamentsvollstreckung
  • Kosten für die Testamentseröffnung


Die Auseinandersetzung der Erbengemeinschaft beziehungsweise die damit verbundenen Kosten fallen aber nicht hierunter,so dass die mit der Auseinandersetzung verbundenen Kosten keine Nachlassverbindlichkeiten darstellen.

 

Somit stellen auch die Maklerkosten grundsätzlich keine Nachlassverbindlichkeit dar.

 

Grundsätzlich muss also derjenige den Makler bezahlen, der den Makler beauftragt. Dieses sollte die Person sein, die den Verkauf wünscht.

 

Sofern beide den Verkauf wünschen, wäre eine Aufteilung der Maklerkosten interessengerecht.Hier müsste man sich dann im Endeffekt einigen.





Ich hoffe Ihnen eine erste rechtliche Orientierung ermöglicht zu haben und wünsche Ihnen viel Erfolg und alles Gute!



Ich möchte Sie gerne noch abschließend auf Folgendes hinweisen:

Die von mir erteilte rechtliche Auskunft basiert ausschließlich auf den von Ihnen zur Verfügung gestellten Sachverhaltsangaben. Bei meiner Antwort handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes, die eine vollumfängliche Begutachtung des Sachverhalts nicht ersetzen kann. So kann nämlich durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen eine völlig andere rechtliche Beurteilung die Folge sein.



Sofern Sie mit meiner Antwort zufrieden sind möchte ich Sie höflich bitten meine Antwort gemäß den allgemeinen Geschäftsbedingungen dieser Plattform zu akzeptieren. Zufriedenheit bedeutet , dass keine Verständnisfragen mehr bestehen und die Frage vollumfänglich beantwortet worden ist.



Sie akzeptieren meine Antwort, indem Sie unter meiner Antwort einmal auf das grüne Feld „akzeptieren“ klicken.





Ich hoffe, dass Ihnen meine Ausführungen geholfen haben. Sie können natürlich gerne über die Nachfrageoption mit mir Verbindung aufnehmen.

Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Mittwochnachmittag!



Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

Stresemannstr. 46
27570 Bremerhaven
[email protected]
Fax.0471/140244

Tel. 0471/140240 o. 0471/140241











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Experte:  Advopro hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

bitte lassen Sie mich meine Antwort wie folgt ergänzen:

Nach geltender BGH-Rechtsprechung (vgl. z.B. BGH 32,60 f.) liegen Nachlassverbindlichkeiten jedenfalls dann vor, wenn die Verbindlichkeiten vom Standpunkt eines sorgfältigen Verwalters und ordnungsgemäßer Verwaltung des Nachlasses eingegangen ist. Hierbei kommt es nicht entscheidend darauf an, ob die Verbindlichkeit ausdrücklich für den Nachlass übernommen oder die Beziehung zum Nachlass dem Gegner erkennbar ist.

Hier spielt auch immer eine gewisse Angemessenheitskomponente eine Rolle.

Die Rechtsauffassungen sind in diesem Punkt unterschiedlich (was in der Juristerei häufig vorkommt).

Ich persönlich habe Bedenken daran, ob es angemessen ist (und somit einer sorgfältigen und ordnungsgemäßen Verwaltung des Nachlasses entspricht), sofort einen Makler einzuschalten, was mit durchaus erheblichen Kosten verbunden ist, oder ob nicht zunächst versucht werden müsste, das Hausgrundstück selber freihändig zu verkaufen,um die Kosten gering zu halten.

Es wird aber durchaus die Auffassung vertreten, dass auch solche Kosten unter den Begriff der Nachlassverbindlichkeiten fallen können.

Hierüber wollte ich sie nur noch kurz in Kenntnis setzen.

Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

Stresemannstr. 46
27570 Bremerhaven
[email protected]
Fax.0471/140244

Tel. 0471/140240 o. 0471/140241

 




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