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raschwerin
raschwerin, Rechtsanwalt
Kategorie: Erbrecht
Zufriedene Kunden: 16995
Erfahrung:  Rechtsanwalt
27582713
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raschwerin ist jetzt online.

Ehemann geb. 13. Juni 1966 Ehefrau geb. 07. November

Kundenfrage

Ehemann: geb. 13. Juni 1966
Ehefrau: geb. 07. November 1971

Verheiratet seit 26. Oktober 2007

Güterstand: Zugewinngemeinschaft

Keine Kinder

Eigentumswohnung gekauft am 26. März 2009 – Kaufpreis 115.000 Euro - Bankfinanziert
Eigentümer-Eintrag im Grundbuch: nur Ehemann


Fragestellung:

- Erbt der überlebende Ehegatte die Eigentumswohnung uneingeschränkt?

- Sind andere (Eltern, Geschwister) in irgendeiner Form erbberechtigt (Pflichtteil?)

- Hat die Bank Zugriff auf die Wohnung / kann die Bank dem Eigentumsübergang
auf den Erben widersprechen solang die Wohnung nicht vollständig bezahlt ist?

- Welche Vorteile ergeben sich durch den Eintrag der Ehefrau im Grundbuch als
Miteigentümerin?

- Wie kann (kostengünstig) sichergestellt werden, dass die Ehefrau nach Tod des
Ehemannes alleinige Eigentümerin der Wohnung wird?
Vielen Dank
MfG
Harald Mootz
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Erbrecht
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

gern beantworte ich Ihre Fragen wie folgt:

- Erbt der überlebende Ehegatte die Eigentumswohnung uneingeschränkt?

Ja, da es keine Kinder gibt, erbt der Ehegatte allein. Nur, wenn noch die Eltern des Erblassers leben, würden diese mit erben.

- Sind andere (Eltern, Geschwister) in irgendeiner Form erbberechtigt (Pflichtteil?)

Hier wären lediglich die Eltern des Erblassers Miterben und hätte bei testamentarischem Ausschluss auch einen Pflichtteilsanspruch.

- Hat die Bank Zugriff auf die Wohnung / kann die Bank dem Eigentumsübergang
auf den Erben widersprechen solang die Wohnung nicht vollständig bezahlt ist?

Nein, die Bank kann hier keine Rechte geltend machen.

- Welche Vorteile ergeben sich durch den Eintrag der Ehefrau im Grundbuch als
Miteigentümerin?

Die Frau wäre dann zu 50 % Miteigentümerin. Im Falle des Versterbens des Mannes würde Sie auch dessen 50 % erben. Selbst wenn die Eltern des Mannes erben würden, wäre deren Anteil zu gering, um der Frau irgendwas an dem Eigentum streitig zu machen.

- Wie kann (kostengünstig) sichergestellt werden, dass die Ehefrau nach Tod des
Ehemannes alleinige Eigentümerin der Wohnung wird?

Der Mann kann der Frau das Haus komplett überschreiben - dies schon vor dem Todesfall.
raschwerin und 2 weitere Experten für Erbrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Vielen Dank für die Antwort, jedoch noch eine kurze Nachfrage zum besseren Verständnis:
(Ehemann verstirbt) Pflichtteilanspruch haben die Eltern nur, wenn sie per Testament als Erbe ausgeschlossen werden.
Falls dies nicht der Fall ist: kann man dann abschätzen wie hoch der Erbteil der Eltern des verstorbenen Mannes gegenüber der Ehefrau wäre? (dies wäre dann wohl von der Ehefrau in bar an die Eltern auszuzahlen?!
Zur Hintergrund: Die Ehefrau soll nach Ableben des Ehemannes über die Wohnung abgesichert sein und nicht u.u. zum Verkauf der Wohnung gezwungen sein.
Vielen Dank
MfG
Harald Mootz
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 6 Jahren.
Die Eltern würden gesetzlich 25 % erben. Steht ihnen nur der Pflichtteil zu, beträgt dieser 12,5 %.

Dies müsste Ihre Frau dann auszahlen.

Daher ist es die beste Lösung, das Erbe schon zu Lebzeiten zu übertragen.

Damit wäre den Eltern der Zugriff völlig entzogen.

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